Mit dem Bike entlang des Rennsteigs – ein Klassiker in Thüringen

So als echter Thüringer muss man das ja mal gemacht haben: Den Rennsteig.

Das dachten sich auch 4 „Erfurt-Alpiner“ und eine hessische Eifelerin, die sich mehr oder weniger kurz entschlossen aufmachten, um kleine Steinchen von der Saale zur Werra zu transportieren. So ist es Brauch, wenn man den Rennsteig bewandert oder so wie wir beradelt.  

Verteilt auf 3 Tage wollten wir die insgesamt 180 + x km und ca. 3.000 hm bezwingen. Am letzten Juniwochenende war es dann soweit:
Mit dem ersten Zug ging es nach Blankenstein.  Während der 3-stündigen Anfahrt wurde gefrühstückt, die Ausrüstung gecheckt, die Tour besprochen und gleich Bekanntschaft mit ein paar anderen Rennsteig-Radlern gemacht. Die Südthüringer Männergruppe sollte uns später immer wieder begegnen und für lustige Momente sorgen.
Endlich in Blankenstein angekommen, hatte sich jeder von uns noch schnell ein kleines Steinchen aus der Saale gefischt, das obligatorische Startfoto wurde geschossen und schon ging es los. Erst einmal unzählige Kilometer bergauf. Der Rennsteig-Radweg führte uns dann nach Lehesten, wo wir eine kleine Rast machten. Vorbei am Schiefersteinbruch ging es dann wieder zurück zum „richtigen“ Rennsteig, der auf den folgenden Kilometern leider meist entlang einer Straße führte. Der steile Anstieg bei Spechtsbrunn machte uns durstig, doch leider waren die Gasthöfe entlang der Stecke alle geschlossen und so musste das erfrischende Bierchen bis Neuhaus auf sich warten lassen. Im Hotel angekommen, wurden wir sofort von unseren neuen Bekannten bejubelt. Gemeinsam haben wir dann den erfolgreichen MTB-Tag bei eine paar Getränken und einem Lagerfeuer ausklingen lassen.  Am nächsten Morgen gab es eine kaputte Bank und leichte Kopfschmerzen zu beklagen.  

Ein gutes Frühstück und ein deftiger Anstieg gleich zu Beginn brachte unser Körper jedoch wieder auf Hochtouren und die zweite Etappe konnte in Angriff genommen werden. Ein kurzer Stopp an der Werraquelle. (Komischerweise kam keiner auf die Idee den Stein gleich hier in die Werra zu schmeißen…) In Masserberg und an der Schmücke waren unsere Versorgungsstellen, wir haben Highlights, wie den Mittelpunkt und den Höchsten Punkt des Rennsteigs mitgenommen und schließlich in Oberhof im Sporthotel eingecheckt. Das Buffet wurde geplündert und etwas stilvoller als am Vorabend hatten wir in der Lounge ein paar Getränke zu uns genommen. 

Letzte Tag: Kurzes Oberhof-Sightseeing: Die Thüringer unter uns mussten stolz der Frankfurterin das Biathlonzentrum zeigen. Währenddessen stürmten mind. 200 MTB-Fahrer den Rennsteig. Wir trauten unseren Augen kaum, die friedlichen Idylle am Morgen war angesichts dieser Massen für einen Moment hinüber. Später stellte ich heraus, dass der SC Erfurt am selben Wochenende die Traditionelle Rennsteigtour veranstaltete. Wir ließen die Gruppe ziehen und folgten auf leisen „Reifen“. Ein kurzer Abstecher zum Bergsee Ebertswiese aber auch hier gab es keine Idylle, sondern ein Fest mit lauter Musik, dafür aber Bratwurst und ein Kuchenbasar. Am Heuberghaus verabschiedeten wir uns dann von Simone bevor es zu viert weiter auf den Inselsberg ging. Mit Johannesbeerschorle begossen wir unser geschafftes Zwischenziel und legten noch schnell eine kleine Bouldereinheit ein. Danach ging es tendenziell bergab weiter bis nach Hörschel, zielstrebig zum Werraufer, wo wir unsere Steinchen wieder los werden wollten. Plopp… Nun war es geschafft, wir waren angekommen: Geschafft und glücklich über die durchaus gelungene Tour bei bestem Sommerwetter. 

Gemeinsam radelten wir noch bis nach Eisenach in einen Biergarten … 

 Das Fazit: 3 Tage Auszeit, die den Kopf zur Ruhe bringen und den Körper mobilisiert. Dennoch ist der Rennsteig kein Weg, den man einfach so runterradeln kann: Trails, Wurzelwege, teils knackige Anstiege und das zeitweise ständige Auf und Ab machen die Tour anspruchsvoll, ist aber auf 3 Tag verteilt locker zu schaffen. 

 Danke an Heiko als Organisator und die anderen Mitradler – es war toll mit euch. 🙂 

Susanne Hoffmann

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