Biken südlich der Alpen – am Comer See

Zu Ostern nach Italien – zum Comer See mit dem MTB – was kann’s Schöneres geben? Naja, vielleicht klettern in Südfrankreich…

Andreas hatte das Gelände am Lago di Como dort schon mal privat sondiert und ein feines Quartier in Domaso, am nördlichen Ende vom See ausgesucht. Zwei Ferienwohnungen für 9 Leute in einem Haus mit unbezahlbarem Blick über den Comer See.

Leider war das Wetter zunächst nicht unser Freund. Also wandern statt biken oben in der alten Kulturlandschaft: durch üppige Maronenwälder, die heute keiner mehr braucht und kleine Weiler mit etlichen verlassenen Höfen. Ein kniffliger Abstieg mit hohem Rutschfaktor war auch dabei.

Auch am 2. Tag leider Regenschirmwetter. Gut, dass es oberhalb vom Ort, in Vercana, ein paar Cantinas gibt – kleine Weingüter in Familienbesitz. Silvia, die Juniorchefin der Cantina Sorsasso hat sich schnell überreden lassen, eine kleine Führung durch den Keller zu machen und ihre Mutter vollendete das Vergnügen mit dem Entkorken von ein paar guten Tropfen in Weiß und Rot.

Dann an Tag 3 gab’s kein Pardon mehr: auch wenn’s regnet, wird Fahrrad gefahren! Wenigstens ein bisschen Sightseeing… Dazu auf Straße und Uferweg noch halbwegs trocken 20 km lang nach Menaggio, wo die Fähre quer übern See nach Varenna abgeht. Sonnenschein wäre perfekt gewesen für das süße Dörfchen, leider  macht der Himmel wahr, was der Wetterbericht vorhergesagt hat. Wir radeln trotzdem die Runde rum, auf Straße, durch Tunnel, über Feld- und Uferwege zurück nach Domaso – 65 km und 640 Höhenmeter sind’s am Ende doch geworden.

Pünktlich zum Ostersonntag erwartet uns ein Sonnentag – von früh bis spät! Endlich in die Berge! Auf einem langen Straßenanstieg ins Bergdörfchen Livo (8km bergauf mit Steigungen zwischen 6 und 12 %) fahren wir uns warm. Ziel ist 3 km später der Weiler Crotto Dangri mit seiner urigen Berghütte, der Steinbrücke und den Badegumpen.

Auf der alten Römerstraße mit ihren großen flachen Steinen geht’s anspruchsvoll aber natürlich viel zu schnell bergab. 834 Hm und ca. 21 km und Espresso, Cappuccino und ein Gelato zur Belohnung.

Für Ostermontag, den letzten Tag am wunderschönen Comer See, haben wir uns noch eine Bergetappe vorgenommen: Start ist vor der Haustür – es geht steil nach oben, auf einem schwierigen Weg nach Caino, wieder auf halbe Höhe zurück und quer nach Trezzone – dieses Örtchen kannten wir von unserer Wanderung im Regen schon… Noch ein Aufstieg, der hinten raus irgendwie immer steiler wurde (14% immerhin) und eine ebenso steile Abfahrt ohne große Schnörkel auf steinigen Wegen und Straße nach Gera Lario am See. 23 km und 870 Hm stehen am Ende auf den Geräten. Die Pizza war verdient!

von Heike

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