MTB-Technik-Kurs in Frauenwald 23.-25.08.2019

MTB-Technik-Kurs – wozu braucht man den eigentlich, Radfahren kann doch nicht so schwer sein…? 

Das fragen mich immer wieder Leute, die nichts mit Mountainbiken zu tun haben. Wer sich aber schon mal auf einem wurzeligen Trail mit Stufen und Spitzkehren verirrt hat, der lernt möglicherweise schnell seine Grenzen kennen. Wer wissen will, wie man sich sicher in schwierigem Gelände mit dem Bike bewegt, der war im Kurs mit Axel und Andreas genau richtig. 

Ort des Geschehens war Frauenwald in Thüringer Wald, der dortige Sportplatz war unsere Spielwiese.  

Das Können der Teilnehmer und deren Wünsche an unsere Trainer waren sehr unterschiedlich. Hinterrad-Versetzen stand allerdings bei allen ganz oben auf der Liste. Sieht ja schließlich auch cool aus, wenn man das draufhat.  
Bevor es aber soweit war, standen wir erst mal so rum, zumindest haben wir das versuchst… Balance ist nämlich eine der wichtigsten Fähigkeiten, die man beim Biken beherrschen sollte. So gab’s Übungen und nette Spielchen zum Thema: Fahren auf immer enger werdendem Raum, wer den Fuß auf den Rasen setzte, der war raus.  

Zweite Lektion: Grundhaltung auf dem Bike und die richtige Bremstechnik. Nach einiger Theorie und vielem Üben ging es dann auf Tour: Über Wurzeltrails zum Schneekopf. Nach kurzer Rast hielt Axel dort die nächste Überraschung für uns bereit: Kurventechnik.  
So verging der erste Tag. Wie man nun das Hinterrad hoch bekommt, war vielen allerdings immer noch unklar. 

Kurze Rast auf dem Scheekopf… „Kaputtgespielt!“

Am zweiten Tag konzentrierten wir uns nun endlich auf unsere Hinterräder oder besser gesagt auf uns und unsere Hüften. Die richtige Körperbewegung, das Aufrichten und das nach vorne bringen der Hüfte bewirkt dann theoretisch das Anheben des Hinterrades. Soweit so gut… Bei manchen hat das geklappt, bei mir nicht… .  
Zum Mittagessen radelten wir dann über den Rennsteig nach Masserberg. Nicht ganz ohne Grund wählte Andreas diese Richtung, denn an der Triniusbaude gibt es einen anspruchsvollen Wurzeltrail, den wir runter aber auch hinauf fahren sollten durften! Manche Stufen wählten wir zum Üben der neu erlernten Techniken. 
Nach Rückkehr in Frauenwald, ließen wir den Tag am Lagerfeuer ausklingen. 

Tag 3: Kurze Aufwärmrunde um Frauenwald herum… und dann wieder Sportplatz und Übungen. Axel und Andreas organisierten ein paar Holzpaletten, die wir nun mit der erlernten Technik „überfahren“ sollten. Es gab einige Hochstapler unter uns, die es nicht nur mit einer oder zwei Paletten aufnehmen wollten. Eine Videoanalyse hierbei zeigte uns, wie cool wir nun unsere Vorder- und Hinterräder anheben können… 😉 Auch bei mir hatte das nun endlich geklappt aber ich musste lernen, dass mein Timing noch nicht ganz passte, was heißt: Üben, Üben, Üben!  

(Wer mich nun also mal mit Bike und Schwimmnudel sehen sollte: Das mache ich nicht, um mir, wie die Großstädter, den Autoverkehr auf Abstand zu halten. Die Schwimmnudel soll vielmehr eine Wurzel simulieren, die ich natürlich im richtigen Moment überspringen will.) 

Mein Fazit galt wohl auch für alle anderen Teilnehmer, uns allen war klar: Ohne Üben wird’s nix. Darüber hinaus war es ein super tolles Wochenende, mit ganz viel neuem Input und vor allem Spaaaß. Immer wieder gerne mit unseren beiden Guides. 🙂 

Susanne Hoffmann 

Die Hinterrad-Versetzer
Lagerfeuerstimmung
Wo sind eigentlich die ganzen Schwimmnudel-Fotos geblieben???
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