DAV Hochtour zum Dent d‘ Herens 4.171 m

Es war eine schöne Woche in den Walliser Alpen mit vielen Erlebnissen und Eindrücken, die die Tour unvergesslich machten.

Am Samstagmorgen ging es für uns Chris, Hannes und mich mit Sack und Pack in Richtung Süden ganz der Vorfreude am Abend unversehrt in Italien anzukommen. Die Fahrt war ganz entspannt und so kamen wir früh genug an, um uns noch einen Felsen auszusuchen, um uns die Finger ein bisschen langzuziehen und im Anschluss in der örtlichen Pizzeria die Bäuche vollzuhauen.

Unser Ziel war es in der Woche den Gipfel vom Dent d‘ Herens zu erreichen und so waren wir schon am zweiten Tag früh wach auf dem Weg zur Akklimatisation am Breithorn 4.164 m.

Nach dieser schon leicht anstrengenden Tour und einer angenehmen Pause hatten wir auch an diesem Tag die Möglichkeit für ein paar Stunden uns am Klettern zu erfreuen. Noch am selben Tag fuhren wir zum Stausee, von dem der Anstieg zur Nacamuli-Hütte für den nächsten Tag geplant war. Am folgenden Morgen starteten wir recht ausgeschlafen mit vollen Rucksäcken wie geplant zur Hütte. Er war eine schöne Wanderung entlang des Stausees, welcher uns an großartigen Bächen, Pflanzen und dem ein oder anderen Murmeltier vorbeiführte. Als wir an der Hütte angekommen waren nutzten wir das restliche gute Wetter, damit die Gegend zu erkunden und den zweiten Berg der Tour einzusehen, welcher schon am darauffolgenden Tag in Angriff genommen werden sollte.

Trotz schlechter Wettervorhersage wagten wir uns Dienstagmorgen aus den Betten und liefen los. Wir waren eine Weile unterwegs und trotz schlechter Wegfindung und wachsenden Wolken waren wir hochmotiviert den zweiten Gipfel der Woche zu erklimmen. Doch letztlich gewann an diesen Tag die Vernunft und wir kehrten zurück zur Hütte an der uns schon das Gewitter mit Regen, Blitz und Donner empfing.

Trotz dieser kleinen Niederlage und weiterer Regenvorhersage verließen wir die Hütte am Mittwoch und machten uns auf den Weg zur Aosta-Hütte der nächsten Unterkunft in dieser Woche. Die Etappe zu nächsten Hütte war sehr schön und an manchen Stellen recht amüsant. Wir hatten trotz schlechter Vorhersage grandioses Wetter und die Sonne folgte uns den ganzen Tag. Ein wenig erschöpft aber guter Laune erreichten wir am Spätnachmittag die Hütte. Der Dent d‘ Herens sollte am folgenden Tag erobert werden und so warfen wir uns nach dem Abendessen direkt in die Betten. Ich war ein wenig erschrocken als ich erfuhr, dass das Frühstück gegen 2:30 Uhr angesetzt war- aber es half ja nichts. Nach dem kurzen Frühstück schulterten wir die Rucksäcke, schlüpften in die Schuhe und knipsten unsere Stirnlampen an. Die ersten Stunden war es ungewohnt im Mondschein unterwegs zu sein. Zwar waren wir zwei Tage zuvor schon einmal früh aufgestanden aber, dass war dann doch noch mal eine andere Nummer. Umso größer war die Freude nach den ersten paar Sonnenstrahlen und den Blick auf die bereits geschafften Meter. Wir liefen eine Zeit lang über ein Schneefeld entlang der Bergkette vom Dent d‘Herens und nach einer vergleichsweise kurzen Steilpassage waren wir nur noch ein paar hundert Meter unter dem Gipfel. Die morgendliche Müdigkeit war wie weggeblasen als wir sahen, dass es nicht mehr weit war. Die letzten Meter zum Gipfel vergingen wie im Flug und als wir endlich ankamen waren die Strapazen und die Niederlage von den Vortagen vergessen.

 Obwohl das Matterhorn sich versteckt hielt war der Ausblick vom Gipfel super und man genoss die Zeit. Der Rückweg war trotz naher Gewitterwolken recht entspannt und wir erreichten die Hütte sicher und wohl auf.  

Die letzten zwei Tage geschah dann nicht mehr viel. Wir entschieden uns zum Klettern im Aosta Tal und dann nochmal ins Elsass zum Sandsteinklettern zu fahren und die Woche schlussendlich mit Baden am nahegelegenen Baggersee ausklingen zu lassen. 

Abschließend lässt sich sagen, dass es eine wunderschöne Zeit war, wir wieder was gelernt haben und ich glaube da kann ich im Namen von uns drei sagen, dass wir das jederzeit wiederholen würden.                                                                                                                                       Pascal Kalmring

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