Ilmpaddeltour von Langewiesen nach Stadtilm.

Samstag, 07. April 2018

Ilmpaddeltour von Langewiesen nach Stadtilm.
Ein kurzer Bericht für die Teilnehmer der Challange und für alle, die diesmal nicht dabei sein konnten.

Der Ilmenruf erscholl auch 2018 und wir folgten ihm; erneut und für einige bereits das 6. Mal.

Bei einem satten 80er Mellinger-Pegel gings auf die Talfahrt. Am Einsetzort unter der ICE-Brücke in Langewiesen lagen wir 430 Meter über der Nordsee, am Zieleinlauf Stadtilm Mitte waren’s noch 355 m, das macht 75 m Höhensprung auf etwa 16 km. Die Ilm windet und treppt sich in praktisch endlosen Kurven und einigen verblockten Felsstufen zu Tal, durch Wiesen, Auwälder und kleine Dörfer. An Biberarbeitsstellen vorbei und meist neben dem Ilmradweg, mit seinen niedlichen Rastplätzen und den vielen Radlern.
Aus morgendlichen 5° wurden die vom Wetterbericht versprochenen 20° und weil keine Wolke vorbeikam, musste Sonnenmilch aufgetragen werden. Unseren Büro- und Schulgesichtern tat es bestens.
Wir dachten: Ach, die kurzen 16 Kilometer sitzen wir auf einer Backe ab – aber denkste! Es wurde lang und das nicht nur wegen der beiden ausgiebigen Balancier- und Grillpausen, sondern auch wegen Kenter“pausen“. Alle hatten mindestens einmal „Beinahe“-Erlebnisse. Lutz und Jule im Schneewolf –Seekajak-2er vollendeten dann 2 x und die Ersatzklamotten wurden in der Runde knapp. Und  auch Ilmneuling Jonas, der sich mit Nele laaaange bestens verkaufte, erwischte es dann doch noch. Aber wie gesagt, 20° und Sonne satt, da trocknete vieles schnell. Mario und Kathrin umschifften im Kanu-2er souverän alle Hindernisse und auch der 3er Bob Albert/Bodo/Liese kamen letztlich ungeschoren davon, auch wenn kurz vor dem Ziel noch ne große Wurzel ihr umkippendes Werk androhte.
Am Ende des Tages gab es also frischen Teint auf den Gesichtern, auch einige blaue Flecke in Beinbereichen, aber vor allem die lustigen Gegebenheiten wie Ballsporteinlagen in der großen Grillpause, Brückenbalanceaction, Badesingen in der Ilm, Handstandlaufen von Jule und Liese, Brückenumklettern von Albert und Bodo, Wehr-fahr-Action und dann kurz vor Ladenschluss in Stadtilm noch Eis und Co. bleiben in bester Erinnerung.

Auf ein Neues – spätestens 2019 im Frühjahr.

Ein paar Fakten drumherum/Hinweise für die Befahrung:
Strecke Langewiesen – Stadtilm

  • 16 km, ca. 75 m Höhenunterschied, zahlreiche und enge Kurven, kleine Stromschnellen, Charakter ca. Wildwasser I bis II
  •  für die Befahrung dieses Abschnittes braucht man mind. 80er Mellinger-Pegel, sonst sitzt man zu oft auf, (Ilm allgemein: also meist nur im Frühjahr oder nach Regen; im Sommer kann die Ilm im Abschnitt von Kranichfeld bis Oettern auch stellenweise fast leer sein)
  •  ca. 4 Wehre:
    Gräfinau-Angstedt: ca. 1 m; kaum fahrbar; links durch neue Flutrinne umtragen
    Ilmwerk/Dörnfeld: ca. 1,5 m; kaum fahrbar?; …umtragen ?Dörnfeld?
    vor Griesheim: ca. 1m; kaum fahrbar; danach noch ne verblockte Stufe; rechts u. 80 m
    Stadtilm bei Straßenbrücke B87: nicht fahrbar: rechts über Krone umtragen
  •  Boote: festes Kanu, am besten 2er. oder Einer-WW-Boote mit Spritzdecke; oder Grabner Adventure o.ä.; Faltboote aller Art: nur mit echtem Risiko und viel Flickzeug
  •  Ersatz/Kenterklamotten sehr sinnvoll; auch ne Tube Voltaren kann man mitnehmen
  •  Einkehr:
     Gräfinau-Angstedt: mehrere Imbisse und auch Gaststätte
    Griesheim Tankstelle;  Kneipe?
    Stadtilm: mehrere Möglichkeiten, u.a. die Pizzeria/Eiseria San Remo Markt
  •  Logistik: Auto am Zielort platzieren; geht am schnellsten. Bahn gibts nicht; Bus? trampen schwierig, weil keine direkte Strecke; ggf. Fahrrad und über den schönen Ilmradweg die 16 km zurück. Am Startort am besten vor der Kläranlage parken
  • angucken:
    Salinetürme Dörnfeld (muss man sich vorher anmelden)
    ICE-Brücke Langewiesen von unten untersuchen
    Museumsbrauerei Singen – 2 km entfernt; im Internet vorher checken
  •  Ilm Fortsetzung oberhalb / unterhalb
    oberhalb Langewiesen: keine eigene Erfahrung, vermutlich nur im WW-Boot und mind. 80er Mellingen-Pegel; vielleicht machts mal jemand!
    ab Langewiesen / ICE_Brücke: komplette Strecke bis zur Mündung empfehlenswert; Gepäckfahrt: besser nich; so wenig Gepäck wie möglich, ggf. unterhalb Weimar mit Gepäck möglich;  wunderschöne mittelthüringer Kulturlandschaft, viele idyllische Plätzchen zum zelten (Eigentümer fragen?!); sicher auch kleine und große Herbergen

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