Osterklettern in der Provence 2017

Auch in diesem Jahr zog es ein paar der erfurter Kletterbegeisterten über die Ostertage in den Süden Frankreichs. Circa 20 Teilnehmer inklusive Nachwuchs nahmen den langen Weg auf sich und trudelten nach und nach ein.
Environs / Umgebung
Dieses Mal schlugen wir unsere Zelte (und natürlich auch Wohnmobile) auf dem Campingplatz Vallée Heureuse in Orgon auf, zwischen dem Fluss Durance und der Bergkette Alpilles. Der Campingplatz liegt umschlossen von Kalksteinfelsen idyllisch in einem kleinen Tal am Rande des Ortes . Die schattigen Plätzchen unter Bäumen waren angesichts der sommerlichen Temperaturen sehr angenehm, ebenso der zum Campingplatz dazugehörige Swimmingpool. Es war auf jedem Fall ein Ort zum Wohlfühlen aber vor allem auch zum Klettern, denn wo hat man schon den Fels direkt vor der Zelttür.
Ein kleiner See am Fuße des Campingplatzes lud zum Verweilen und zum Staunen ein, denn dort befand sich eine Wakeboard-Anlage, an der so manch einer seine kleinen Kunststückchen zu zeigen versuchte. Wir waren uns aber alle einig, dass wir unsere Kräfte lieber fürs Klettern aufsparen wollten.
Escalade / Klettern
Neben der Felskette rund um dem Campingplatz haben wir auch andere Gebiete erkundet, so sind wir in Cavallion, Mouriès und in der Calanque gewesen.
Jeder kam auf seine Kosten und konnte kleine Erfolge genießen. Den „Neuen“ wurden geduldig verschiedene Kletter- und Sicherungstechniken erklärt und es wurde fleißig geübt.
Geklettert wurde bis Füße und Hände schmerzten. Die Aussage „ich habe im Urlaub Farbe bekommen“ bezog sich bei manchen nicht nur auf eine gesunde Urlaubsbräune, sondern auch auf diverse blaue Stellen am Körper.
So kehrten wir manchmal erschöpft aber dennoch zufrieden zum Campingplatz zurück.
Au-dessus des toits de Cavallion / Über den Dächern von Cavallion
Vom Zentrum der nahe gelegenen Stadt Cavallion ist fußläufig ein beeindruckender Klettersteig zu erreichen. Diese Gelegenheit hatten einige von uns genutzt und sind entweder den Rundkurs „Via Natura“ gelaufen oder für diejenigen, die noch nicht genug hatten, bot sich die Verlängerung „Via Souterrata“ an. Sehr spannend waren die Seilbrücken und die engen Tunnel die wir passieren mussten. Und ganz nebenbei hat man eine herrliche Sicht auf die Stadt und auf die dahinter gelegene Gebirgskette Luberon. Diese 2-Stundentour hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Randonnée / Ausflüge:
Zwischen all der Kletterei wurden hier und da auch ein paar Erholungstage eingeschoben. Je nach Lust und Laune haben wir per Pedes, per Auto oder per Fahrrad die Umgebung erkundet. Die Ziele waren sehr unterschiedlich: Kleine Dörfchen in der Alpilles Region, die Städtchen Saint-Rémy-de-Provence, Maussane und Sénas auf dessen Wochenmärkten man viele Köstlichkeiten entdecken konnte. Touren durch Olivenhaine und Weinberge oder zur Kapelle Notre-Dame de Beauregard, die für das Osterfest wunderhübsch geschmückt war. Aber auch Ziele wie ein Hochspannungsmast und der örtlichen Friedhof gehörten dazu, auch wenn man eher zufällig dorthin geraten war.
Die Nähe zum Mittelmeer hat immer wieder kleine Gruppen in die Calanque gelockt. Das Wetter spielte mit, denn bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und angenehmen Temperaturen hatten wir die besten Bedingungen für einen Ausflug ans Meer. Es wurde mit Sack und Seil gewandert und natürlich wieder geklettert. Zur Abkühlung ein Bad im Mittelmeer und eine abenteuerliche Mitfahrgelegenheit bei einem französischen Gärtner, bei dem wir auf der Ladefläche zwischen Rasenmäher und Benzinkanister Platz gefunden hatten, machten den Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Culinaire / Kulinarisches
Kulinarische Höhepunkte gab es natürlich auch. Für die einen waren es die allabendlichen Nudeln mit Tomatensoße, andere genossen doch lieber französische Köstlichkeiten, wie Oliven aus der Region, Tapenade und Baguette mit Ziegenkäse oder Schinken. Ein Menü im Restaurant rundete das Ganze noch ab. Wein und Pastis gehörten auch immer dazu und selbst eine Flasche echter französischer Williams Christ hatte sich auf unserem Tisch verirrt. Dieses Birnenkompott war neben frischen Erdbeeren und saftigen Orangen ein ganz besonderer Nachtisch.
Am letzten Tag plünderten wir dann noch den örtlichen Supermarkt, um uns mit diversen Flaschen und anderen Dingen für zu Hause einzudecken, schließlich muss man ja ein ganzes Jahr überbrücken, bis es wieder heißt: „Wir fahren zum Klettern in die Provence.“
Au revoir, à prochaine année!

Susanne Hoffmann

Bildergalerie:

Vallée Heureuse – ein Blick hinunter zum Campingplatz

„Vor der Zelttür“

Kletterfreuden am Meer – Calanque de Morgiou

Kleine und große Klettererfolge.

Abseil-Trockenübungen

… und das Gelernte wurde fleißig umgesetzt.

Schnelle noch alles festhalten.

Erschöpft aber zufrieden am Ende des Tages.

Via Ferrata in Cavallion

… mal luftig und mal eng.

Eine Wanderung in der Calanque …

… bei der wir Wetter und Aussicht genossen.

ohne Worte… 🙂

Trampen auf Französisch 😉

2 Kommentare auf “Osterklettern in der Provence 2017

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