Tourenbericht Schobergruppe 06.09. – 10.10.2017

Tag 1 – Aufstieg vom Parkplatz Lucknerhaus 1.920 m zur Glorer Hütte 2.642 m

Treffen war 15:00 Uhr geplant. Sven und ich trafen uns oberhalb von Oberleibnitz am Parkplatz der Hochschoberhütte. Ein abenteuerlicher Weg erwartete uns. Ich fragte unterwegs eine Bäuerin, ob ich auf dem richtigen Weg sei. Ein schmaler Schotterweg mit einigen Schlaglöchern sollte es sein. Bloß nicht die Ölwanne aufreißen, dachte ich mir. So trafen wir verspätet hinter Kals am Großglockner, dem gemeinsamen Treffpunkt ein. Nach ein paar Regentropfen trafen wir gegen 17:45 Uhr auf der Glorer Hütte ein.

 

Tag 2 – Glorer Hütte 2.642 m – Kesselkeessattel 2.926 m – Elberfelderhütte 2.346 m
Alternative: Über Böses Weiberl 3.119 m (Mathias und Bernd)

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet brachen wir um 8:30 Uhr auf. Kaum waren wir losgelaufen eröffnete sich ein traumhafter Blick auf Österreichs höchsten Gipfel, den Großglockner. Kurz vor dem Abzweig zum Bösen Weiberl stellte sich die Frage: Geht jemand zum Gipfel? So fanden sich Mathias und ich zusammen und gingen die Überschreitung des Berges an. Der Weg führte zunächst komfortabel über einen Bergrücken zuletzt über eine steinige Flanke. Trotz einiger Wolken hatten wir eine schöne Aussicht auf die Berge ringsum und ins Tal nach Kals. Wir erblickten die anderen, die dem Wiener Höhenweg folgten und am Kesselkeessattel am Biwak Pause machten. Vor uns lag noch ein längerer Gratabstieg, auf den Mathias und ich neugierig waren. Über Blockgelände und erdige Bänder ging es zum Teil steil hinab. Mit einem kleinen Zwischenstopp an der Biwackschachtel folgten wir dem Rest der Gruppe und erreichten die Elberfelderhütte gegen 15:00 Uhr. Dann war Kuchen und Kaffee angesagt. Der Wirt und sein nepalesischer Koch erfreuten uns mit einem Originalrezept aus seiner fernen Heimat

 

Tag 3 – Elberfekder Hütte 2.346 m – Gößnitzscharte 2.737 m – Kreuzseeschartl 2.810 m – Wangenitzseehütte 2.508 m

Eine Alternative zur Hornscharte 2.958 m, die wegen Schnee, Eis und mangelnder Sicherungen vom Hüttenwirt nicht empfohlen wurde, musste her. Um 7:40 Uhr starteten wir mit wenig Sicht. Auf dem Weg zur Gößnitzscharte kam ein bisschen blauer Himmel zum Vorschein, der die Gruppe motivierte. Zunächst stiegen wir ab in Richtung Lienzer Hütte. Kurz vor der Hütte zweigte der Weg in Richtung Adolf-Noßberger-Hütte ab. 500 m höher folgten wir dem rechts wegführenden Weg zur Wangenitzseehütte. Ein abwechslungsreicher Weg über Blockgelände mit immer unterschiedlichen Ausblicken entlohnte für die Anstrengungen des Tages. Immer wieder wechselten Sonne und Wolken, die eine mystische Szenerie am Himmel abbildeten. Angekommen gegen 16:00 Uhr schmeckte der Topfenstrudel und läutete den gemütlichen Teil des Tages ein.

 

Tag 4 – Wangenitzseehütte 2.508 m – Untere Seescharte 2.533 m – Lienzer Hütte 1.977 m – Leibnitztörl 2.591 m – Hochschoberhütte 2.322 m

Nach dem Frühstück starteten wir um 8:30 Uhr in Richtung Lienzer Hütte, mit bestelltem blauen Himmel. Einen kleinen Abstecher zum Wangenitzsee und einen kleinen Wegverhauer später erreichten wir die Untere Seescharte zusammen mit dem Skiclub aus dem Sauerland. Der Weg führte mit schönem Panorama entlang der Bergkette bis kurz über die Lienzer Hütte. Dort kehrten wir ein bei Brettljause und Kuchen, bevor es zum Anstieg auf das Leibnitztörl ging. Das Wetter sollte wechseln, gab uns noch die Wirtin der Lienzer Hütte auf den Weg. So hielten wir uns nicht weiter auf dem Weg auf. Bald sahen wir die Hochschoberhütte, unserem Ziel der fünf Tage. Ein gemütlicher Abend mit einem illustren Hüttenwirt, einem leckeren Abendessen bildeten einen runden Abschluss unserer Wanderung.

 

Tag 5 – Hochschoberhütte 2.322 m – Parkplatz

Frühzeitig brachen wir nach dem Frühstück auf. Es sollte für die meisten noch ein langer Tag der Rückreise werden. Der prophezeite Schnee blieb glücklicherweise aus. Während Reiner, Chris, Sven, Susan und ich die Autos am Parkplatz zum Lucknerhaus holten, verkürzten die Anderen die Wartezeit und liefen noch zu einem Lift, der den Abstieg bei Regen etwas verkürzte. Zusammen trafen wir wieder an der Talstation. Dort verabschiedeten wir uns.

 

Es war wieder einmal eine gelungene Tour. Und alle sind wieder wohlbehalten zurückgekehrt.

Bernd Röth

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