Wandern und Klettern im Pinzgau – September 2020

Reiner hatte wieder einmal traditionell zur Wanderung diesmal im Pinzgau (Bezirk Zell am See) eingeladen. Vorgesehen waren 2 Hüttenübernachtungen im Steinernen Meer und 2 Übernachtungen im Tal.

Wir trafen uns am ersten Tag nachmittags bei sonnigem Wetter am Parkplatz Sandten.  Unsere Gruppe aus 9 berghungrigen Wanderern begann zügig mit dem Aufstieg von etwas mehr als 1.000 hm zum Riemannhaus, erfrischt von einsetzendem leichten Nieselregen.

Aufstieg zum Riemannhaus
das Riemannhaus (2.177 m)

Am nächsten Tag starteten wir bei kühler klarer Morgenluft zur Runde durch das Steinerne Meer. Steine, Sonne und später auch viel Grün begleiteten uns zum Funtensee am Kärlingerhaus. Hier wurden am 24. Dezember 2001 mit -45,9°C die bisher kälteste Temperatur Deutschlands gemessen. Der Kältepol Deutschlands empfing uns mit Sonne und 20°C im Schatten. Auf dem weiteren Weg sahen wir immer wieder Murmeltiere und es begegneten uns Schafe, die mit uns kuscheln wollten.

Auf dem Rückweg zum Riemannhaus zeigte uns Christoph, wie man aus 11 Jahre alten Wanderschuhen mit etwas Panzertape luftige modische Sommerklappschuhe gestalten kann.

Nach der Rückkehr zum Riemannhaus nutzten wir die schöne Abendsonne für einen kurzen sehr schönen Besuch des naheliegenden Sommersteins. Interessant, dass hier seit vielen Jahren ein rostiges Fahrrad auf halber Höhe hängt.

Am nächsten Tag war eine Audienz bei der Königin des Steinernen Meeres – der Schönfeldspitze (2.653 m) vorgesehen. Sie ist einer der schönsten Gipfel der Berchtesgadener Alpen.  Wir wählten die Route über die benachbarten kleineren Gipfel.

So ging es früh morgens in Wolken hinauf zum Schönegg (2.390 m) und bei zunehmend aufklarender Sicht weiter über den Wurmkopf (2.450 m).

Aufstieg zur Schönfeldspitze (2.653 m)

Nun zeigte sich die Königin bereits in ihrer imposanten Schönheit. Nach teils ausgesetzter Kletterei standen wir bei strahlendem Sonnenschein endlich oben auf dem Gipfel und hatten einen wunderbaren Rundumblick.

Vom markantesten Gipfelkreuz der Berchtesgadener Alpen, einer sehr großen Pietà mit leidender Maria, die ihren toten Sohn Jesus in den Armen hält, war leider nichts mehr zu sehen. Ein heftiges Gewitter hatte das tolle Kunstwerk Ende Juli beschädigt und die Reste wurden einen Tag zuvor mit Hubschraubern zur Reparatur abtransportiert.

Noch am selben Nachmittag nahmen wir mit dem Abstieg nach Maria Alm Abschied vom Steinernen Meer.

Der letzte Tag war unser Klettersteigtag. Die abschließende lange Tour führte uns 1.500 hm über die Peter Wiechenthaler Hütte auf das Persailhorn. Für den unmittelbaren Aufstieg wählten wir die schwierigere Nordroute, den Wildental-Klettersteig.

zum Persailhorn (2.347 m)

Nach 3 Stunden anstrengender Kletterei erreichten wir alle bei sommerlichen Temperaturen den Gipfel bzw. den unmittelbar vorgelagerten Absatz. Die Aussicht belohnte unsere Mühen, denn so langsam ging es an unsere Kraftreserven. Wir stiegen über den Südwand-Klettersteig ab und brauchten noch das restliche Tageslicht, um am Parkplatz im Tal anzukommen.

Ein spätes Abendessen beendete unsere sehr intensiven 3 1/2 Tage Wandern und Klettern im Pinzgau bei überwiegend schönstem Gebirgswetter. Vielen Dank an die beiden Organisatoren Reiner und Bernd.

Beitrag von Jörg und Ute
Bilder: Jörg, Ute Reiner

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