Boulder-Kinder auf Wettkampf-Tour

Thüringer Bouldersession 2019

Organisiert und durchgeführt von Trainerin Jessi konnten alle Kinder und Jugendlichen der Trainingsgruppen von Erfurt Alpin an der diesjährigen Thüringer Bouldersession teilnehmen.

Juna Platz 1 (Foto Klettermafia)
Juna (Foto Jessi)

Im Zeitraum von sechs Wochen fuhren wir in vier verschiedene Hallen (Blockpark Erfurt / Nordwand Erfurt / Energiewände Weimar und Plan B Jena), um in jeder Station die 10 gestellten Probleme zu lösen. Zu unseren Ausfahrten mit der Stammgruppe, bestehend aus Juna, Carl, Gusti, Lore, Greta (alle aus der Dienstagsgruppe) und Trainerin Jessi, gesellten sich immer wieder neue Gesichter: Paul (Donnerstagsgruppe), Pascale (Donnerstagsgruppe), Mirja (Mittwochsgruppe), Hedwig (Dienstagsgruppe), Henrike (Trainerin), Hans (Trainer) und Resa (Trainerin) aus anderen Gruppen kamen dazu – sie nahmen aber nicht am Wettkampf teil. Ebenso nicht zu vergessen die Eltern, die sich als Fahrer und Begleitpersonen zur Verfügung gestellt haben oder auch zusammen mit ihren Kindern ihre Wettkampf-Boulder projektierten.

Gustav (Foto Jessi)

Für die meisten Kids war es das erste Mal, in einer neuen Halle. Damit lag der Fokus nicht nur auf dem Wettkampf, sondern gemeinsam in andere Hallen zu fahren und diese zu erkunden. Außerdem kam durch das offene Angebot an alle Trainingsgruppen ein Austausch zwischen Trainer und auch zwischen den Kindern selber zustande. Gegenseitig helfen und Spaß an dem ganzen Projekt zu haben, stand an oberster Stelle.

In dem Zeitraum war es leider nicht möglich, noch in die 5. Halle (Rocks Jena) gemeinsam zu fahren. Einige der Kinder fuhren aus eigenem Willen privat hin, um auch diese Quali-Station  abzuhaken.

Am Finaltag ging es nach Jena ins Plan B, wo die Kinder zwei Stunden Zeit hatten, nochmals 10 Boulder zu schaffen. Nach vielen Flashs und Tops erkletterten sich die Kinder tolle Platzierungen und wurden mit Preisen dafür belohnt. Gemeinsam wurde am Ende noch zusammen Pizza gegessen, um den Erfolg (klingt besser) zu feiern und den Tag ausklingen zu lassen.

Mirja (Foto Jessi)
Carl (Foto Anna)

An der TBS gibt es nicht nur Einzelwertungen sondern auch eine Gruppenwertung. Die Kids (Juna, Carl, Gusti, Mirja) gründeten eine Gruppe namens: DAV-EF-Kids+Jessi. In der Gruppenwertung holten sie Platz 11.

Geschrieben von Jessica Piecha

Bild des Monats

2020 Bild des Monats: Dezember

„Licht am Ende des Tunnels“ – Astrid Küffner – Oberhof, ausgebrannter Stein

Im Rahmen dieser Aktion, die noch etwas mehr Farbe auf unsere Homepage bringen soll, kann uns jeder sein schönstes Erinnerungsfoto aus dem alpinen Leben zusenden.
Die Redaktion wird aus den Einsendungen jeden Monat ein Foto auswählen und als Bild des Monats veröffentlichen.

Einsendungen bitte immer bis zum Monatsende an:  susanne@erfurt-alpin.de

die Redaktion
(redaktion@erfurt-alpin.de)

Archiv

2020

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2015

neues Jahr, neues Glück. Der Veranstaltungsplan 2021 ist da….

Liebe Sektionsmitglieder
ein verrücktes Jahr neigt sich dem Ende. Viele Pläne konnten nicht realisiert werden und viele Wünsche sind nicht in Erfüllung gegangen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Hoffen und wir, dass uns das kommende Jahr wieder mehr Freude bringt.
Mit unseren Tourenleitern, Ausbildern und Trainern haben wir einen Plan der Aktivitäten für 2021 fertiggestellt und im Downloadbereich abgelegt.

Es ist noch nicht alles perfekt und Änderungen und Ergänzungen sind im Laufe des Jahres möglich.
Wir hoffen, dass für viele von euch etwas dabei ist. Und denkt dran, frühzeitiges Anmelden sichert die besten Plätze.

Wir wünschen euch einen entspannten Jahreswechsel und ein erfolgreiches neues Jahr.

Bleibt gesund

der Vorstand

Jugend – Herbstfahrt ins Bielatal 2020

Wir sind am Montag den 19.10 bei Chris zusammengekommen, weil wir eine 4-tägige Jugendfahrt nach Bielatal geplant haben. Wir, das waren: Chris, Werner, Pascal, Gustav, Finn, Max, Jannik, Cedric und Konrad.
Montag – Anreise
Wir haben uns 8:00 Uhr getroffen und unsere Taschen in den beiden Wohnmobilen (eins „Super neu“ und eines etwas in die Jahre gekommen, aber mit sehr viel Charm) verstaut.
Losgefahren sind wir dann aber erst um 8:50, weil Pascal aufgrund eines Platten am Fahrrad etwas zu spät kam.
Chris und Werner sind beide gefahren und damit es keinen Streit gab, haben sie sich in den Wohnmobilen mit Fahren abgewechselt.
Ungefähr bei der Hälfte haben wir bei McDonalds angehalten, um uns ordentlich zu stärken und für die Tage in der Natur vorzubereiten.


Als wir endlich 13:30 Uhr am Parkplatz in Bielatal angekommen sind, haben wir schnell die Wohnmobile geparkt und haben gleich unsere Klettersachen geschnappt, um zum Klettern an die Felsen am Dachsenstein zu gehen.
Dort haben wir einen kleinen Spalt gefunden, den wir erkundet haben indem wir uns mit einem Seil darin abgeseilt haben. Dabei haben wir einen Durchgang gefunden, der ca. 3 Meter weiter unten ins Freie geführt hat.
Das hat super Spaß gemacht.
Nach dem Klettern haben wir uns einen Linseneintopf gemacht und zwar das volle Programm: von Zwiebeln schneiden bis letztlich zum Eintopfessen. Wir hatten alle Hunger und der Eintopf war einfach nur lecker. Dann mussten Cedrik und Max abwaschen.


Am Abend haben wir dann noch Arschloch gespielt. Für die Uneingeweihten, das ist nur ein Kartenspiel.
Anschließend sind wir schlafen gegangen.
Im Wohnwagen haben Cedrik, Jannick, Konrad, Max, Gustaf, Chris und Finn geschlafen, Pascal und Werner waren natürlich Boofen.
Dienstag
Wir sind um 8:30 Uhr aufgewacht und haben Müsli gegessen. Anschließend haben wir auf dem Parkplatz Boule gespielt, die Gewinner waren Yannik und Konrad. Dann haben wir Hannes (einen Klettertrainer) mit ein paar Freunden getroffen. Und sind dann endlich zum Klettern an die Falkenwand gegangen. Auf halbem Weg haben wir bemerkt, dass wir überhaupt keine Seile dabeihatten. Gott sei Dank haben sich Pascal und Werner freiwillig gemeldet, um die Seile zu holen. Wir anderen haben gewartet, gewartet und gewartet, aber endlich kamen sie. Dann endlich am Felsen angekommen sind wir, nach
dem Erkunden der Nympenboofe,


erst ein bisschen geklettert und haben dann Feuer gemacht, auf dem wir alles geröstet haben, was wir dabeihatten (Äpfel, Wiener, Brot, Käse, Cookies und Bananen). Einfach lecker, das meiste jedenfalls.


Die Zeit verging sehr schnell, so dass wir zurückmussten und wir haben es gerade noch so im Halbdunklen zurückgeschafft. Abends haben wir in der Gaststätte Ottomühle Abendbrot gegessen.
Dann haben wir eine Nachtwanderung gemacht (natürlich ohne Stirnlampe) und haben in der Bennohöhle einen Schatz voller Süßigkeiten gefunden. Am Abend haben wir nochmal Arschloch gespielt.
Mittwoch
Wir sind Frühs gegen 9:00 Uhr aufgestanden und haben lecker Müsli gegessen.
Anschließend haben wir uns bereitgemacht, um zum Klettern an den Felsen der Glückstürme zu gehen. Dort haben wir einen Flying Fox zwischen zwei hohe Bäume gebaut und natürlich direkt ausprobiert, indem wir uns mit einer Seilrolle ins Seil eingehängt haben und von einem Felsvorsprung in den Flying Fox gesprungen sind. Wir haben alle mehrmals den Fox getestet und für super befunden, danach haben wir noch eine Slackline gebaut und uns zum Abschluss noch vom Felsen abgeseilt.


Nach dem Abseilen haben wir noch ein Feuer gemacht und wieder alle verbleibenden Tagesvorräte gegrillt. Schnell war die Zeit vorüber und es wurde wieder dunkel.
Am Abend haben wir leckere Nudeln mit Tomatensoße gemacht, leider hatten wir unseren Hunger nach dem „Felsengrillen“ maßlos überschätzt und es ist leider eine gehörige Portion Nudeln übriggeblieben. Diesmal mussten Yannick und Konrad abwaschen.


Am Abend sind Pascal, Werner und diesmal auch Konrad noch zum Boofen gegangen. Alle anderen haben es sich wieder in den zwei Wohnmobilen bequem gemacht.
Donnerstag – Abreise
Frühs sind Pascal, Werner und Konrad vom Boofen zurückgekommen und haben die bequem Schläfer in den Wohnmobilen geweckt. Es gab wie immer Müsli zum Frühstück.
Dann sind wir nochmals Klettern gegangen und haben eine neue Höhle gefunden. Diese war super, denn lang und eng, wir mussten uns ganz schön quetschen, um reinzupassen. Danach haben wir uns vom Dachsenstein abgeseilt. Das war super, weil der Felsen richtig hoch ist und man hat einen prima Ausblick von dort.
Leider mussten wir dann langsam los, damit wir es abends noch nach Erfurt schaffen. Zurück an den Wohnmobilen haben wir gepackt und die Nudel-Reste vom Vortag gegessen. Dann mussten wir leider schon das schöne Bielatal verlassen.
Die Autofahrt dauerte 5 lange Stunden, die sich die meisten am Handy vertrieben haben.
Abends ca. 19:30 Uhr sind wir dann wieder in Erfurt angekommen und alle wurden von ihren Erziehungsberechtigten freundlich wieder in Empfang genommen.

Konrad Schmerl

Kletterfahrt in das Weserbergland

Endlich gab es nach dem eingeschränktem Vereinsleben wieder eine gemeinsame Kletterfahrt in das Weserbergland. Birgit, Thomas, Stephan und ich packten also unsere Rucksäcke mit Keilen, Hexentrics, Tricamps und den anderen Kletterutensilien und fuhren zu den Lüerdissener Klippen. Bei bestem Herbstwetter kletterten wir an der „Teufelsküche“ durch Risse und Verschneidungen und genossen den Tanz auf den Platten. Die Routen ab 7. Grad aufwärts sind ja hier normal gut gesichert, während die leichteren Routen zusätzlich mit mobilen Sicherungsmitteln abgesichert werden müssen. Die Felsstrukturen aus dem „Oberen Jura“, ca. 150 Mill.Jahre alt und zum Teil dolomitisiert sind ein wahres Paradies zum Keile und Co. legen. Bedingt durch die Reliefumkehr gibt es wohl kaum ein anderes Klettergebiet in der Umgebung mit dieser Vielzahl von Dächern, vom 3. bis zum 10.Schwierigkeitsgrad.
Am Sonntag erfuhren wir, warum auf der anderen Seite des Ithpasses ein Segelfluplatz mit langer Tradition seinen Standort hat. Ein kräftiger Westwind strömte an den Klippen entlang und sorgte an den 30 m langen Routen am “ Teufelstrichter“ für alpines Ambiente. An einigen kurzen Routen am nacherschlossenen “ Mauerhakenmassiv“ versuchten wir uns aufzuwärmen, bevor Stephan mit einer souveränen Begehung des Klassikers “ Markschatweg“ den Klettertag und das Wochenende beendete.

Werner Bettermann

Jugendfahrt Weimar – Erfurt 2020 – Prielschutzhaus – Totes Gebirge- Österreich

Wie jedes Jahr mit Chris haben wir Kletterkids uns morgens um 6:00 bei Chris getroffen und sind von dort losgefahren. Gegen 11:00 haben wir dann eine Mittagspause bei McDonalds gemacht.

Danach ging es weiter. Gegen 13:00 waren wir am Parkplatz angekommen und trafen auf die Jugendgruppe aus Weimar zu unserer gemeinsamen Tour.  Dann hieß es Rucksäcke auf und los. Der obligatorische Aufstieg zur Hütte stand an.

Gegen 17:00 waren wir dann oben an der Hütte, haben unsere Rucksäcke abgestellt und dann gab es erst mal Abendbrot. Zum Verdauen sind die, die wollten noch ein Stück hinter der Hütte gegangen und haben die Kletterstiege zum Üben gemacht. Danach sind wir in das Zimmer, was ein Bettenlager war. Den restlichen Abend waren wir noch im Boulderraum oder beim Kartenspielen. Am nächsten Morgen haben wir unsere Klettersachen zusammengesucht und sind circa 20 Minuten zum Felsen gelaufen.

Neben dem normalen Klettern haben die, die wollten am Ende noch eine kleine Mehrseillängenroute gemacht. Am Nachmittag sind wir dann wieder zurück zur Hütte. Nach dem Abendbrot haben wir unsere Zeit wieder im Boulderraum oder beim Kartenspielen verbracht. Am nächsten Tag haben nach dem Frühstück ein paar von uns angefangen mit Seilen und Matten die ersten spinnennetzartigen Konstruktionen im Boulderraum zu bauen. Danach ging es wieder los zum Felsen. Dieses Mal sind wir circa 40 Minuten gelaufen. Dann haben wir wieder angefangen die Routen einzuhängen. Später sind wir dann den Anfang einer der längsten Klettersteige hoch und haben eine Abseile eingehängt.

Am Nachmittag haben wir dann wieder alles abgebaut und sind zurück zur Hütte. Dort haben dann die Konstruktionen im Boulderraum komplett neue Ausmaße angenommen und der Boulderraum hatte auf einmal eine zweite Etage nur aus Seilen und Matten.

 Dann gab es nach dem Abendbrot wieder die typische Abendbeschäftigung.

 Am nächsten Morgen haben wir schon vor dem Frühstück angefangen unsere Sachen in unsere Rucksäcke zu bekommen. Nach dem Frühstück haben wir dann wieder alles Gepäck genommen und mit dem Abstieg begonnen. An den Autos hieß es dann Sachen in den Kofferraum und auf zum Canyoning. Dort angekommen haben wir alle unsere Badesachen angezogen und uns in die Neoprenanzüge gezwängt was gar nicht so leicht war.

Dann hieß es in das Auto und auf zum Fluss. Dort angekommen sind wir dann ins Wasser. Nachdem wir durch den Fluss nach unten gelaufen, gerutscht und geschwommen sind und 3 Abseilen hinter uns hatten konnten wir noch von einem circa 3 Meter hohen und von einem circa 5 Meter hohen Vorsprung springen. Danach sind wir noch zu dem großen Fluss, in den der Fluss bzw. Bach mündet und konnten dort noch mit Anlauf in den großen Fluss springen.

Danach hieß es wieder hoch laufen zum Auto und dann zurück zu der Basis von dem Anbieter des Canyonings. Dort haben wir uns wieder umgezogen und sind weitergefahren. Was natürlich auf dem Rückweg auch nicht fehlen durfte war der Zwischenstopp bei McDonalds, Gegen 21:15 sind wir dann wieder in Erfurt bei Chris gewesen, wo uns unsere Eltern schon erwarteten.        

Arne Fuchs

Jugendkletternwochenende am Falkenstein

Wir starteten am Freitag, dem 26.06.2020 um 15:00 Uhr nach Tambach Dietharz. Ich war zum ersten Mal beim Kletterwochenende am Falkenstein dabei. Wir waren jeden Tag klettern und auch baden im See.

 Geschlafen haben wir in der Skihütte, manche Kinder haben im Baumhaus übernachtet.

 Es gab eine große Schaukel, die hat mir sehr viel Spaß gemacht. Abends saßen wir am Lagerfeuer und haben uns unterhalten, Würstchen gebraten und Stockbrot gemacht.


 Die Kinder haben auch einen Brutzler gebaut, darauf konnte man Brutzelobjekte brutzeln. Bei der Klettertour am Sonntag, mit Überfall und großer Abseile, waren nicht alle Kinder dabei, sie waren wandern. Sonntag ging es dann wieder nach Hause.

Es war ein schöner Ausflug, das nächste Mal möchte ich gern wieder dabei sein.

von Gustav Wölke

DAV Hochtour zum Dent d‘ Herens 4.171 m

Es war eine schöne Woche in den Walliser Alpen mit vielen Erlebnissen und Eindrücken, die die Tour unvergesslich machten.

Am Samstagmorgen ging es für uns Chris, Hannes und mich mit Sack und Pack in Richtung Süden ganz der Vorfreude am Abend unversehrt in Italien anzukommen. Die Fahrt war ganz entspannt und so kamen wir früh genug an, um uns noch einen Felsen auszusuchen, um uns die Finger ein bisschen langzuziehen und im Anschluss in der örtlichen Pizzeria die Bäuche vollzuhauen.

Unser Ziel war es in der Woche den Gipfel vom Dent d‘ Herens zu erreichen und so waren wir schon am zweiten Tag früh wach auf dem Weg zur Akklimatisation am Breithorn 4.164 m.

Nach dieser schon leicht anstrengenden Tour und einer angenehmen Pause hatten wir auch an diesem Tag die Möglichkeit für ein paar Stunden uns am Klettern zu erfreuen. Noch am selben Tag fuhren wir zum Stausee, von dem der Anstieg zur Nacamuli-Hütte für den nächsten Tag geplant war. Am folgenden Morgen starteten wir recht ausgeschlafen mit vollen Rucksäcken wie geplant zur Hütte. Er war eine schöne Wanderung entlang des Stausees, welcher uns an großartigen Bächen, Pflanzen und dem ein oder anderen Murmeltier vorbeiführte. Als wir an der Hütte angekommen waren nutzten wir das restliche gute Wetter, damit die Gegend zu erkunden und den zweiten Berg der Tour einzusehen, welcher schon am darauffolgenden Tag in Angriff genommen werden sollte.

Trotz schlechter Wettervorhersage wagten wir uns Dienstagmorgen aus den Betten und liefen los. Wir waren eine Weile unterwegs und trotz schlechter Wegfindung und wachsenden Wolken waren wir hochmotiviert den zweiten Gipfel der Woche zu erklimmen. Doch letztlich gewann an diesen Tag die Vernunft und wir kehrten zurück zur Hütte an der uns schon das Gewitter mit Regen, Blitz und Donner empfing.

Trotz dieser kleinen Niederlage und weiterer Regenvorhersage verließen wir die Hütte am Mittwoch und machten uns auf den Weg zur Aosta-Hütte der nächsten Unterkunft in dieser Woche. Die Etappe zu nächsten Hütte war sehr schön und an manchen Stellen recht amüsant. Wir hatten trotz schlechter Vorhersage grandioses Wetter und die Sonne folgte uns den ganzen Tag. Ein wenig erschöpft aber guter Laune erreichten wir am Spätnachmittag die Hütte. Der Dent d‘ Herens sollte am folgenden Tag erobert werden und so warfen wir uns nach dem Abendessen direkt in die Betten. Ich war ein wenig erschrocken als ich erfuhr, dass das Frühstück gegen 2:30 Uhr angesetzt war- aber es half ja nichts. Nach dem kurzen Frühstück schulterten wir die Rucksäcke, schlüpften in die Schuhe und knipsten unsere Stirnlampen an. Die ersten Stunden war es ungewohnt im Mondschein unterwegs zu sein. Zwar waren wir zwei Tage zuvor schon einmal früh aufgestanden aber, dass war dann doch noch mal eine andere Nummer. Umso größer war die Freude nach den ersten paar Sonnenstrahlen und den Blick auf die bereits geschafften Meter. Wir liefen eine Zeit lang über ein Schneefeld entlang der Bergkette vom Dent d‘Herens und nach einer vergleichsweise kurzen Steilpassage waren wir nur noch ein paar hundert Meter unter dem Gipfel. Die morgendliche Müdigkeit war wie weggeblasen als wir sahen, dass es nicht mehr weit war. Die letzten Meter zum Gipfel vergingen wie im Flug und als wir endlich ankamen waren die Strapazen und die Niederlage von den Vortagen vergessen.

 Obwohl das Matterhorn sich versteckt hielt war der Ausblick vom Gipfel super und man genoss die Zeit. Der Rückweg war trotz naher Gewitterwolken recht entspannt und wir erreichten die Hütte sicher und wohl auf.  

Die letzten zwei Tage geschah dann nicht mehr viel. Wir entschieden uns zum Klettern im Aosta Tal und dann nochmal ins Elsass zum Sandsteinklettern zu fahren und die Woche schlussendlich mit Baden am nahegelegenen Baggersee ausklingen zu lassen. 

Abschließend lässt sich sagen, dass es eine wunderschöne Zeit war, wir wieder was gelernt haben und ich glaube da kann ich im Namen von uns drei sagen, dass wir das jederzeit wiederholen würden.                                                                                                                                       Pascal Kalmring

CORONA Prevention

Da die Nordwand Kletterhalle geschlossen hat, ist auch unsere Geschäftsstelle bis auf Weiteres nicht besetzt.
Online sind wir nach wie vor erreichbar.
In dringenden Fällen kann auch ein vor Ort Termin vereinbart werden.

Bike & Yoga im August 2020

Erstmalig stand Bike & Yoga im Erfurt Alpin Vereinskalender. Organisiert wurde die Veranstaltung von Alex Head und unserem MTB Chef Andreas. Als Location wurde die Ramsau ein Ortsteil von Bad Heilbrunn gewählt. Da ich schon einige Touren mit Axel mitgemacht habe und ich daran sehr schöne Erinnerungen habe, außer an die 500hm Schiebepassage in den Dolomiten, stand mein Entschluss schnell fest, daran teilzunehmen. Biken ist ja meine Leidenschaft, von Yoga kann ich das nicht gerade behaupten. Ich bin ja gelenkig wie eine deutsche Eiche und das esoterische beim Yoga törnt mich auch nicht gerade an. Deshalb haben Yoga und ich noch nie zusammengefunden, obwohl mir bewusst ist, dass es meinen Körper bestimmt gut tut. Deshalb verdrängt ich auch ein wenig, dass in dem Programm Yoga eine große Rolle spielt. Hätte ich mir mal das Programm doch nur mal näher durchgelesen. Am Donnerstag begann unser verlängertes Aktivwochenende.

Untergebracht waren wir im https://www.ramsau-das-gasthaus.de/ , ein schön eingerichtetes Hotel, der Wohlfühleffekt hat sich gleich eingestellt und wie wir später auch festgestellt haben, ist das Essen auch sehr gut. Da ich ziemlich früh dran war, die anderen für später angekündigt waren und das Thermometer weit über 30 grad zeigte, suchte ich erstmal Abkühlung im Schönauer Weiher https://de.wikipedia.org/wiki/Schönauer_Weiher . Am Abend stand dann unser gemeinsames Abendessen mit Axel an. Die meisten kannten Axel schon, so das gleich eine lockere Stimmung war. Axel erläuterte grob das Programm und von den anderen wurde ich mit dem neuesten Erfurt Alpin Tratsch versorgt.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, stand endlich das auf dem Programm, warum ich da war, Biken. Das erste Ziel sollte der Walchsee sein. Vorbei am Kochelsee und über die steile, alte und fahrtechnisch anspruchsvolle Kesselbergstraße, haben wir Ihn nach ungefähr 25 km erreicht. Idyllisch gelegen, aber dort ist genau so ein Trubel wie auf dem Erfurter Anger. Wir haben uns dann ein ruhiges Plätzchen gesucht, unsere Kleider entledigt und Abkühlung im See gesucht. Herrlich erfrischend, aber wir mussten bald weiter, wir hatten ja noch einiges vor. Dann ging es weiter in die Jachenau, um uns beim Mittagessen zu stärken. Aufgrund der Hitze war dann nochmal Baden in der Isar angesagt. Gegen 18:00 Uhr, nach 70 km waren wir wieder im Hotel. Normalerweise würde ich sagen das reicht, aber dann stand ja noch das auf dem Programm, warum ich eigentlich nicht da war, Yoga. Dazu mussten wir noch 10 min mit dem Fahrrad fahren und dann hat uns Daria, die Frau von Axel und unsere Yogatrainerin empfangen. Nach 75 Minuten hatte ich die erste Yoga Session meines Lebens geschafft. War eigentlich ganz ok, für mich als Anfänger. Als ich hörte, die nächste Session soll am nächsten Morgen um 7 Uhr stattfinden und 90 Minuten dauern, da sich um diese Zeit Körper und Seele besser verschmelzen, bekam ich nur noch ein gequältes Ohmmm zum beenden des Trainings heraus. Dafür schmeckte aber das abschließende Abendessen und Bier nach diesem Tag unwahrscheinlich gut.

Um kurz vor halb sieben klingelt der Wecker für eine weitere Yogasession. Nachdem ich mir die Müdigkeit aus den Augen gerieben habe, wurde mir klar , es ist halb sieben, ich habe Urlaub, noch nichts gegessen und muss zum Yoga. Ich glaube das ich nicht extra betonen muss, dass ich mir schönere Aktivitäten am Morgen vorstellen kann. Aber die Session war wieder erstaunlich gut. Mein Körper hat sich darüber gefreut. Am besten hat mir der letzte Teil vom Yoga gefallen, einfach rumliegen, entspannen und an nichts denken, dass kommt dem Urlaub Gedanken schon ziemlich nahe. Das Frühstück hat nach soviel Aktivität natürlich sensationell geschmeckt. Dann war wieder biken angesagt. Unser Local Guide ​ Axel, hat uns die nahe schöne Umgebung mit ein paar Trails gezeigt. Technikübungen haben wir auch zwischendurch immer wieder eingelegt. Sightseeing haben wir auch ein wenig gemacht, unter anderem haben wir uns das Kloster Benediktbeuren https://www.kloster-benediktbeuern.de/ angeschaut. Aber das Highlight der Tour, war der Besuch in Ottis Cafe Garten h ttp://www.ottis-cafe.de/ . Ich als Tortenliebhaber war im Paradies angekommen. Genug Kalorien hatte ich schon an dem Wochenende verbrannt, so das ich ohne schlechtes Gewissen, mehrere Tortenstücke essen konnte. Irgendwie hat das aber nicht dem Wettergott gefallen, so das wir die letzten 15km im strömenden Regen heimfahren mussten. So konnten wir uns aber die Dusche sparen, da ja noch einmal Yoga auf dem Programm stand. Nach ein und viertel Stunde kann wieder meine Lieblingsübung, Entspannen. Auf meiner Nachbarmatte wurde so sehr entspannt, dass ich ein lautes Schnarchen vernahm. Anscheinend ist das die perfekte Körper und Seelen Verschmelzung beim Yoga. Das dass Bier und Abendessen danach wieder sensationell geschmeckt haben, muss ich glaube nicht extra betonen. Sonntag Morgen, kurz vor halb sieben, schrillte der Wecker wieder, aber irgendetwas in mir sträubte sich aufzustehen. Der kleine Teufel im Kopf gewann und so sagte ich den anderen meine Teilnahme am Yoga ab. Beim gemeinsamen Frühstück, schwärmten sie, wie gut Daria die Session geleitet hatte und wieviel Spaß es wieder gemacht hat. Irgendwie schmeckte das Frühstück dann nicht mehr so gut und ein schlechtes Gefühl breitete sich bei mir aus. Dann stand unsere Abschluss Biketour auf dem Programm, 25 km sollten es nochmal werden. Diesmal ging es rund um Bad Tölz. Über einsame Wald und Forstwege sind wir hoch zur Kalvarienbergkirche https://de.wikipedia.org/wiki/Kalvarienberg_(Bad_Tölz) wo man einen schönen Blick auf Bad Tölz mit der Isar hat. Dann ging es runter, mit kleinen Sightseeing Einlagen, durch die Fußgängerpassage und Innenstadt, hoch auf dem Wackersberg. Wo wir dann über Trails durch die schöne Landschaft, wieder zu unserem Ausgangspunkt fuhren. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken mit Daria und Axel war das Hammer Aktiv Wochenende leider schon zu Ende. Bei soviel Programm war es nicht überraschend, dass die Zeit nur so dahin flog und man erstmal wieder daheim ein wenig runter kommen musste und zu realisieren wie viel schöne intensive Stunden man in den letzten 4 Tagen erlebt habt. Meinen besonderen Dank gilt Daria und Axel, dir mir und auch den anderen Teilnehmer ein Wochenende bescherten, woran man sehr gerne zurück denkt.

Heiko

Biken in Brennersgrün

Die MTB-Gruppe konnte das zu Pfingsten ausgefallene Trainingscamp in Brennersgrün (auf dem Hochplateau vom Thüringer Schiefergebirge) am ersten Oktober-Wochenende nachholen. Die Teilnehmer: Andreas, Ines, Heiko, Susanne, Astrid, Bill, Heike, Robert und Ronald. Andreas Talke hat einmal mehr sein Können in der Tourenplanung unter Beweis gestellt und drei wunderbare Routen um das Dörfchen am Rennsteig zusammengestellt.

Tour 1: 38km  und 820 Höhenmeter – mit knackigen Anstiegen, einer Wasserdurchfahrt (Tschirner Ködel), dem Titschendorfer Floßteich und der Napoleonslinde. Geplant mit komoot und von komoot als schwer eingestuft. Als Appetitmacher jedoch gut geeignet für die beiden weiteren Bike-Tage. Ohne Fahrrad ging´s in die Pizzeria nach Grumbach, den Energiespeicher für die Königsetappe am Samstag aufzufüllen.

Tour 2: 54 km und 1110 Höhenmeter – von Brennersgrün aus führte die Tour mit einem sägezahnartigen Streckenprofil durchs Gelände. Natürlich auch etliche Meter auf dem ehemaligen Kolonnenweg, schließlich war 3. Oktober und „Tag der Deutschen Einheit“. Trotz der üppigen Kilometer und Höhenmeter war es eine Genusstour: tolle Ausblicke ins Land, wurzelige Waldwege auch bergauf, ein paar Kilometer auf dem „Blauen Rennsteig“, jede Menge Pilze am Wegesrand und gemütliche Einkehr in Tettau (Klöße! Braten! Bier!).

Tour 3: 27 km und 550 Höhenmeter. Es sollte ein Sonntagsrunde werden – also ein bisschen gemütlich und nicht gar so viele Höhenmeter. Hat geklappt. Zwar pustete der Herbstwind die neun BikerInnen ganz schön durch, aber so ist das ja im Herbst. Rund um die Stadt Lehesten waren noch viele Spuren des einstigen Schieferabbaus zu finden: sehr lohnende Fotomotive! Ein Kettenklemmer hat die Gruppe zwischenzeitlich kurz aufgehalten, auf dem Weg zum finalen Anstieg zum wunderschönen Altvaterturm auf dem Wetzstein kam dann sogar noch die Sonne raus.

Ein effektives und wunderschönes MTB-Touren-Wochenende in der Thüringer Heimat, da kamen die Freunde der groben Stollen absolut auf ihre Kosten!

Fotos: Susanne, Heike, Heiko

Wandern und Klettern im Pinzgau – September 2020

Reiner hatte wieder einmal traditionell zur Wanderung diesmal im Pinzgau (Bezirk Zell am See) eingeladen. Vorgesehen waren 2 Hüttenübernachtungen im Steinernen Meer und 2 Übernachtungen im Tal.

Wir trafen uns am ersten Tag nachmittags bei sonnigem Wetter am Parkplatz Sandten.  Unsere Gruppe aus 9 berghungrigen Wanderern begann zügig mit dem Aufstieg von etwas mehr als 1.000 hm zum Riemannhaus, erfrischt von einsetzendem leichten Nieselregen.

Aufstieg zum Riemannhaus
das Riemannhaus (2.177 m)

Am nächsten Tag starteten wir bei kühler klarer Morgenluft zur Runde durch das Steinerne Meer. Steine, Sonne und später auch viel Grün begleiteten uns zum Funtensee am Kärlingerhaus. Hier wurden am 24. Dezember 2001 mit -45,9°C die bisher kälteste Temperatur Deutschlands gemessen. Der Kältepol Deutschlands empfing uns mit Sonne und 20°C im Schatten. Auf dem weiteren Weg sahen wir immer wieder Murmeltiere und es begegneten uns Schafe, die mit uns kuscheln wollten.

Auf dem Rückweg zum Riemannhaus zeigte uns Christoph, wie man aus 11 Jahre alten Wanderschuhen mit etwas Panzertape luftige modische Sommerklappschuhe gestalten kann.

Nach der Rückkehr zum Riemannhaus nutzten wir die schöne Abendsonne für einen kurzen sehr schönen Besuch des naheliegenden Sommersteins. Interessant, dass hier seit vielen Jahren ein rostiges Fahrrad auf halber Höhe hängt.

Am nächsten Tag war eine Audienz bei der Königin des Steinernen Meeres – der Schönfeldspitze (2.653 m) vorgesehen. Sie ist einer der schönsten Gipfel der Berchtesgadener Alpen.  Wir wählten die Route über die benachbarten kleineren Gipfel.

So ging es früh morgens in Wolken hinauf zum Schönegg (2.390 m) und bei zunehmend aufklarender Sicht weiter über den Wurmkopf (2.450 m).

Aufstieg zur Schönfeldspitze (2.653 m)

Nun zeigte sich die Königin bereits in ihrer imposanten Schönheit. Nach teils ausgesetzter Kletterei standen wir bei strahlendem Sonnenschein endlich oben auf dem Gipfel und hatten einen wunderbaren Rundumblick.

Vom markantesten Gipfelkreuz der Berchtesgadener Alpen, einer sehr großen Pietà mit leidender Maria, die ihren toten Sohn Jesus in den Armen hält, war leider nichts mehr zu sehen. Ein heftiges Gewitter hatte das tolle Kunstwerk Ende Juli beschädigt und die Reste wurden einen Tag zuvor mit Hubschraubern zur Reparatur abtransportiert.

Noch am selben Nachmittag nahmen wir mit dem Abstieg nach Maria Alm Abschied vom Steinernen Meer.

Der letzte Tag war unser Klettersteigtag. Die abschließende lange Tour führte uns 1.500 hm über die Peter Wiechenthaler Hütte auf das Persailhorn. Für den unmittelbaren Aufstieg wählten wir die schwierigere Nordroute, den Wildental-Klettersteig.

zum Persailhorn (2.347 m)

Nach 3 Stunden anstrengender Kletterei erreichten wir alle bei sommerlichen Temperaturen den Gipfel bzw. den unmittelbar vorgelagerten Absatz. Die Aussicht belohnte unsere Mühen, denn so langsam ging es an unsere Kraftreserven. Wir stiegen über den Südwand-Klettersteig ab und brauchten noch das restliche Tageslicht, um am Parkplatz im Tal anzukommen.

Ein spätes Abendessen beendete unsere sehr intensiven 3 1/2 Tage Wandern und Klettern im Pinzgau bei überwiegend schönstem Gebirgswetter. Vielen Dank an die beiden Organisatoren Reiner und Bernd.

Beitrag von Jörg und Ute
Bilder: Jörg, Ute Reiner

Traditionswochenende in der Waldschule 31.07.-02.08.

Auch in diesem Jahre ging es für ein paar MTB-Liebhaben zur Walschule nach Stützerbach.

Traditionell starteten wir am Freitagnachmittag in Erfurt und radelten die knapp 60 km zur Hütte. Die hohen Temperaturen und steilen Anstiege steigerten unsere Vorfreude auf ein kühles Bier, das uns auf der perfekt eingerichteten Hütte erwartete, ins Unermessliche. Ein erfrischendes Bad im Breitenbrunner Teich vitalisierte uns zusätzlich und machte uns wieder fit für einen tollen Grillabend am Lagerfeuer.

Neugierig darauf wie wohl die neue Werraquell-Hütte aussieht, führte uns die Samstagstour entlang des Rennsteiges in Richtung Osten. Auch Tradition ist der Trinius-Trail, den die Hartgesottenen unter uns sowohl hinauf wie auch hinunter gefahren sind. (Über die Anzahl der Schiebe- und Tragestellen wurde Stillschweigen vereinbart…)
Im Biergarten der neuen Werraquell-Hütte füllten wir unsere Energiespeicher mit gutem Essen und kühlen Getränken wieder auf. Die Hütte ist ein echter Tipp und ein gutes Zeichen dafür, dass Gastronomie auch in Thüringen funktionieren kann. Ein kurzer Abstecher zum Ochsenbacher Teich mit Badestopp sorgte für die dringend notwendige Abkühlung. Den Abend verbrachten wir wieder auf der Hütte mit selbstgekochter Spaghetti Bolognese und Lagerfeuer.

Das unbeständige Wetter mit Unwetterwarnung zwang uns am Sonntag zur direkten Heimreise. Auf dem Gera-Radweg ging es zurück nach Erfurt mit kurzem Stopp am Landhof Ziegenried in Dosdorf.
Kurz vor Erfurt platzte ein Regenguss hinunter, den wir glücklicherweise unter der Autobahnbrücke abpassten und mit Brückenbaukunde überbrückten.

Ein großes D A N K E S C H Ö N an Andreas & Ines und an die anderen Versorger und Verwöhner für die super tolle Organisation und Logistik, ohne die so ein Wochenende gar nicht möglich wäre.

Text: Susanne
Fotos: Heike. Heiko, Jörg und Susanne

Pfingsten am Oderwitzer Spitzberg als gute Alternative zu Tisa

Nach dem Lockdown nimmt das Vereinsleben Stück für Stück wieder Fahrt auf. Leider konnte auf Grund des Einreiseverbots nach Tschechien und der Kontaktbeschränkungen die diesjährige Pfingstfahrt nach Tisa nicht stattfinden. Chris fand zum Glück eine Alternative, so dass wir zwar im recht kleinen Kreis, aber immerhin mit insgesamt 5 Kindern/ Jugendlichen am Pfingstwochenende einen Ausflug unternehmen konnten. Die Reise ging in das Lausitzer Bergland. Da sämtliche Campingplätze überfüllt und ausgebucht waren, freute es uns sehr, dass Volker Heinrich uns Asyl auf seiner Wiese unterhalb des Oderwitzer Spitzberg gewährte. Der Oderwitzer Spitzberg ist ein wirklich hervorragendes Familienklettergebiet. Gleich am ersten Abend wurde der Berg erklimmt und natürlich die Feuerstelle eingeweiht. Am Grill erholten wir uns von der langen Anreise und ließen den Abend bei super Wetter und Sicht auf die Lausitzer Kegelberge ausklingen.

Am nächsten Morgen durften unsere Kleinsten Finn und Ylvie sich erstmal im Kinderklettergarten am Gipfel austoben und letzte Ängste in luftiger Höhe überwinden. Die drei Jugendlichen Marvin, Cedric und Yannick nutzten die Gelegenheit sich etwas warm zu klettern. Danach konnten sie sich im unteren Bereich des ehemaligen Steinbruchs auf sehr schönen bis zu über 40m langen Routen beweisen. Die Vielfalt der Routen ist perfekt und die Anlage wird mit viel Herzblut durch Volker Heinrich gepflegt und in Stand gehalten. Im Klettergebiet befinden sich auch zwei Klettersteige, welche sich hervorragend für kleinere Kinder eignet. Finn und Ylvie fanden großen Gefallen daran den Berg am Drahtseil zu erklimmen, während die Großen eifrig voran stürmten. Nach all der Anstrengung ließen wir es uns am Abend bei kühlem Getränk in der Spitzberg Baude gutgehen.

Auch am Sonntag wurde geklettert was das Zeug hielt. Chris erklärte uns allen ausdauernd alle Techniken, die zum Klettern und Abseilen am Berg benötigt wurden. Wir richteten uns im Basislager des Oderwitzer Spitzberg ein und verbrachten abermals den ganzen Tag an den Wänden. Marvin und Cedric kümmerten sich um das leibliche Wohl und bereiteten am Grill das Mittagessen zu. Die Kinder bekamen einfach nicht genug und bestiegen auch am Abschluss dieses Tages den schwierigen Klettersteig, um sich in der Baude die wohlverdiente Feierabend-Brause abzuholen.

Die Spannung auf den Kindertag am Pfingstmontag war groß. Die Kinder wollten unbedingt einen noch größeren Klettersteig bewältigen. Hierfür hatte Chris natürlich auch schon was Passendes herausgesucht. Die Reise ging nach Jonsdorf zum Klettersteig am Nonnenfelsen. So verließen wir nach dem Frühstück unser Campinglager vom Spitzberg und fuhren in das nur wenige Kilometer entfernte Jonsdorf. Erstmals stießen wir an diesem Wochenende auf zahlreiche Menschen. Das ließ uns nicht von unserem Vorhaben abbringen. Bei herrlichem Sonnenschein packten wir die Ausrüstung zusammen und gingen an den Einstieg zum Klettersteig. Mit einer Schwierigkeit von C/D kam etwas Skepsis auf, ob auch die Kleineren den Steig bewältigen konnten. Die Kinder waren dadurch nicht zu beirren. Mit einer extra Seilsicherung ging es über den nicht ganz einfachen Einstieg los. Im Team haben wird uns über die zahlreichen schweren Passagen gewagt und wurden mit super Ausblicken belohnt. Nach der 7m langen Hängebrücke und Überwindung eines 4m hohen Felsüberhangs konnten sich die Kinder stolz in das Gipfelbuch eintragen. Nach einer Einkehr im Gasthaus machten wir uns an den wunderschönen Abstieg zurück zum Ausgangspunkt und traten die Heimreise an.

So haben hoffentlich zahlreiche Vereinsmitglieder am Pfingstwochenende eine gute Alternative zu Tisa im Rahmen der Möglichkeiten gefunden und wir drücken die Daumen, dass nächstes Jahr die Tradition in Tisa fortgeführt werden kann.

Wendy Oswald

Alle Jahre wieder…

…fand die Weihnachtsfeier für alle Kindergruppen von erfurt-alpin e.V. in der Kletterhalle Nordwand statt.

Gemeinsam haben die Trainer ein buntes Programm rund ums Klettern für etwa 60 Kinder auf die Beine gestellt. Da gab es viel zu erleben, vom Balancieren auf der Highline über Tischbouldern bis zum Klettern mit Luftballon. Auch konnten sich alle beim Speedklettern messen oder die Strickleiter erklimmen. Und für die ganz Mutigen gab es die Möglichkeit, mithilfe einer Steigklemme am Seil aufzusteigen. Manch einer wollte auch einfach mal den Eltern und Geschwistern zeigen, was er im letzten Jahr alles gelernt hat. Da verging die Zeit wie im Fluge.

Zum Abschluss haben alle Kinder gemeinsam das obligatorische „Oh Tannenbaum“ gesungen und in einer actionreichen Teamaufgabe die Wichtelsäcke erbeutet. Danach wurde das Buffet, welches wieder reichhaltig von allen Eltern bestückt wurde, gestürmt.

Wir Trainer verabschieden uns hiermit für dieses Jahr von allen Kindern, wünschen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch. Im Januar starten wir in ein neues Jahr voller Kletterabenteuer.

Nadine Fuchs für das Trainerteam

Neue Mitgliedsbeiträge ab 2020

Liebe Mitglieder,
wie bereitskommuniziert, ändert sich gemäß dem Beschluss der Mitgliederversammlung 2019
https://www.erfurt-alpin.de/vereinsleben/von-der-jahresvollversammlung-2019/
die Beitragsgestaltung ab dem Jahr 2020.
Nachzulesen unter www.erfurt-alpin.de/mitgliedschaft

Am 02.01.20 ist der Gesamtbeitrag fällig und wird über euer Konto eingezogen.

Für Fragen steht die Mitgliederverwaltung ab 06.01.2020 unter
mitgliederverwaltung@erfurt-alpin.de
und in der Geschäftstelle, zu den bekannten Öffnungszeiten, zur Verfügung.

MTB und Wein im Oktober / 11.-13.10.2019

Es war unser erstes Wochenende als offizielle Alpenvereinsmitglieder und es war sooooo schön.
Nach Bildung von Fahrgemeinschaften ging es am Nachmittag Richtung Würzburg los, mit dem Ziel der Reiterhof Barthel in Wiesentheid. Für das leibliche Wohl zum Frühstück und am Abend hat jeder seinen Beitrag geleistet.
Am Sonnabend sind wir am Main und durch die Weinberge geradelt. Eine zünftig fränkische Brotzeit auf einem Weingut in Neuses am Berg bei Sonnenschein hat das Ganze perfekt gemacht. Wir waren eine lustige Truppe. Die Abende haben wir in geselliger Runde mit Billiard und Kicker in unserer Unterkunft ausklingen lassen.
Nachdem wir am Sonntag das Quartier verlassen hatten, war noch ein Abstecher nach Kitzingen geplant.
Gut gelaunt und entspannt ging es dann zurück nach Erfurt.
Danke liebe Heike für die super Organisation.
Wir freuen uns schon auf die nächste Tour mit euch.
Manuela & Gert

Offene Klettergruppe

startet wieder am 23.10.2019 !!!

Angebot für Neu- und Wiedereinsteiger…..

Jeden Mittwoch von 19:00 bis 21:00 Uhr in der Nordwand

Vom Sommer in den Winter (Stubaier Alpen) – 4. – 7. September 19

Eine kleine aber bissige Wandertour mit vielen Höhenmetern und einem abschließenden Klettersteig und Gipfel, so hatte Reiner die Tour mal wieder wunderbar geplant.
Trafen wir uns in Neustift im Stubaital noch in kurzen Hosen und bei strahlendem Sonnenschein, so versprachen uns sämtliche Wetter-Apps viel Abwechslung für die kommenden Tage.

Unser Aufstieg ging erst einmal auf die Sulzenauer Hütte (2.191m) hoch, wo uns auf der Sonnenterasse das Bier in der Abendsonne besonders gut schmeckte.

Sehr früh und mystisch neblig begann unser 2. Tag. Wie geplant „übersprangen“ wir gleich eine Etappe und liefen weiter bis zur Bremer Hütte (2.413m). Nach 7 Stunden straffer Wanderung bergauf und bergab, über das Simming Jöchl (2.764m), kamen wir auch wirklich noch vor dem ersten Regen an.

Am nächsten Morgen wussten wir, dass der Winter angekommen war – leichte Minusgrade und der erste Schnee. Eine Wanderung in den Höhenlagen war nicht mehr sinnvoll und wir wählten die Alternative: 1.000m Abstieg ins Nachbartal und dann wieder über 1.000m Aufstieg zur nächsten Hütte.

Nach vielen Stunden auf teilweise matschigen Pfaden, bei denen wir die Schafe mal freundlich zur Seite „schubsen“ mussten, und bei leichtem Regen kamen wir dann endlich an der Innsbrucker Hütte (2.369m) an.
Nachdem die Wolken noch einmal kurzzeitig die Sicht freigegeben hatten, setzte dann der angekündigte Schneeregen ein. Wir saßen im Trockenen und tranken Kaffee, Cappuccino oder Bier. Die Verpflegung auf den 3 Hütten war sehr gut.

Das war’s dann wohl mit unserem geplanten Abschlusstag – Klettersteig und Gipfelbesteigung …
Der Hüttenwirt riet uns allen von der Begehung des Klettersteigs ab.
Am nächsten Morgen ging es dann einen Tag früher als geplant zurück ins Tal.

Sonnenschein, Nebel, Regen, Schnee, gutes Essen, enge Lager und anstrengende Auf- und Abstiege, dazu eine prima Truppe – es war eine intensive abwechslungsreiche Tour unter guten Freunden.

Impressionen unserer Jubiläumsfeier am 28.09.2019

wie die Zeit vergeht. Immerhin habe ich 18 Jahre davon selbst miterlebt.
Schon verrückt wenn man mal ins Archiv schaut und Erlebnisse und Fotos noch mal Revue passieren lässt.
Wie soll man solch ein Ereignis würdig begehen?
Lange vor dem Ereignis hat sich der Vorstand Gedanken gemacht. Das ganze Jahr über hatten wir schon Veranstaltungen unter das Jubiläumsmotto gestellt. Logo geändert, T- Shirt und Werbematerial bestellt. Höhepunkt sollte die Festveranstaltung sein.
Am Nachmittag gab es Schnupperklettern und Spiele für Kinder, Neulinge und Interessenten und ein Kuchenbuffet. Mit der offizielle Begrüßung um 18:30 Uhr starteten wir dann in den Abend. Werner Hogenkamp moderierte den Abend, fand gute Worte zu Geschichte und Ereignisse der Sektion und würdigte die Arbeit unseres Voritzenden Chris Ulber.
Mit Live- Musik der Gruppe „CHILL OUT AREA“ begann der gemütliche Teil des Abends. Für das leibliche Wohl war mit Wildschweinbraten am offenen Feuer, Paella und durch den Getränkestand gesorgt.

Zu späterer Stunde wagten sich dann auch ein paar Tanzfreudige auf die Tanzfläche.

Ich fand es war ein schöner Abend , der den Anlass würdigte und vielleicht ein paar Gäste motiviert hat bei uns Mitglied zu werden.

Reiner Harnisch
Mitgliederverwaltung


Zuletzt geändert:

MTB-Technik-Kurs in Frauenwald 23.-25.08.2019

MTB-Technik-Kurs – wozu braucht man den eigentlich, Radfahren kann doch nicht so schwer sein…? 

Das fragen mich immer wieder Leute, die nichts mit Mountainbiken zu tun haben. Wer sich aber schon mal auf einem wurzeligen Trail mit Stufen und Spitzkehren verirrt hat, der lernt möglicherweise schnell seine Grenzen kennen. Wer wissen will, wie man sich sicher in schwierigem Gelände mit dem Bike bewegt, der war im Kurs mit Axel und Andreas genau richtig. 

Ort des Geschehens war Frauenwald in Thüringer Wald, der dortige Sportplatz war unsere Spielwiese.  

Das Können der Teilnehmer und deren Wünsche an unsere Trainer waren sehr unterschiedlich. Hinterrad-Versetzen stand allerdings bei allen ganz oben auf der Liste. Sieht ja schließlich auch cool aus, wenn man das draufhat.  
Bevor es aber soweit war, standen wir erst mal so rum, zumindest haben wir das versuchst… Balance ist nämlich eine der wichtigsten Fähigkeiten, die man beim Biken beherrschen sollte. So gab’s Übungen und nette Spielchen zum Thema: Fahren auf immer enger werdendem Raum, wer den Fuß auf den Rasen setzte, der war raus.  

Zweite Lektion: Grundhaltung auf dem Bike und die richtige Bremstechnik. Nach einiger Theorie und vielem Üben ging es dann auf Tour: Über Wurzeltrails zum Schneekopf. Nach kurzer Rast hielt Axel dort die nächste Überraschung für uns bereit: Kurventechnik.  
So verging der erste Tag. Wie man nun das Hinterrad hoch bekommt, war vielen allerdings immer noch unklar. 

Kurze Rast auf dem Scheekopf… „Kaputtgespielt!“

Am zweiten Tag konzentrierten wir uns nun endlich auf unsere Hinterräder oder besser gesagt auf uns und unsere Hüften. Die richtige Körperbewegung, das Aufrichten und das nach vorne bringen der Hüfte bewirkt dann theoretisch das Anheben des Hinterrades. Soweit so gut… Bei manchen hat das geklappt, bei mir nicht… .  
Zum Mittagessen radelten wir dann über den Rennsteig nach Masserberg. Nicht ganz ohne Grund wählte Andreas diese Richtung, denn an der Triniusbaude gibt es einen anspruchsvollen Wurzeltrail, den wir runter aber auch hinauf fahren sollten durften! Manche Stufen wählten wir zum Üben der neu erlernten Techniken. 
Nach Rückkehr in Frauenwald, ließen wir den Tag am Lagerfeuer ausklingen. 

Tag 3: Kurze Aufwärmrunde um Frauenwald herum… und dann wieder Sportplatz und Übungen. Axel und Andreas organisierten ein paar Holzpaletten, die wir nun mit der erlernten Technik „überfahren“ sollten. Es gab einige Hochstapler unter uns, die es nicht nur mit einer oder zwei Paletten aufnehmen wollten. Eine Videoanalyse hierbei zeigte uns, wie cool wir nun unsere Vorder- und Hinterräder anheben können… 😉 Auch bei mir hatte das nun endlich geklappt aber ich musste lernen, dass mein Timing noch nicht ganz passte, was heißt: Üben, Üben, Üben!  

(Wer mich nun also mal mit Bike und Schwimmnudel sehen sollte: Das mache ich nicht, um mir, wie die Großstädter, den Autoverkehr auf Abstand zu halten. Die Schwimmnudel soll vielmehr eine Wurzel simulieren, die ich natürlich im richtigen Moment überspringen will.) 

Mein Fazit galt wohl auch für alle anderen Teilnehmer, uns allen war klar: Ohne Üben wird’s nix. Darüber hinaus war es ein super tolles Wochenende, mit ganz viel neuem Input und vor allem Spaaaß. Immer wieder gerne mit unseren beiden Guides. 🙂 

Susanne Hoffmann 

Die Hinterrad-Versetzer
Lagerfeuerstimmung
Wo sind eigentlich die ganzen Schwimmnudel-Fotos geblieben???

Kletterfahrt in den Ith 10. & 11.08.2019

Anakonda am Krokodil

Endlich nach vielen Versuchen, wir sind im Ith, der kleine Höhenzug im Weser-Leine-Bergland nordwestlich von Göttingen. Vom legendären Zeltplatz im südlichen Ith geht es durch den Buchenwald in wenigen Minuten zu den Ithklippen. Der Abstieg am Krokodil ist schon mal beeindruckend, kommen wir doch direkt an der Anakona vorbei, eine steile Wandkletterei mit Bouldereinstieg im 7. Grad, in den 70er Jahren von unten erstbegangen. Ein Meilenstein in der Ith-Kletterhistorie und mit einer Strahlkraft bis nach  Thüringen an den Finkenstein, wo das Pendant zu finden ist. Den Klettertag verbrachten wir an der Wilhelm-Raabe-Klippe und dem Teufelstrichter mit vielen Genussrouten mit Löchern, Leisten und den berühmten Dächern. Die Felsqualität ist exzellent und steht auf einer Stufe mit den Topgebieten in Deutschland. Am Sonntag waren wir in Ith-Holzen, vorbei an der Drachenwand, der wohl imposanteste Sektor hier, kletterten wir an der Baumschulenwand mit großer Freude die besten Wege. Bei einem Eisbecher im Eiscafé in Eschershausen fanden wir den richtigen Abschluss für das Kletter-Wochenende. Der Campingplatz am Humboldtsee, etwas abseits der Kletterszene war der ideale Ausgangspunkt. Das Baden nach dem Klettern und die Pizza im kleinen Seerestaurant echt lecker.

Werner Bettermann

Klettern im Okertal am 22. & 23. Juni

Jetzt steht es auch in der aktuellen Kletterbravo „Klettern“ welches Kletterjuwel wir in der Nähe haben. Am 22./23.Juni waren wir wieder im Okertal bei Goslar. Am Samstag kletterten wir uns am Eschwegefels ein. Mit jedem Klettermeter gewöhnten wir uns immer besser an die Reibung des Granits und die Absicherung mit mobilen Sicherungsmitteln, Friends, Keile und Camelots wurden zu unseren „Freunden“. Anka kletterte an diesen vorher gelegten Sicherungen im Vorstieg, keine Zauberei, aber doch irgendwie anders. Die Übernachtung auf dem Campingplatz in Göttingerode war wieder ein guter Standort mit Brötchenservice, Kiosk, Gaststätte und Sauna. Zum Abendessen ging es wieder in die Pizzeria Marco Polo, hier steht Luigi am Pizzaofen und die Mama kocht Spaghetti Bolognese, der perfekte Ort zum Essen nach einem langen Klettertag. Birgit erkrankte leider am Sonntag und so ging es am Sonntag zu dritt zum „Schlafenden Löwen“. Was für ein phantastischer Granitklotz im Talgrund mit Kletterlinien wie aus dem Lehrbuch. Die Tradrouten „Ostwand“ und „Kamera-Pfeiler“ als Warm-up und dann die auch mit Bühlerhaken ausgerüstete „Hühnerstallkante“ und „Plastikrippe“ als krönenden Abschluss dieses Kletterwochenendes. Vielen Dank an Thomas für die herrlichen Fotos, wie immer hat er die gesamte Fotoausrüstung am Fels dabei. Dann also bis zum nächsten Mal im Okertal, wir kommen gerne wieder.

Werner Bettermann

Schatzsuche am Jubiläums-MTB-Wochenende

Die Mountainbiker hatten sich für das 20jährige Vereinsjubiläum wieder mal die Waldschule im Breiten Grund bei Stützerbach als Hauptquartier ausgesucht. Die Biker und ihre Sympathisanten (die aus Verletzungsgründen passen, aber nichts vom Flair im Wald verpassen wollten) waren ziemlich zahlreich: 14 Leute! Gemeinsam fahren, kochen, essen, schwatzen – für sowas ist dieser Ort gemacht. Die Tour zum Jubiläum sollte eine  besondere Herausforderung sein. Dafür hatten Jörg und Ute (die Geocache-Experten schlechthin) gesorgt: „auf Strecke“ gab´s eine Mischung aus Schnitzeljagd und Geocaching – entlang einer 36-km-Runde über Hirtenwiese, Kickelhahn, Herrmannstein, Manebach, Ilmenau mit dem opulenten Anstieg auf der alten Rodelbahn zur Bobhütte. Und überall waren für „Team blau“ und „Team rot“ Schätze in Form von Zahlenkombinationen versteckt: hinter Spinnweben an einer Wanderhütte, auf einem glitschigen Hochstand, im Sudoku-Rätsel oder oben auf einem uralten Baum!  Die Zahlen sollten am Ende für die große Überraschung da sein. Wer vorher noch nicht wusste, was ein Petling ist, war nun um Einiges schlauer…

Auf schönen Forst- und Waldwegen führte die Tour so ziemlich hoch und runter – der  Ochsenbacher Teich war eines der landschaftlichen Höhepunkte auf der Strecke. Ganz ohne einen Regenschauer ging´s dann doch nicht ab – auf den letzten Kilometern führten alle endlich ihre Regenkombi aus. Am Ende standen 1025 Höhenmeter auf dem Tacho – fährt man auch nicht alle Tage!

Dann das große Finale: eine mit Zahlenschlössern schwer gesicherte Schatztruhe ließ sich  nur gemeinsam und mit den gecachten Zahlen öffnen. Eine wunderbare Idee für eine Art von Gemeinsamkeit, wie sie sich in 20 Jahren Erfurt alpin entwickelt hat. Was war nun drin in der Kiste? Lasst es euch von den MTB-lern erzählen: Andreas (hat wieder alles mustergültig organisiert!), Reiner, Andrea, Ines, Susanne, Heike, Elvira, Bill, Astrid, Ute, Jörg, Britta, Carsten, Christoph.

Wanderung auf GutsMuths Spuren am 1. Mai 2019

Es war meine erste Veranstaltung, die ich für Erfurt-Alpin geplant hatte und so hoffte ich auf ein paar Anmeldungen für meine Tour. Meine Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen, denn auf dem Parkplatz am Bratwurststand in Reinhardsbrunn versammelten sich am 01.05.2019 Sage und Schreibe 19 Wanderfreunde.

Es kam mir ein bisschen so vor wie ein Schulausflug, nur dass inzwischen ein paar Tage ins Land gegangen waren, denn die Route führte entlang von Plätzen, die ich aus meiner Kindheit kenne.

Wir liefen zuerst von Reinhardsbrunn nach Schnepfenthal. Hier besuchten wir geschichtsträchtige Plätze, wie den historischen GutsMuths-Sportplatz und die Salzmannschule. Es lag mir Nahe ein bisschen über die beiden Pädagogen und Philanthropen zu erzählen, die einst von ca. 250 Jahren in Schnepfenthal eine Schule gründeten bzw. wesentlich dazu beigetragen haben, dass sich der Sportunterricht in den Schulen etablierte.

Ganz in der Nähe des historischen Sportplatzes, befindet sich die GutsMuths-Gedächtnishalle mit einer Außenanlage, auf der sich Nachbauten der Turngeräte (zum Benutzen!) und der sogenannte Zöglingshain befinden. Da wir alle recht sportbegeisterte Leute waren, verteilte sich die Gruppe sofort auf den Geräten und es wurde geturnt was das Zeug hielt: Balancieren auf dem Baumstamm, Schwingen am Reck und Barren, Kletterstange hoch und runter… Irgendwann waren die Arme schwer und so brachen wir wieder auf.

Unser Weg führte uns weiter vorbei am Waldfriedhof, den Grabstätten der beiden Philanthropen, zur nahegelegenen Salzmannschule, welche heute ein Spezial-Gymnasium für Sprachen ist.
Nach der kurzen Reise in die Vergangenheit von Schnepfenthal bogen wir wieder ab ins Grün des Thüringer Waldes und setzten unsere Wanderung auf idyllischen Wegen fort. Vorbei am Komstkochteich und der Kräuterwiese bis zum Schloss Tenneberg. Dort erwarteten uns schon die Wirtsleute des Schlosscafés. Im Schlosshof wurden wie herrlich verköstigt und nach ausgiebiger Rast traten wir den Rückweg an, vorbei an Bad Tabarz, mit herrlicher Aussicht auf den Ort und dem Inselsberg.

Blick zum Inselsberg am Gasthaus Deysingslust bei Bad Tabarz

Nach guten 6 Stunden und 15 km erreichten wir den Parkplatz in Reinhardsbrunn, dem Ausgangspunkt der Tour.

Danke an Petrus, der uns viel Sonnenschein bescherte, an das Schlosscafé für das tolle Essen und an all die gutgelaunten Teilnehmer. 

 

Es war schön mit euch. Sport frei!

 

Susanne Hoffmann

 

 

MTB-Trails mit Wartburgblick

Ein Sonntag im vermeintlichen MTB-Mekka Thüringens.

Zwischen Kälteeinbruch der letzten zwei Wochen und neu anrollender Hitzewelle, passten wir das perfekte Wetter für unsere MTB-Tour ab. Geplant war eine Runde in den Eisenacher Wäldern, denn dort gibt es einige echt nette Trails.

Gegen 10:30 starteten wir nahe des Bahnhofes, bei fast frischen Temperaturen. Der erste steilere Anstieg hoch zum Burschenschaftsdenkmal ließ uns aber recht schnell auf Betriebstemperatur kommen. Kurzer Fotostopp mit Blick zur Wartburg und auf das Südviertel und ab ging es auf den ersten Singletrail. Vorbei an der Mosbacher Linde erreichten wir das gleichnamige Dorf. Der nächste Anstieg ließ nicht lange auf sich warten. Über (leider vom Forst zerfahrene) Wege kämpften wir uns hinauf zum Alexanderturm, ein Aussichtsturm in der Nähe von Ruhla. Noch ein paar Stufen zu Fuß und schon konnten wir eine grandiose Aussicht genießen: Den Inselsberg im Osten und den „Kalimanscharo“ im Westen und dazwischen war wieder die Wartburg zu sehen.

auf dem Alexanderturm

Es war mittleiweile Mittagszeit und Hunger kam auf, also rollten wir hinab zum Hubertushaus. Nach unserer Rast ging es über den Rennsteig zurück in Richtung Eisenach. Kurz vor der Hohen Sonne bogen wir rechts ab, denn dort befindet ein toller Flowtrail. Er verläuft parallel zur B19 und endet im Mariental am Eingang zur Drachenschlucht.

Um noch ein paar Höhenmeter drauf zu legen, entschieden wir noch einmal hoch zur Hohen Sonne zu fahren. Oben angekommen noch ein kurzer Fotostopp mit Wartburgblick bevor wir uns auf den Roller-Coaster Trail wagten, dem Highlight unserer Tour.

Wartburgblick


Man muss schon wissen wie man den Trail findet, denn er ist etwas versteckt. Dort waren wir auch endlich unter uns, keine Wanderer oder andere MTBler, nur eine Rehfamilie mit Kitz kreuzten plötzlich unseren Weg. Im Roller-Coaster ging es in Rinnen immer wieder hoch und runter. Bei manchen brauchte man schon etwas Mut, um es einfach rollen zu lassen aber zur Not schiebt man einfach und beim nächsten Mal traut man sich dann ganz bestimmt…

Nach dieser aufregenden Abfahrt wurde jedoch mein Vorschlag noch einen Umweg mit Schiebepassage zu machen abgelegt …  😉 Und so peilten wir direkt das Eiscafé am Eisenacher Marktplatz an, dort gab es zwar komischerweise keine Eisbecher mehr aber das sollte uns nicht unsere Gute Laune vermiesen nach dieser tollen Tour.

Es waren zwar nur ca. 35 km aber dafür beachtlich 830 hm.
https://www.komoot.de/tour/80534196

Susanne Hoffmann

Gletschertour auf den Dome de Neige des Ecrins, den südlichsten 4000’er der Alpen

Für jemanden, der in vielen Bereichen sportlich aktiv war und ist, der als Kind jedoch nie gern gewandert und auch jetzt bevorzugt mit jedweder Art von Fahrrad unterwegs ist, kam die Anfrage eines Erfurter Alpinen „ob ich Lust hätte, an einer hochalpinen Gletschertour teilzunehmen“ sehr überraschend. Ich fühlte mich geehrt und war sehr neugierig auf diese unbekannte Herausforderung. Ich sagte sofort zu, erst dann beschäftigte ich mich mit dem, was da auf mich zukommen würde. Als „Greenhorn“ wurde ich erst einmal Mitglied im Alpenverein und nahm dann an zwei „Weiterbildungen“ an der Nordwand teil. Zunächst  allgemeines Klettern und Materialkunde (mein letztes Klettererlebnis lag viele Jahre zurück), kurz vor der Tour dann noch eine Einführung in die Spaltenrettung.

Dann war es soweit. In 2 Etappen ging es bis nach Ailefroide, bzw. zum nochmals höher gelegenen Parkplatz an der Hütte Madame Carle. Die meisten unserer 12-köpfigen Gruppe waren schon einige Tage in den Alpen unterwegs und hatten somit Zeit sich in der Höhe zu akklimatisieren. Nach erneutem Materialcheck ging es los. Voll bepackt, „kurz, kurz“, bei bestem Sonnenschein, nahmen wir (davon vier im Berg „Unerfahrene“) die ca. 750 Hm zu unserem ersten Ziel in Angriff. Reichlich 2 Stunden später kamen wir am Refuge de Glacier de Blanc an. Wir genossen die Sonne, nahmen später ein einfaches, aber reichhaltiges Abendessen zu uns und zogen uns in den spartanischen Schlafsaal zurück.

Am nächsten Morgen, nach einfachem Frühstück, erfolgte ca. 05:00 Uhr der Start Richtung Gletscher (Glacier blanc). Als Eingehberg wählten wir den 3364m hohen Pic du Glacier d’Arsine. Nach einer felsigen Passage kamen dann die Steigeisen zum Einsatz. Auf dem Gipfel gönnten wir uns eine Pause mit kleiner Stärkung, Götz filmte uns inmitten dieser phantastischen Berglandschaft mit seiner Drohne.  Zurück auf dem Gletscher steuerten wir unsere zweite Unterkunft, das Refuge des Ecrins an. So früh am Tag (ca. 14:00 Uhr) genossen wir bei Fachsimpeleien das eine oder andere Gläschen Rotwein, bevor, erneut nach einem „3 Gang Menü“, schon gegen 20:00 Uhr die Nachtruhe begann.

Kurze Zeit später, um 02:15 Uhr wurden wir geweckt, versuchten beim etwas chaotisch ablaufenden Frühstück etwas abzubekommen und starteten unsere Tour zum Dome de Neige des Ecrins. Mit Stirnlampen, immer den imposanten Berg und andere Seilschaften vor Augen, begannen wir den Aufstieg. Zunächst moderat auf dem Gletscher, dann sehr steil, teilweise eisig und mit bis zu 45° Steigung schlängelten wir uns nach oben und genossen den phänomenalen Sonnenaufgang. Fast die gesamte Gruppe erreichte den Gipfel. Nach einem Gruppenphoto und dem ausgiebigen Genießen der traumhaften Aussicht machten wir uns auf den Rückweg. Tobias und Götz erkletterten zuvor noch den 4102m hohen felsigen Barre des Ecrins und kamen später nach. Den Abstieg begannen wir gegen 08:30 Uhr, dieser war bei schon zunehmend sulzigem Schnee nicht ganz einfach. Ein, zwei unspektakuläre Ausrutscher ins Seil und etwas mehr Zeit als erwartet und wir hatten die steilen Passagen überwunden und machten uns auf den weiteren Weg abwärts. Eigentlich war dieser nur bis zur unteren Hütte (Refuge de Glacier de Blanc) geplant, zu den Autos sollte es am folgenden Morgen gehen. Da es aber noch „früh am Tag“ war (13:00 Uhr), die Hütte bei schönster Sonne voller Menschen war und uns weder die schmalen Betten noch der unfreundliche Wirt so richtig einluden zu bleiben, beschlossen wir, den Abstieg bis zum Parkplatz fortzusetzen. Zunächst ließen wir uns jedoch noch den Geburtstagskuchen (Dank an Micha) schmecken. Insgesamt ging es an diesem Tag ca. 2300 Höhenmeter bergab (für Tobias und Götz ca. 2400m).

Es war eine sehr schöne Tour, alle kamen gesund aber müde zurück. Wir fuhren noch am selben Tag los, ein Teil blieb noch eine Nacht und machten sich dann auf den Heimweg. Meine Beine meldeten sich noch Tage später, die Blasen an meinen Fersen benötigten noch länger, um abzuheilen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dies nicht meine letzte Tour dieser Art gewesen sein wird. Vielen Dank an Michael Klimas für die Organisation und für die mehrtägige Betreuung mit vielen Tipps und hilfreicher Unterstützung an die erfahrenen „Gipfelstürmer“.

Christian Geßner

Kletterfahrt ins Frankenjura 27./28. April 2019

…da brodelte es ordentlich in der „Hexenküche“, unserem diesjährigem Ziel im Frankenjura, aber leider nicht durch unsere Kletteraktivitäten. Nach zwei warm up-Routen wollten wir gerade so richtig loslegen, da kannten die Regenwolken kein Erbarmen und überzogen den Fels mit dem kühlen Naß. Mittlerweile wurde dann auch unser Clipstick von der anwesenden holländischen Kletterergruppe (das waren mindestens zwei Busse voll) zur freien Benutzung auserkoren (man kann ja mal vorher fragen), achso sie hatten auch alle weiße Bergsteigerhelme auf, wie damals im Ith, wo sie ganze Felsgruppen mit ihren „een touw“ Rufen in Beschlag nahmen, viele Dinge wiederholen sich halt im Leben mehrmals.

Aber nicht das ihr jetzt denkt ich würde die Holländer nicht mögen, ganz im Gegenteil und die Farbe „weiß“ ist ja auch neutral und ist die Farbe von Frieden.  Dank des überhängenden Bouldersektors blieben wir und unser Material trocken und nach dem Schauer verbrachten wir erstmal einige Zeit in Olafs Wohnmobil, wo wir genügend Zeit hatten uns alle Ausstattungsdetails erklären und zeigen zu lassen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, aber ein Regenschauer löste den anderen ab und so ging es frühzeitig zum Gasthof „Drei Linden“ in Bärnfels zum ersten schnellen Bier.

Leider regnete es die ganze Nacht immer mal wieder und beim Frühstück prasselte der Regen auf  die Fensterbänke, Camping ist halt nicht immer die bessere Option, vielen Dank an die Wirtleute für den schönen Abend und das gute Essen. Die Ersten überkam bereits das Heimweh und die Vorfreude auf den zu Hause liegengebliebenen Abwasch, aber Birgit und ich fuhren ein Stück in das Wiesental und wanderten ohne Regen auf das Walberla, geologisch ein Zeugenberg am Rand der Fränkischen Alb. Mit seinen zwei Gipfeln über 500 m übrigens auf ein beliebter Startplatz für Gleitschirmflieger und klettern kann man am Sektor „Rodenstein“ auch noch prima, aber Vorsicht, die Kletterschwierigkeit der gewählten Routen sollte schon beherrscht werden, die Absicherung ist eher großzügig, wurde doch hier der sechste Grad in den 60ern und siebte Grad in den 70er Jahren frei geklettert.

Ein einheimischer Kletterer soll mal gesagt haben es gibt im Frankenjura nur zwei Tage im Jahr an denen man überhaupt aufgrund der Witterungsbedingungen nicht klettern könne und dieser Zuversicht ging es weiter zum „Steinfelder Wändchen“ am Rande des Maintals.

Bei herrlichem Sonnenschein erlebten wir einen schönen Kletternachmittag mit löchrigem Kalk an dem kleinen Wändchen mit seinen boulderartigen Routen.

Vertrauen und Hoffnung sind halt ein guter Wegbegleiter in allen Lebenslagen.

Werner Bettermann

Reisebericht, mit dem Kanadier über die Mecklenburger Kleinseeplatte

Am 30.05., Himmelfahrt, trafen wir uns vormittags am Bootsverleih auf dem Gelände des Campingplatzes „Camp Pälitzsee“.
Für sieben Personen waren hier zwei 3er und ein 4er Kanadier reserviert. Mit der Campingausrüstung in wasserdichten Säcken und einigen kleinen Tonnen ging es zunächst über den Canower See, den Labussee und die Diemitzer Schleuse zum Zeltplatz „Fleether Mühle“. Hier wurden die Boote an Land abgelegt und die Zelte für die Nacht aufgebaut. An diesen Ort haben alle mit den örtlichen Gnitzen, kleine mückenähnliche Tierchen, die auch unschöne und juckende Stiche zurücklassen können, Bekanntschaft gemacht. Abends gab es im angrenzenden Biergarten ein großes Lagerfeuer und Livemusik.

Am nächsten Morgen ging es, nach einem leckeren Frühstück mit Rührei und frischen Brötchen, weiter über den motorbootfreien Rätzsee und durch das schöne Drosedower Beck zum Gobenowsee. Hier beim Campingplatz am Gobenowsee machten wir eine ausgiebige Mittagspause, bevor es weiter zum Klenzsee mit einem kurzen Abstecher zum Heegesee ging. Weiter ging es dann zum Kanuhof Wustrow, unserem Etappenziel für diesen Tag.

Bei einer Zusammenkunft in einer kleinen Hütte stimmte die Gruppe den weiteren Tourenverlauf ab. Wir entschieden uns, um den zu erwartenden vielen Paddler in der Schwaanhavel aus dem Weg zu gehen, am folgenden Morgen die Zelte stehen zu lassen und gegen 8 Uhr über den Plätlinsee zur Schwaanhavel aufzubrechen und an der vielbefahrenen Havel umzukehren. Am selben Abend wurde die Gruppe noch um zwei weitere Personen verstärkt und die Boote am anderen Ufer schon bereitgelegt.

Am nächsten Morgen stachen wir pünktlich See und genossen die friedliche Ruhe und unser Frühstück auf dem Boot. In der Schwaanhavel waren wir schließlich fast die ersten und konnten so diese einzigartige Stimmung ohne „störende“ Paddler genießen. Am frühen Nachmittag waren wir zurück und freuten uns auf das späte Mittagessen in einem der besten Fischrestaurants der Region.

Der letzte Tag unsere Reise brachte uns über das Dollbeck zurück zum Labussee. Große Seerosenwiesen säumten dabei unseren Weg und am Ende lud uns eine herrliche Badestelle zum Baden und Verweilen ein. Vor den letzten Kilometern kehrten wir in dem Fischimbiss an der Schleuse Canow ein, um uns noch einmal zu stärken. Ohne nasse Füße und mit vielen schönen Erinnerungen geht diese Tour zu Ende.

Robert

Molvenosee – MTB-Ostern 2019

Oster mit Erfurt Alpin…
Eigentlich ist der traditionelle Kletterurlaub in Frankreich schon fast Pflicht aber nein, nicht in diesem Jahr, nicht für 5 MTB-Liebhaber.

Maltatal? Klingt verlockend aber das hatten schon andere vor.

Was bleibt dann noch? Italien? Warum nicht, da gibt’s Pizza, Wein und Sonnenschein!

Die Wahl nach dem perfekten Urlaubsort fiel dann allerdings schwer:
Comer See, Gardasee oder mal was ganz neues: Molveno?
Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns fast einstimmig für letzteres.

Tja, was ist über Molveno zu sagen:
Molveno liegt ca. 30 km nordöstlich vom Gardasee auf ca. 860 m ü.NN. Der See auf der einen und die Brenta auf der anderen Seite bieten eine imposante Kulisse.
Molveno ist Winter- und Sommerurlaubgebiet aber eben nichts für dazwischen… Demzufolge erwartete uns ein fast ausgestorbener Ort, in dem theoretisch nur eine Pizzeria offen hatte, sie es jedoch nicht war, wenn wir es brauchten. Also was soll‘s, wir hatten uns und unsere FEWO mit italienischer Küche, in der man mit etwas Improvisation kochen und sogar backen konnte.

Im Laufe der Woche und mit Heranrücken des Osterfestes erwachte der Ort allmählich aus seinem Zwischensaison-Schlaf. Immer mehr Touristen kamen, Restaurants und Hotels öffneten. Endlich Gelegenheit die Pizzeria aufzusuchen aber die war, man mag es kaum glauben, ausgebucht. Unsere erste Pizza gab’s dann, heiß ersehnt auf einem Ausflug nach Arco.

Das Mountainbiken im diesem Gebiet ist schon recht anspruchsvoll. Auf den Touren sammelt man schnell Höhenmeter, die man teilweise über steile Rampen überwinden muss. Ein paar moderate Touren waren jedoch für uns machbar. Am Osterwochenende öffnete sogar die erste Seilbahn, die zum Paganella-Bikepark gehört. Kurz vor der Abreise nutzen wir den Luxus des bequemen Uphills und rasanten Downhills auf den angelegten Trails.

Wenn es uns in Molveno mal zu kalt war, dann flüchteten wir zum Gardasee. Mal mit dem MTB, mal mit Helm und Klettergurt im Gepäck. Wir radelten inkl. Bonushöhenmetern auf der Ponalestraße zum Ledrosee und kletterten auf dem Via dell’Amicizia und dem Via Ferrats Colodri hinauf zu tollen Aussichtspunkten. In Riva gab’s Eis, Aperol Spritz und echtes Urlaubsfeeling zwischen Touristenmassen.

Unser Fazit:
Es war jetzt nicht der perfekte Urlaub. Beim nächsten Mal wird’s was zwischen der Verschlafenheit Molvenos und dem touristischen Gewusel Rivas.
Dennoch, tolle Touren in imposanter Umgebung, gemütliche Koch- und Spieleabende glichen so manche Unannehmlichkeit aus.

Frohe Ostern…

Text: Susanne Hoffmann
Fotos: Heike, Heiko und Susanne

Maltatal – Ostern 2019

 

2 Dinge voraus.

        1. Das Maltatal liegt nicht etwa auf einer Insel im Mittelmeer und

       

       

 

 

        1. ja man kann zu Ostern auch außerhalb von Südfrankreich Klettern, Biken, Wandern und tolle Natur erleben!

       

       

 

 

Im südöstlichsten Winkel der Hohen Tauern liegt das Maltatal, in Österreich! Das Tal liegt fernab von Hektik und Verkehrslärm und selbst zu Ostern trifft man nur vereinzelt auf Touristen. Auf Grund seiner zahlreichen Wasserfälle von bis zu über 200m Höhe wird es auch das „Tal der stürzenden Wasser“ genannt. Die umliegenden schnee-bedeckten Dreitausender – die Hochalmspitze (3.360m) thront als krönender Abschluss am Talende – betonen das hochalpine Ambiente und stehen im Kontrast zum südlichen Flair dieses wunderschönen Tals. Das Gute liegt manchmal näher als man denkt. Die Vorteile liegen auf der Hand, kurze Anreise, man spricht annährend deutsch, im Restaurant kann man die Speisekarte lesen und auf dem Teller landet das Erwartete. Das Gösser Bier und die vorzüglichen Desserts tun ihr Übriges…

Aber wir waren ja nicht nur zum Essen, Trinken und Schauen hier!

Die Klettermöglichkeiten sind vielfältig und zahlreich und reichen vom 2-Zug Boulderproblem über Sportkletterrouten bis zu Plaisir-Mehrseillängenrouten. Außerdem kann man auf die umliegenden Dreitausender über Gletscher und Grate ansteigen. Interessant wird jegliche Kletterei durch den im Tal vorherrschenden Gneis, welcher an jedem Felsen in unterschiedlicher Struktur anzutreffen ist. Eine gute Fußtechnik wird in fast allen Routen abverlangt und erweitert so manchen kalkverwöhnten Kletteraspiranten den klettertechnischen Horizont.

Zusätzlich zum vielfältigen Kletterangebot kann man im Tal  und der näheren Umgebung auch hervorragend Mountainbiken und natürlich Wandern / Kraxeln bis auf besagte 3000-er. Kultur- und Kunstliebhaber ist die kleine  „Künstlerstadt“ Gmünd mit schöner Altstadt und alter Burg zu empfehlen.

Ein Abstecher lohnt sich in jedem Fall!

Peter Bodenstein

Facts: https://maltatal.rocks/

Unterkunft: https://www.camping-maltatal.at/de/

Jubiläumsaktion

im Rahmen unseres Jubiläumsjahres, bieten wir den Sektionsmitgliedern die Möglichkeit neu gestaltete Funktionsjacken und T- Shirts mit Erfurt Alpin- Logo zu erwerben.

T- Shirt

Konfektionsgrößen/Farbe Frauen:
S, M, L, in jeweils  den Farben, Daisy Yellow/ Green Flash/ Pink

Konfektionsgrößen/Farben Männer:
S, M,L, XL, XXL, in jeweils den Farben,  Daisy Yellow/ Green Flash/ Hawai Blue

Preis pro Shirt 9,- €
Jacke

  

Konfektionsgrößen/Farbe Frauen:
S, M, L in Farbe,  Navy Royal

Konfektionsgrößen/Farben Männer:
S, M,L, XL XXL in Farbe,  Navy Royal

Preis pro Jacke 45,- €

Muster der jeweiligen Größen können in der Geschäftsstelle zu den bekannten Öffnungszeiten besichtigt und anprobiert werden.

Bestellungen nehmen wir auch unter kontakt@erfurt-alpin.de ,  Kennwort „Jubiläumsaktion“ entgegen.

Wir bitten Interessenten bis zum 31.05.2019 ihre Bestellung aufzugeben.

 

 

Gemeinschaftstour Pizzinihütte (Tourenski und Schneeschuhtour)

Gemeinschaftstour Pizzinihütte
(Tourenski und Schneeschuhtour)

Mi 27. – So 31. März 2019

dabei waren:

Chris Ulber und seine Beate, Ronald Uxa, Wolfhard Möller, Bill+Astrid Küffner, Mischa Klimas, Bodo und Kathrin, Ralf und Sohn Yannick, Silke Wollschläger, Olaf Rott, Andreas und Paul Pfeifer, Matthias Schodlock, Michael Siebert, Sabine und Frank Henkel.

Es ging mal wieder auf relativ große Tour. Die Pizzinihütte südlich von Königsspitze / Cevedale stand auf dem Programm. Im baumlosen Hochtal auf 2700 m Höhe. Dahin war’s weit: 9 h Auto inklusive Bahnverladung Vereinatunnel und endlose Spitzkehren; gedanklich schon mal Wedeln üben; noch durch Livigno und „Borneo“ … und ab Parkplatz Speicher Forni ging’s per Ski frostig hinauf in die Dämmerung.

Hallo Königsspitze!

 

Aber erstmal Nase zu und durch …
die Skischuhausstellung im Keller, wo auch die Felltrocknung Platz hat.
Chris hatte bei Claudio Zimmer reserviert: je 4-6 Leute in Betten; Schnarcher aufteilen. Essen war reichlich und für alle ca. 100 Bewohner gleich und mit Nachschlag. Die Bierpreise waren zwar nicht böhmisch aber absolut vertretbar.  Und Sauna gab‘s.

Am Donnerstag gings auf erste Touren in die hochalpine Umgebung. Südlicher und nördlicher Zebrupass + Gipfel, max. 3100 m; Schnaufschnauf, die Flachland-Lunge hat zu tun (für die Normalos unter uns, die Geübten lächelten weise und stiegen weiter).
Rechts: herrliche Gratverwehungen knapp unterm Himmel.

Die nächsten Tage bringen für die Meisten den herrlichen Aufstieg zum Cevedale auf 3.769 m. Unter Gletscherbrüchen geht’s zum Gipfeltreff – mit vielen anderen, weil oben Routen aus 4 Tälern zusammentreffen. Gipfelausblick und Abfahrt lohnen den Aufstieg.
Motto dieser Tage: Winter.Sonne.Pasta.Basta.

Gipfelblick vom Cevedale

Links Königsspitze und rechts Ortler im feinsten Winterkleid. Die Königsspitze war sehr gut besucht – bei Lawinenwarnung 0 und stabiler Wetterlage. Vom 42° steilen Hang kann man übrigens mit 152 km/h runterfahrn – wer will (siehe Skiweltrekord Königsspitze)

Impressionen vom Gletscherbruch unterm Cevedale; Die Steilflächen sind vom Schnee freigeblasen und glänzen in der Sonne. Viel Schnee liegt nicht – wie wird’s wohl im Sommer aussehen?

Oben angekommen die Einen … (stellvertretend für alle, die oben waren

… immer auf der Suche nach was Essbarem die anderen …

Gute Laune im Fanlager… (immer gut, wenn die Frauen glücklich sind), hier mal Dank an Aperol Sprizzz.
(die Männer hatten natürlich auch beste Laune… bei Kräutertee; zeigen wir andermal)

… und jetzt nochmal alle.

Abschließend nochmal Danke an Chris, der die Tour organisiert hat einschl. allem Telefon- und Papierkram und Ulberbus(sen).

Auf ein Neues bis …

Tour-Organsatör: Chris Ulber
Text und Foddos: Bodo (wolf.gutendorf@web.de)

Bildung 2.0 – Meteora

Meteora – spirituelles Kieseltreten zwischen orthodoxem Glockengeläut und sächsischen Hakenabständen

Johannes am Traumpfeiler (5+)

Ich hätte nie gedacht, dass eine 5+ doch so unangenehm werden könnte. Der letzte Haken ist schon längst überklettert und der nächste ist noch nicht einmal in Sicht. Die Füße stehen immer nur auf kleinen aus der Wand stehenden Kieseln, die gefühlt auch leicht herausbrechen könnten.

Irgendwann kommt dann doch noch ein alter Haken, der sich zwischen den vielen Kieseln perfekt getarnt hat und man kann die malerische Umgebung genießen. Vom Nachbarfelsen weht der Wind ein leises Glockengeläut vorbei und unten sieht man die Ziegen friedlich grasen. Irgendwo bellt ein Hund. Außer uns ist niemand anderer am 250 Meter hohen “Traumpfeiler”.

Nach fünf langen wunderschönen Seillängen und durchschnittlich allen acht Metern einem Haken erreichen wir den Gipfel und sehen gerade noch den Sonnenuntergang. Die Suche nach der Abseile stellt dann das nächste Problem dar. Doch im Lichte der Kopflampen kommen wir schließlich unten mitten in einem kleinen orthodoxem Heiligtum an.

Für die nächsten Tage suchen wir uns Routen mit etwas näheren Hakenabständen raus. So klettert sich die beeindruckende leicht überhängende Route “Action Direct” (8-, 250m) oder Danae (7-, 120m) deutlich leichter als die 5+ vom Vortag.
Am letzten Tag bestiegen wir die zwar nicht ganz so hohe, aber von der Gestalt beeindruckende Spindel noch auf zwei Wegen. Mit ihren 40 Metern Höhe geht sie zwar fast unter zwischen den umliegenden Felsen, doch sollte ihre Besteigung keinesfalls fehlen.

Die markante Spindel

Routentypen:
Die Routen sind in der Regel plattige oder senkrechte Wandklettereien und Verschneidungen an größeren und kleineren Kieseln. Die schwereren Routen sind auch teilweise überhängend. In dem Labyrinth der Türme soll es über 700 Mehrseillängen geben und noch viel mehr Potential ist vorhanden. Häufig ist bisher nur eine Route pro Wand erschlossen.

Felsen:
Die Türme bestehen aus Konglomeratgestein. In den häufig begangenen Routen sind schon alle losen Steine herausgebrochen und das was noch da ist, ist sehr fest. Nicht so häufig begangene Routen sind teilweise stark bemoost oder mit Flechten bewachsen. Überall muss man am Ende wieder abseilen.

Absicherung:
Die alten Klassiker sind mit weiten Hakenabständen bestückt. Die Haken und Ringe sind aber in der Regel in einem guten Zustand. Teilweise können auch Keile oder Friends gelegt werden. Größere Kiesel können mit Schlingen abgebunden werden. Die neueren schwereren Routen sind teilweise plaisiermäßig eingerichtet (z.B. Action Direct). Die Abseilen sind alle perfekt mit neuen Ringen ausgestattet.

Ausrüstung:
In der Regel reichen zehn Expressschlingen und ein paar Schlingen. Manchmal sind Keile oder Friends hilfreich und in seltenen Fällen notwendig (z.B. Wahnsinnsverschneidung).
Ein 70 Meter Einfachseil war bei uns immer ausreichend. Mit zwei Halbseilen gestaltet sich das Abseilen jedoch deutlich zeitsparender.

Zustieg:
Der Beginn der Zustiege ist in der Regel der Ort Kastraki bei Kalambaka. Von dort läuft man zwischen einer Viertelstunde und einer Dreiviertelstunde zu den Einstiegen durch teils dichten Wald.

Übernachtung:
In Kastraki befinden sich mehrere Campingplätze. Wir waren im Camp Vrachos. Dieser bietet eine gute Außenküche mit Gas, warmes Wasser und Kletterführer zum Ausleihen. In Kastraki und Kalambaka befinden sich auch viele Zimmer, die Vermietet werden.

Einkaufen:
In Kastraki befinden sich zwei kleine Einkaufsläden und sehr gute Bäcker. Wenn man größer einkaufen möchte, muss man zwei Kilometer nach Kalambaka laufen.

Anfahrt:
Mit dem Flugzeug nach Athen oder Thessaloniki und dann mit dem Zug, Bus oder Mietauto nach Kalambaka. Züge sind in der Regel günstiger als Busse.

Literatur:
Eine grobe Übersicht gibt die Website: http://db-sandsteinklettern.gipfelbuch.de/gebiet.php?gebietid=16
Für nähere Infos gibt es mehrere Kletterführer, die man auch manchmal ausleihen kann.

Blick vom Heilig-Geist-Felsen

Johannes, Hans

Bildung 2.0 – Gijpe Albanien

Gijpe – Zwischen den Felsen und dem Meer – klettern in einer malerischen Bucht im Süden Albaniens

Eine kleine Bucht mit warmen Meer, reifen Mandarinenbäumen, einer imposante Schlucht, keiner Straßenverbindung und Felsen direkt hinter den Zelten … ein Kletterparadies in Albanien? Dies versprach zumindest ein kleiner Artikel in einer Kletterzeitschrift über dieses neue Gebiet. Da es direkt auf unserer Route in den Süden lag und wir noch nichts über Klettergebiete in Albanien gehört hatten, die mehr als zehn Routen umfassten, stand schnell der Beschluss fest, diesen Bericht zu überprüfen. So stiegen wir auf dem quirligen Busbahnhof in Tirana in einen Bus in Richtung Süden. Wie genau wir das Gebiet erreichen sollten, wussten wir da noch nicht. Der Bus fuhr nur in eine Zehn Kilometer entfernte Kleinstadt. Im Endeffekt war dies dann doch gar kein Problem. Wir fragten den Busfahrer, ob er uns an einem winzigen Dorf an der Küstenstraße rauslassen könne. So hielten wir am späten Abend gefühlt mitten im Nichts und konnten gemütlich die letzten zwei Kilometer zur Bucht laufen. Sofort waren wir beeindruckt von der Szenerie und testeten gleich im Scheine der Kopflampen die ersten Routen direkt am Strand. Doch unterschätzten wir die Brandung und das Seilende wurde einmal von einer Welle überspült. Auch sind die Felsen durch das Salzwasser sehr glatt und die fünf Jahre alten Bohrhaken sahen schon recht mitgenommen aus.

Am nächsten Morgen eröffnete sich im Tageslicht das Panorama der Schlucht und wir erkundeten die Sektoren tiefer in der Schlucht. Im Gegensatz zum Sektor Mare am Strand waren hier die Routen angenehm rau und die Bohrhaken im tadellosen Zustand.

Die nächsten Tage waren gekennzeichnet von starkem Sturm und sturmfluthaften Regenfällen. So führte das ausgetrocknete Flussbett nach einer Stunde Regen schon beträchtlich Wasser und die strandnahen Sektoren wurden von den Wellen überspült. Zwischen diesen Ereignissen fanden wir trotzdem immer wieder gute Gelegenheiten im Windschatten der Schlucht zu klettern, in der Hängematte zu dösen und Mandarinen zu pflücken.

Routentypen:
In den Sektoren dominieren leicht überhängende und senkrechte Klettereien im sechsten Franzosengrad. Die meisten Routen haben eine Seillänge. In den Sektoren Pfeiler & Ladi und Che Vita gibt es auch mehrere Mehrseillängentouren mit grandiosem Meerblick. Im Sektor Garden of Eden und Mare befinden sich auch einige leichtere Platten.

Felsen:
Die Sektoren in der Schlucht bestehen aus festem griffigen Kalk. Der Sektor Mare direkt am Strand ist durch die Gischt in den unteren Metern glatt poliert und mit einer schmierigen Salzschicht bedeckt.

Absicherung:
Nur im Sektor Mare sind die Bohrhaken teilweise in einem sehr schlechten Zustand durch die Nähe zum Meer. Sonst sind sie sehr neu und in gutem Zustand.

Zustieg:
Vom Strand läuft man zwischen zehn Sekunden zum Sektor Mare bis drei Minuten zu den Sektoren in der Schlucht. In die Bucht benötigt man von der Asphaltstraße ungefähr zwanzig Minuten. Mit einem sehr geländegängigen Jeep kommt man auch motorisiert in die Bucht, ist aber kaum schneller als zu Fuß.

Unterkunft:
In der Bucht darf man überall sein Zelt aufstellen. Direkt am Strand muss man auf den Fluss, der sehr schnell anschwellen kann und auf nicht ganz so freundlich gesinnte Hunde aufpassen. Einfache Sanitäre Einrichtungen und zwei Strandbars sind vorhanden. Trinkwasser muss man vor Ort für relativ viel Geld kaufen oder mitbringen.
Oberhalb der Bucht kann man am Ende der Asphaltstraße oder in den Olivenhainen problemlos mit einem Bus stehen.

Einkaufen:
Der nächste Supermarkt befindet sich im zehn Kilometer weiter östlich gelegenen Ort Himarë.

Anreise:
Mit dem Flugzeug nach Korfu oder Tirana und dann mit einem Mietauto nach Gijpe (4h, 220km ab Tirana oder 5h, 190 km ab Korfu inklusive Fährfahrt). Ab Tirana gibt es gute und sehr günstige Busverbindungen nach Himarë.

Topos:
http://climbingalbania.com/wp-content/uploads/2016/07/Gjipe_Topo.pdf

Johannes, Hans

 

Langlauftourenwoche Mährische Beskiden

Langlauftourenwoche Mährische Beskiden

Ende Februar 2019

dabei waren:
Ronald Uxa
Chris Ulber und sin Fru Beate
Bodo und Kathrin
Jan Hildenbrandt
Attila der Hunnenkönig

In Chris-Auto passen wir alle 7 Expeditionsteilnehmer rein. In 7+ Stunden, 700 km via Prag und Brrrno und Zlin (ehem. Gottwaldov) nach Novy Hrozenkov an der Tschechisch-Slowakischen Grenze nahe Polen.
Dorfgasthof. Bier ja, Schnee? Nee. Na mal gucken. Son 24.2.: von 500 auf 900 m:

Na was? Wo ist denn hier der Förster geblieben?

… später auf den lichten Bergrücken ist’s herrlich.

Geschlafen wird in Berghütten, alles von Ronald bestens organisiert. Unterwegs immer ausreichend Kneipchen mit lecker böhmisch-karpatischer Küche. Und Bier!
Tagesetappen von 15 bis 30 km. Oft muss improvisiert werden weechen weenich Schnee.

Schaut sie euch an: Olympiareife Haltung.

Mit Spaß ging’s voran durch Wälder und viel auf und ab.
Die Skimagistrale ist eher schmal geschnitten und nimmt jeden Berg mit, ist aber gespurt (nich für Skating) oder voll Tannennadeln.

Nahe Bila sieht’s so toll aus wie auf dem Foto.

Der Tag brachte noch den Aussichtsberg Lysa Hora auf knapp über 1300. Herrliche Fernsicht, Tatra und Mala Fatra grüßen aus der Ferne.

Klar ist: bei guten Schneeverhältnissen ist dieser Gebirgsteil der Beskiden ein Leckerbissen. (Übrigens auch für Rad und speziell Mountainbike!)

Wir hatten teils wenig Schnee und trotzdem viel Spaß.

Danke Ronald für die Idee…

Prost auf die nächste schöne Tour…

… und die Skier nehmen wir dann natürlich wieder mit.

Tour-Organsatör: Ronald Uxa
Text und Foddos: Bodo (wolf.gutendorf@web.de=

Klettern in Montenegro – Smokovac (Fortsetzung Bildung 2.0)

Smokovac – Höhlenleben in Montenegro

Zustiege von wenigen Sekunden, in Hängematten in einer Höhle schlafen und nur zum Wasserholen den Felsen verlassen; und das alles nur neun Kilometer vom Stadtzentrum der Hauptstadt Montenegros, Podgorica, entfernt. Hinter den letzten Häusern der der Hauptstadt verengt sich das Tal der Moraca zu einer engen Schlucht, an deren Seiten sich endlose Karstriegel befinden. Eine dieser Wände wurde in den letzten Jahren erschlossen. Nun befinden sich dort über 50 meist überhängende Routen zwischen vielen Sintern über einem perfekten Sicherungsgelände. Unterhalb der Felsen kann man sich im kalten, klaren Wasser der Moraca abkühlen, bevor man das nächste Projekt angehen kann. Durch die nordseitige Lage ist es auch an warmen Tagen am Felsen sehr angenehm.

Schlafgelegenheit mit Aussicht

Der Fels ist wie fast überall auf dem Balkan noch sehr rau und fest. Am Beginn des Zustiegs gibt es auch einen kleinen Campingplatz. Dieser sieht aber sehr trostlos aus. Mit einem Bus kann man sich direkt am Fluss hinstellen oder man schläft gleich direkt unter dem Felsen. Durch die vielen Überhänge ist man an vielen Stellen vor Regen geschützt. Auch gibt es eine tiefere Höhle. Diese ist jedoch extrem staubig und eignet sich daher kaum zum nächtigen.  Wasser bekommt man problemlos an der Tankstelle am Beginn des Zustiegs (15 min). Dort befinden sich auch häufig kleine Marktstände mit den lokalen Erträgen. Zum Einkaufen kommt man am einfachsten mit dem Taxi in die Stadt, was in Montenegro fast günstiger ist, als mit dem Bus zu fahren (9 km ins Stadtzentrum kosten 4 Euro)

Höhlenleben

Eine Besonderheit an diesem Gebiet ist die Bewertung in der UIAA Skala. Allerdings sind die Bewertungen sehr hart. Der Schwerpunkt liegt zwischen 6- und 9. Die meisten Routen sind recht kurz, da weiter oberhalb schwierige Dachpassagen beginnen. So sind die längeren fast ausschließlich sehr schwer.

Der einzige Nachteil ist nur die vielbefahrene Straße und die Autobahnbaustelle in der Schlucht, sodass selbst nachts keine richtige Ruhe herrscht.

Topos gibt es unter http://montenegroclimbing.net/en/where-to-climb/sport-climbing-sites/31

Johannes, Hans

Klettern in Herzegowina – Blagaj (Fortsetzung Bildung 2.0)

Blagaj – Klettern zwischen rauhen Tufas, dem Muezzin und einer überwältigenden Gastfreundschaft

In einem beschaulichen Tal neben einer malerischen Karstquelle und dem Mittelalterlichen Städtchen Mostar enthüllte sich ein wunderschönes kleines Klettergebiet. Rauester Fels aller Variationen in einer wunderschönen Landschaft bietet dieses Klettergebiet im sonnigen Süden Herzegowinas. Wenn der Muezzin während des Kletterns im Tal erschallte, merkten wir, dass wir nun doch etwas weiter weg von Deutschland waren. Auch die Gastfreundschaft dort war, im Gegensatz zu deutschen Verhältnissen, überwältigend und begleitete uns von nun sehr weit. Im Klettercamp am Fuß der Felsen wurden wir jeden Morgen mit bosnischen gutem Kaffee und dem exzellenten selbstgebrannten Rakija empfangen und abends haben wir gemeinsam gekocht oder wurden zum Essen eingeladen, welches wir sogleich vor den nicht abzuwimmelnden kleinen Katzen und dem Hund verteidigen mussten. Aus der nahen Stadt Mostar kamen sehr häufig die lokalen Kletterer, mit denen wir schnell ins Gespräch gekommen sind und von denen wir sofort zum Geburtstag eingeladen wurden. So entstand in der dortigen Community eine sehr gemeinschaftliche Atmosphäre, aus der wir später viele Kletterer wieder treffen sollten.

Johannes in “Powerline” (7a) im Sektor D

 

Ausgewählte Sektoren:

Sektor A: südseitige plattige, sehr scharfe Wand, Routenschwerpunkt im fünften und sechsten Franzosengrad

Sektor D: leicht überhängende Tufawand mit wunderschönen Routen zwischen 6c und 7b, sowie plattige Routen zwischen 5b und 6a, ab mittags in der Sonne

Sektor Publiko: leicht überhängende schöne Lochkletterei im sechsten Grad in der Schlucht, fast immer im Schatten

Sektor Sube: eine riesige Höhle mit vielen Sintern oberhalb der Schlucht, bisher nur eine Handvoll Routen im oberen siebten/ unteren achten Grad und eine 6a+, enorm viel Potential in allen Graden ist vorhanden.

Die Schlucht hinter dem Camp mit einigen schattigen Sektoren

Sektor Rebro: eine beeindruckend dünne Felszacke mit vielen plattigen Routen in den unteren Graden, langer Zustieg

Fels: sehr scharfkantig und in der Regel fest; nur im Sektor Publiko sind teilweise Steine locker

Zustieg: Die Sektoren A bis D erreicht man vom EkoCenter in zehn bis 15 Minuten. Die anderen Sektoren erreicht man über einen leichten Klettersteig in 20 bis 50 Minuten. Ein Klettersteigset ist nicht zwingend erforderlich, kann aber ausgeliehen werden.

Unterkunft: Am Beginn der Zustiege gibt es ein sehr nettes Camp (EkoCenter-Blagaj) mit Zeltverleih, kalten Duschen und einfacher Kochmöglichkeit. Abends ist in der Regel eine kleine Bar auf.

Einkaufen: Im Ort Blagaj sind drei einfache kleine Minimärkte und einen Bäcker, wo man alles notwendige finden kann. Sehr zu empfehlen ist der Fisch von der örtlichen Fischzucht.

Anfahrt: Am einfachsten ist Blagaj mit dem Auto (14 h, 1400 km) oder mit Fernbussen nach Sarajevo, von dort mit dem Zug oder Bus weiter nach Mostar und weiter mit dem Linienbus nach Blagaj.

Ruhetage: Der Süden Bosniens ist voller Sehenswürdigkeiten. So ist die mittelalterliche Stadt Mostar nur 15 km entfernt. Direkt in Blagaj befindet sich eine beeindruckende Karstquelle mit einem malerisch gelegenen Derwischkloster. Vom EkoCenter führt ein leichter Klettersteig durch eine schöne Schlucht zum Sektor Rebro und einem Fort, von dem man eine tolle Aussicht über die Ebene von Mostar genießen kann.

Reisezeit: Am angenehmsten sind der Frühling und Herbst. Ein paar kleinere Sektoren in der Schlucht können durch ihre Lage auch im Hochsommer und die Sektoren A bis D bei Sonnenschein teilweise auch im Winter beklettert werden.

Literatur: „Rock climbing guide Bosnia and Herzegowina“

Johannes, Hans

Bildung 2.0 – Klettern zwischen Slowenien und der Türkei

Unsere Reise beginnt während eines ganz gewöhnlichen Mathematikunterrichts, der so mit Langeweile gefüllt war, dass er viel Raum für Ideen ließ. Aus diesen Ideen wurde ein Plan und aus diesem Plan wurde eine Reise und daraus ein Abenteuer und sie sahen, dass es gut war.

Unsere Reise besteht darin, mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Slowenien bis in die Türkei zu reisen und dabei in den Klettergebieten und Städten Südosteuropas Körper und Geist zu schulen. Dabei verfassen wir zu jedem nennenswerten erkundeten Klettergebiet einen kleinen Bericht, der hier veröffentlicht wird.

Johannes, Hans

Paklenica – Klettern zwischen Winnetous Welten und der Kvarner Bucht

Ständige Wegbegleiter im Hinterland des Nationalparks

Unser erster Kletterstopp führte uns in den Norden Kroatiens. Vom schlechten Wetter in Slowenien getrieben ging es in den sonnigen Paklenicanationalpark. Nach ein paar Sportkletterrouten in der Schlucht ging es auf eine dreitägige Wanderung durch das gebirgige Hinterland. Nach dem verlassen der Touristenpfade in Meernähe wurde es deutlich einsamer. So ging es durch unberührte Buchenwälder, über karge Hochebenen, zwischen Minenfeldern und durch die abenteuerliche Mala Paklenica zu den höchsten Bergen des Valebit mit weiten Aussichten über das Gebirge und tiefen Höhlen. Übernachtet wurde in verlassen wirkenden Schutzhütten mit Meerblick. Das Wasser musste noch jeden Morgen aus dem Brunnen geholt werden.

Am letzten Tag kletterten wir noch den Ultraklassiker Mosoraški in der Nordwand der Anića Kuk. Nach neun genussvollen Seillängen und 350 Metern erreichten wir den Gipfel mit Blick auf den Sonnenuntergang über dem Meer. Nur die Schlüsselseillänge (6a) hat mittlerweile sehr an ihren Begehungen gelitten und ist glatt poliert.

Zwischen den Bergen des Valebit

Routentypen: Die Routen in der Schlucht können zwar mit einem minimalen Zustieg punkten, doch steht man beim sichern direkt auf dem großen Wanderweg und der Felsen ist recht abgespeckt. Weiter oben in der Schlucht ist es deutlich leerer und die Qualität der Routen nimmt zu. Dafür ist der Zustieg beschwerlicher. Im hinteren Teil der Schlucht lockt die 350 Meter hohe beeindruckende Nordwand der Anića Kuk mit sowohl plaisiermäßig abgesicherten Routen, als auch welchen im Tradstiel. Dabei sind in dieser Wand alle Schwierigkeiten zwischen dem fünften und achten Franzosengrad abgedeckt. Doch auch hier sind die beliebtesten Routen teilweise abgespeckt.
Fast alle Sektoren liegen im Nationalpark. Für diesen muss man Eintritt zahlen. Am meisten lohnen sich hier die Mehrtageskarten.

Die beeindruckende Nordwand der Anića Kuk

Frühstück mit Aussicht

Absicherung: In der Regel sehr gut.

Zustieg: Vom Parkplatz in der Schlucht läuft man in fünf Minuten zu den ersten Sektoren in der Schlucht. Zu den etwas abgelegeneren Sektoren und zur Anića Kuk läuft man maximal vierzig Minuten.

Unterkunft: Mehrere Campingplätze und Apartments in Starigrad am Meer (4 km vom Anfang der Zustiege entfernt); im Nationalpark gibt es drei rudimentär ausgestattete kostenlose Schutzhütten und eine bewirtschaftete Berghütte.

Einkaufen: Mehrere kleinere Supermärkte am Meer.

Anfahrt: Am einfachsten mit dem Auto (12 h, 1100 km) oder mit dem Fernbus, bzw dem Flugzeug nach Zadar und dann weiter mit dem Küstenbus nach Starigrad

 

Die große Paklenicaschlucht mit der Anića Kuk links

Drill&Chill – Ein Kletterfestival im Norden Bosniens.

Highlines über dem Sektor Kamen Mudrosti

Ein großer weißer Fleck auf der Karte der erschlossenen Klettergebiete wird immer kleiner.
Das Potential des Landes Bosnien und Herzegowinas ist zum Klettern enorm. Egal in welchem Winkel des Landes es einen verschlägt … überall unbekletterter Fels. Doch seit ein paar Jahren werden diese aus ihrem Dornröschenschlaf mühsam befreit. Dafür wurde auch ursprünglich das Drill&Chill Festival im Tijesno Kanjon 15 Kilometer südlich von Banja Luka ins Leben gerufen. Mit tausenden Bohrhaken, einer Menge kühlem Bier (gerne auch als Wechselgeld genutzt), einer enormen Gastfreundschaft und bis zu 200 Meter hohen senkrechten Wänden aus Kalk wurden 2015 erstmals Schrauber aus ganz Europa angelockt. In den letzten Jahren entstanden so immer mehr Mehrseillängentouren und Sportkletterrouten in der Schlucht. Auch das Festival wurde mit der Zeit immer größer. So werden nun jeden September neben Schraubern auch Kletterer und vor allem Highliner von dem zehntägigen Festival angezogen. Über der Schlucht gibt es einige gute Möglichkeiten für das Riggen von Highlines. Die längste ist über 400 Meter lang.

Routentypen: Im Canyon überwiegen 100 bis zweihundert Meter lange plattige Mehrseillängentouren im sechsten Franzosengrad. Insgesamt sind diese sehr leistig. Eine gute Fußtechnik ist in der Regel notwendig. Auch schwierigere lange Touren gibt es immer mehr. Dieses Jahr (2018) wurde die erste 9a in diesem Gebiet durchgestiegen.
Im Sektor Amfiteater gibt es auch ein paar Sportkletterrouten. Des weiteren wurde dieses Jahr der neue Sektor Krilo mit kürzeren leicht überhängenden Routen im sechsten und siebten Grad erschlossen.
In der Umgebung der Schlucht gibt es auch noch die sehr lohnenden Gebiete Kameni Most (sehr große Auswahl an senkrechten bis überhängenden Sportkletterrouten im fünften bis siebten Grad) und Skubalj (viele plattige Sportkletterrouten im fünften und sechsten Grad, sowie kurze Überhänge im siebten Grad).

Fels: Sehr scharfkantig und rau, durch das junge Alter der Routen und die wenigen Kletterer ist noch nicht alles fest und manchmal etwas grün.

Absicherung: Freundliche Absicherung mit neuen Bohrhaken.

Material: 15 bis 20 Exen und ein mindestens siebzig Meter langes Seil oder zwei Fünfzigmeterhalbseile.

Unterkunft: netter Zeltplatz im Canyon (Vrbas Kamp), über der Schlucht in Rekavice auf Privatgrundstücken zelten (bitte vorher die Bewohner fragen) oder in Banja Luka in Zimmern. Während des Festivals gibt es in Rekavice große schöne Obstwiesen zum zelten.

Zeltplatz des Festivals

Zustieg: In der Regel von oben aus Rekavice über gut beschilderte Wege (maximal 15 bis 20 Minuten) und dann von dort über die Route oder Abseilpiste im Sektor Oker zum Einstieg abseilen. Zustieg von der Straße soll auch in fast alle Sektoren möglich sein (fünf bis 20 Minuten). Zum Sektor Amfiteater und Krilo ist der Zustieg nur von oben möglich.
Kameni Most ist mit dem Auto in einer Viertelstunde zu erreichen.

Anreise: Am einfachsten mit dem Auto (11 h, 1100 km) oder mit Fernbussen nach Banja Luka und von dort mit dem Taxi nach Rekavice

Einkaufen: Große Einkaufsmöglichkeiten und Markt nur in Banja Luka. Kleine nette Minimärkte mit einer überschaubaren Auswahl in jedem kleinen Dorf.

Literatur: „Rock climbing guide Bosnia and Herzegowina“ (bisher ohne den Sektor Krilo)

Workshops auf dem Festival

 

 

Banana-Cup in der Erfurter „Nordwand“

Zuerst: Wie komme ich da bloß hoch? Dann: geht doch…                        Foto: Chris Ulber

Am zweiten Advents-Wochenende fand die 3. Auflage des „Banana-Cup“ statt. 57 Kletterer (im Alter zwischen 8 und 17) aus Thüringen und auch aus Bayern hingen in den Wänden der „Nordwand“. Die Jugend D war dabei am stärksten vertreten. Für die Routen waren Falk, Daniel, Dominik, verantwortlich. Sie hatten hatten 8 Routen für die Jugend A und B, 2 Routen für Jugend C und D geschraubt. Im Finale kamen dann noch mal 3 Routen dazu. Dafür gabs von allen ein großes Kompliment. Genauso wie für die 20 Helfer um Org.-Chefin Susann Böhm. Die hatten den ganzen Tag für einen tollen Wettkampf gesorgt und sich ein dickes Dankeschön verdient. Die kulinarischen Highlights waren Soljanka und Karotten-Ingwer-Suppe. Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde, Bananen und T-Shirts.

Was könnte man im nächsten Jahr noch besser machen? Susann würde sich über ein Feedback freuen – schreibt an: suse@erfurt-alpin.de

Das nächste Kletter-Highlight steht auch schon an:

Weihnachtsklettern aller Kinder- und Jugendgruppen am 19.12.2019.

 

Advent, Advent in der Waldschule

Das Wetter war für einen 2. Advent alles andere als passabel: Temperaturen im Plus-Bereich, Regen und Wind. Für die Wanderung zur Bob-Hütte oberhalb von Ilmenau musste dann auch die Regenbekleidung rausgeholt werden: etliche Ponchos, Gamaschen und Regenhosen sorgten für halbwegs trockene Wanderer. Am Ende standen 15 km und etliche Höhenmeter auf der Uhr. Das Wichtigste: alle waren zufrieden, dass es trotzdem „raus“ gegangen war!

Von Andreas Talke in bewährter Souveränität organisiert, blieben bei den Mahlzeiten keine Wünsche offen: das Angebot ging von Mandelstollen über grüne Salate, Käsespezialitäten, Reiners legendäre Klopse, bis hin zur Kürbissuppe und dem süßen „Morpheus´ Traum“ mit Eierlikör.

Leider würde es der Nikolaus in diesem Jahr nicht bis in die „Waldschule“ schaffen. Weil das schon vorher klar war, hatten sich 18 Wichtel um kleine Geschenke gekümmert. Wer hatte beim Würfeln am Gabentisch das meiste Glück? Diese Frage interpretierten die Beschenkten am Ende durchaus unterschiedlich…

Beim abschließenden „Outdoor-Video-schauen“ auf der großen Leinwand kam dann bei allen schon die Vorfreude auf den Jahresplan 2019 durch.

Würfeln & Wichteln in der Waldschule… Foto: Jörg Grohmann

Alpine Hüttenrunde im Sellrain 2018

Auch dieses Jahr fanden sich 11 Alpenvereinsmitglieder für das von Reiner organisierte Hüttentrekking. Geplant war eine hochalpine Tour mit teils kürzeren, teils auch konditionell anspruchsvollen Etappen in Höhenlagen um die 3000 Meter. Zumeist gut markierte rote und schwarze Etappen, wobei zwischendrin leichtere Wegabschnitte vorkommen.

Wir trafen uns bei bestem Wetter am Mittwoch dem 05.09.2018 nachmittags im Sellraintal, welches südlich von Innsbruck liegt. Vor uns lag noch eine 9 km lange moderate Bergwanderung von Sellrain (938 m) durchs schöne Fotschertal über das Bergheim Fotsch knapp 1.100 hm hinauf zur Potsdamer Hütte (2.009 Meter).

Schon am zweiten Tag war mit 16 km Streckenlänge die Königsetappe zum Westfalenhaus zu bewältigen. Zunächst führte der Weg Nr. 119 über die Schafalm zum Roten Kogel (2.873 m), der eine grandiose Fernsicht bot. Anschließend ging es äußerst kniefordernd nonstop über 1.200 hm hinab ins Lüsenstal (1.634 m). Der Anstieg zum Westfalenhaus (2.273 m) über den Dr.-Siemon-Weg war dann wieder angenehmer. Das Bier auf der Terrasse schmeckte, aber kurz darauf deutete sich Niederschlag an.

Der Freitag begann im Regen mit dem Anstieg auf die Zischgenscharte (2.936 m). Zum Glück sollte diese Etappe mit knapp 7 km und je 750 hm bergauf und bergab eher moderat sein. Trotz Nebels nutzten Götz und Paul die Möglichkeit der Besteigung der Schöntalspitze (3.008 m) und wurden dabei von einer Gämse beobachtet. Über die Reste des kleinen Zischgelesferners führte der Abstieg dann bei wieder besserem Wetter ins Gleirschtal zur Pforzheimer Hütte (2308 m).

Am vierten Tag teilte sich die Gruppe: Einige nahmen den Weg Nr. 145 zum Gleirschjöchl (2.751 M) und weiter über das Schneeloch ins Zwieselbachtal und zur Schweinfurter Hütte (2.034 m). Die 440 hm bergauf und 715 m bergab waren in vier Stunden bewältigt, dann stand der Test der kulinarischen Empfehlungen der Wirtsleute an. Die Sportlicheren wählten die Variante durch das Walfeskar zum Zwieselbacher Roßkogel (3.081 m) – der immerhin den höchsten Punkt der Rundtour markiert – weiter durch das Fidaskar zur Schweinfurt-Gubener Hütte (2034 m).

Die letzte Etappe führte über den Gubener Weg 780 hm bergauf zur Finstertaler Scharte (2777 m), von der man schon den Stausee sehen konnte. Steil führte der Weg 870 hm hinab – an der Staumauer vorbei – nach Kühtai. Auf der Terrasse der Dortmunder Hütte wurden noch einmal die Tiroler Köstlichkeiten genossen, bevor es per Bus zurück zum Ausgangspunkt der Tour ging.

Paul

Einladung zur Fortsetzung der Jugendvollversammlung der Sektion Erfurt Alpin

Liebes Erfurt Alpin JDAV-Mitglied,
liebe Jugendleiter*in, Funktionsträger*in und Leiter*in der Kinder- und Jugendgruppen,
am Mittwoch, den 07.11. fand die 1. Jugendvollversammlung statt, zu der wir die Grundlage für die weitere Arbeit der Jugend des Deutschen Alpenvereins in unserer Sektion gelegt haben.
Die Sektionsjugendordnung wurde durch die Jugendvollversammlung beschlossen und wird am 13.11. auf der Mitgliederversammlung verabschiedet.

Da die Sektionsjugendordnung viel Raum eingenommen hat, konnten wir nicht alle Tagesordnungspunkte bearbeiten.
Deshalb laden wir Dich herzlich zur Fortsetzung der Jugendvollversammlung der Sektion Erfurt Alpin ein.

Samstag, den 24. November 2018
treffen wir uns um 13.00 Uhr bis 15.30 Uhr
im Besprechungsraum der Nordwand
Mittelhäuser Straße 75
99089 Erfurt.

Um die Sektionsjugend gemeinsam mit Dir lebendig zu gestalten, stehen folgende Punkte auf
unserer Tagesordnung:

1. Herzlich Willkommen! – Begrüßung
2.Was war 2018? – Berichte
3. Festlegung der Schwerpunkte der Jugendarbeit – was ist für Euch wichtig im Verein?
4.Was kommt, was steht an, was wünscht ihr euch? – Planung des Jahresprogramms
5. Diskussion von Anträgen
6. Und tschüß – Verabschiedung

Es wird also konkret darum gehen, was im Jahr 2018 gelaufen ist, was im Jahr 2019 alles
passieren soll (Fahrten, Wettkämpfe, Orga der Trainingsgruppen etc.) und wir wollen gemeinsam
die Schwerpunkte der Jugendarbeit festlegen. Hier ist Deine Stimme gefragt!

Bitte bringe auch Deinen DAV-Mitgliedsausweis mit. Solltest Du noch minderjährig sein, lass
Deine Eltern die Einverständniserklärung ausfüllen und gib sie uns zur Versammlung (wichtig
wegen der Fotoerlaubnis).

Einverständniserklärung für Minderjährige Vorlage-JDAV-Jugendvollversammlung

Bei Rückfragen könnt ihr gern eine E-Mail an maria@erfurt-alpin.de senden.
Wir freuen uns auf Deine aktive Teilnahme!

Liebe Grüße
Maria
Jugendreferentin
Erfurt Alpin e.V.
Sektion des Deutschen Alpenvereins

Kletterwochenende im Harz Okertal 09./10. Juni 2018

Da stand ich nun vor der 50 m hohen Marienwand am Einstieg zu einer Tradroute, keine Haken vorhanden, zur Sicherung dienen nur Keile und Friends. Obwohl sich die Schwierigkeit der Route einige Grade unter meiner Leistungsgrenze befindet, mein Nervenköstum wurde jedenfalls ordentlich strapaziert. So verbrachten wir den Tag vor allen Dingen mit Vertrauensarbeit in den Fels, in die Struktur und Reibung, sowie die Absicherung der Routen.

Während eines Regenschauers übten wir das Legen/Setzen der mobilen Sicherungsmittel, wobei Wolfgang die meiste Zeit mit dem Entfernen eines gelegten Klemmkeils verbrachte, der lag halt wirklich „super“.

Thomas und Elvira sammelten in einer Mehrseillängenroute ihre ersten Erfahrungen und beide kletterten die wohl großzügigste Linie bis zum Gipfel im Toprope, welch ein Genuß und irgendwann kommen wir zurück und klettern diese Route im Vorstieg, das haben wir uns versprochen.

Am sogenannten Vorturm der Marienwand versuchten wir uns in der boulderartigen Sportkletterroute „brave stranger“, in der Boulderhalle fühlt sich das immer irgendwie anders an mit den kleinen Leisten und den schlechten Tritten, wir bleiben auch hier dran.

Am zweiten Tag waren wir am Drachenturm, der erstmal seinem Namen auch gerecht wurde. Auf der Reibung der „Schwindelplatte“ fühlten wir uns schnell „like norway“ und Anka zeigte uns Allen wie es geht, mit einer Eleganz und Geschwindigkeit überwand sie spielerisch die 6er Stellen. Ab diesem Tag trägt sie zusätzlich den Beinamen „Plattenkatze“. Dank der Bewegungsanalyse von Birgit und einigen Tipps von Anka konnten wir alle unsere Kletterleistung steigern und der einsetzende Regen schadete unserer guten Stimmung in keinster Weise. Gut gelaunt ging es zum Kaffeetrinken.

Fazit: das Okertal im Harz, ein Juwel für die Kletterszene: Finger-, Faust-, Schulter oder Offwidthrisse (z.B. der berühmte „Schwiegermutterriß“ am Treppensteinturm), Platten, Dächer, Reibung oder Grate. Alles in bester Felsqualität, kein Wackeln, Knirschen, Bröseln von Griffen oder Tritte und gerade auch deshalb eines der besten und größten Bouldergebiete in dieser Kompaktheit in unserer Nähe. Trad/Cleanclimbing, Sportrouten mit Bohrhaken gesichert, Mehrseillängenrouten gemischt gesichert, alles ist möglich. Wer zehnmal die Marienwand hochklettert hat 500 hm geklettert, ein tollen Trainingsgebiet für die Alpen mit Ständen und Nachholen und Abseilen und das alles im 4-5 UIAA Klettergrad.

Wir kommen wieder und holen uns die „Juwelen“.

 

Werner Bettermann

Ergebnis 19. Weimarer Kletterwettkampf

Am 20.10.2018 und am 21.10.2018 startete der 19. Weimarer Kletterwettkampf und damit der ThüringenCup 2018 in eine neue Runde. Von unserer Sektion gab es eine große Beteiligung in allen Wettkampfklassen.

Am Samstag starteten die Klassen: Damen, Herren, Studenten und Jugend A:

Nach einer Einweisung zum Modus ging es auch direkt los für alle in die Qualifikation. Es gab 19 Routen von denen die 5 besten Begehungen (Flash, Rotpunkt, Zone 70 oder Zone 40) in die Wertung eingingen. Es konnte nicht nur wie üblich geflasht werden, sondern Routen konnten projektiert und getoppt werden. Dadurch entstand eine Begeisterung nicht nur leichte Routen zu flashen, sondern auch in schwere Routen einzusteigen, einzelne Züge auszutesten und danach den Go zu starten diese durchzuziehen. Demzufolge wurde dem Publikum ein breites Spektrum an Kletterkunst geboten. Nach der fünf-stündigen Qualifikationen standen die sechs Finalisten fest. Bei den Damen kämpften sich alle unsere Starter ins Finale: Jessica Piecha auf Platz 3, Sandy Arnold auf Platz 5 und Henrike Schulz auf Platz 6 (Ergebnisse Qualifikation). Bei den Herren zog Johannes Vogt auf Platz 1 und Tom Stoll auf Platz 3 ins Finale. Peter Staudigel verpasst das Finale sehr knapp auf Platz 7.

Für die Jugend A und die Studenten gab es ein gemeinsames Finale mit den Klassen Damen und Herren. Die Finalisten hatten sieben Minuten gemeinsam Zeit sich die Route anzuschauen, mögliche Züge durchzusprechen und sich die Route einzuprägen. Abwechseln starteten die Damen und Herren in die jeweilige Finalroute. Die Damen Finalroute startete am linken Turm. Einmal an der Ecke entlang geklettert befand sich im kurzen Dachstück die Crux, in welcher alle unsere drei Starter rausflogen. Die Schwierigkeit bestand daran sich im Dach an Sloper festzuhalten und aus dem Dach rauszuziehen. Das Ende der Route war mit einem feinen Stüzer zum Topgriff versehen. Die Herren Finalroute startete am rechten Turm. Bis zum Überhang bestand die Tour größten Teils aus Sloper und später im Überhang aus Leisten. Die meisten der Finalisten flogen an der gleichen Stelle heraus. Nur Johannes Vogt schaffte einen durchstieg mit einer beeindruckenden Klettershow im Überhang. Nach dem spannenden Finale standen die Sieger fest:

Am Sonntag starteten die Klassen: Jugend B, Jugend C und Kinder:

Am Sonntag war der Nachwuchs an der Reihe. Für die meisten war es ein spannendes Erlebnis, da sie zum ersten Mal an einem Wettkampf teilgenommen haben.  Auch die Jugend musste sich erst einmal in einer Qualifikation beweisen. In jeder Klasse mussten zwei Quali-Routen geklettert werden. Bis zur Jugend C wurden diese im Toprope geklettert. Die Jugend B kletterte alle ihre Routen im Vorstieg. Die besten sechs aus jeder Klasse sind ins Finale gekommen. Die Jugend C weiblich war so stark, dass alle neun Teilnehmerinnen ins Finale gekommen sind, da alle beide Quali-Routen geflasht wurden.
Die Kinder-Jungen bot ein spannendes Finale. Durch Gleichstand der Punkte in der Quali und im Finale, durch das Flashen der Finalroute, gab es ein Superfinale und es wurde nochmals richtig spannend. Am Ende erzielte unsere Jugend tolle Plätze:

Danksagungen:

Wir bedanken uns bei dem DAV-Weimar für die tolle Organisation und Austragung des Wettkampfes. Außerdem noch eine Danksagung und großes Lob an Nadine Fuchs, Jessica Piecha und Falk, die die Jugend an den zwei Tagen begleitet, motiviert und unterstützt haben.

Jessica Piecha

Giro Ladinia September 2018 – Reisebericht

Ladinien – kein Land, kein offizieller Staat und dennoch gibt es hier eine eigene Sprache, eine eigene Fahne und eine gemeinsame von 30.000 stolzen Einwohnern gelebte Kultur.

Die nördliche Dolomitenregion Ladinia umschließt 5 traumhafte Täler und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe der Dolomiten. Ihre uralte romanische Sprache, hört sich so geheimnisvoll an wie ihre Sagen und Mythen. Bezaubernde Berghotels, südtiroler Küche und majestätische Gipfel nehmen Dich auf dieser Traumrunde in Ihren Bann. [1]

Nach einer individuellen Anreise am Samstag mit PKW und Seilbahn, trafen wir uns am frühen Abend im Hotel Bellavista auf der Seiser Alm in 1.800m Höhe. In Vorbereitung der nächsten Tage ging dieser Tag mit einem intensiven Briefing zur Runde zu ende.

Nach dem reichhaltigen Frühstück am nächsten Morgen begann die Tour mit dem obligatorischen Bike-Check. Los ging es dann mit einem leichten Anstieg über eine Asphaltstraße entlang der grünen Wiesen der Seiser Alm. Wir verließen Europas größte Hochalm über das Mahlknecht Joch verbunden mit einem steilen Anstieg und einer anschließenden Abfahrt nach Campitello di Fassa. Von hier ging es entlang eines Waldstückes zur Seilbahn Canazei-Pecol, um damit gleich wieder 700hm hinauf zum Col dei Rossi zu fahren. Von hier ging es den berühmten Bindelweg entlang zur Mittagspause zum Rifugio Viel dal Pan. Dieser Weg erforderte einige Schiebestellen, da der Weg teileweise sehr schmal und ausgesetzt war. Zwischenzeitlich und bei den Pausen konnten wir das eindrucksvolle Panorama der Marmelade bewundern. Nach der Pause ging es weiter bis zur Bergstation der Seilbahn von Arabba und hinab über schöne und aufregende Trails auf die Strasse direkt nach Arabba. Noch etwas weiter und wir vierließen die Straße nach links zu dem schier endlosen Anstieg von 600hm zu unserem Ziel Rifugio „Alpino Pralongià“, mit gewöhnungsbedürftigen „gläsernen Badezimmern“, auf etwa 2000m. Zwischendurch gab es eine kurze Pause bei Original Tiroler Volksmusik. Leider konnten wir hier nur noch die Zugabe hören. An Stecke sind an diesem ersten Tourentag 50km und 1.520hm zusammengekommen.

Der Tag zwei begann pünktlich mit einem kurzen Briefing und atemberaubender Abfahrt in der Morgensonne und durch den morgendlichen Wald, um anschließen die Auffahrt über eine alte Militätstraße zum Passo Falzarego. Von hier ging es dann die Asphaltstrasse direkt nach Cortina d’Ampezzo und nach einer kurzen Pause vor der Kirche auf einem alten Bahndamm stetig ansteigend bis zum „Chalet Passo Cimabanche“. Hier war die Zeit für eine Mittagspause und das Wechseln der Bremsbelege. Den Anfang sollte Robert’s Vorderradbremse sein. Das stellte sich aber als etwas knifflige Aufgabe heraus. Erst durch beherztes Agieren von Axel und Andreas konnten die neuen Beläge dann doch eingebaut werden.

Schließlich ging es mit etwas Verspätung gestärkt weiter bis Schluderbach. Hier wartet der Schlussanstieg über 500hm, ebenfalls auf einer alten Militärstraße mit kontinuierlichen Anstieg zwischen 8% und 16% über 6,3km. Oben angekommen kehrten wir noch einmal kurz in der Dürrensteinhütte ein, um anschließend über einen teilweise anspruchsvollen Trail zu unserem Hotel Brückele hinabzufahren. Hier wurden am Abend noch bei weiter Mitstreitern die vorderen Bremsbeläge gewechselt. Das stellte sich aber als deutlich problemloser heraus. Die Strecken an diesem zweiten Tourentag: 65km und 1.490hm.

 

Nach einem speziellen und etwas unorganisierten Frühstück ging es zunächst einen netten Trail bergab nach Schmieden, um dann wieder kontinuierlich zum Pragser Wildsee aufzufahren. Dieser Touristenmagnet lud nicht zum Verweilen ein, also ging es direkt weiter Richtung Grünwald Alm und das Tal hinauf zum Kernstück dieser Etappe. Hier erwartet uns bei strahlendem Sonnenschein eine Schiebe- und letztlich Tragestrecke über 500hm. Diese sehr kräftezehrende Aktion dauerte länger als gedacht aber belohnte uns mit einem der schönsten Trails auf einer 2300m Höhe zum Kreuzjoch und einem Blick bis zum Alpenhauptkamm. Von dieser wunderschönen Umgebung ging es dann 1000hm bergab nach St. Vigil, um hier in dem kleinen Bistro L’Apetit einzukehren.  Gestärkt ging es dann in einer etwas gehetzten Fahrt zum Gasthaus Pederü, dabei zog sich die Gruppe weit auseinander. Ziel war es, ein Shuttle zu erreichen, welches Gepäck, Personen und Räder zum Rifugio Fanes bringen sollte. Das Ergebnis war, das Gepäck und zwei Personen gefahren wurden. Der Rest hat die 500hm zum Rifugio mit dem eigenen Bike erklommen. Für die zwei restlichen Räder hatte Axel eine sehr spezielle Lösung. Die Hütte selber war sehr stark besucht, aber für die Umgebung entschädigte für die ganze Aufregung. Abschließend wurde auf 50km Weg beachtliche 2.040hm zurückgelegt.

Der morgen auf der Fanis Hütte verlief normal und wir begannen unsere heutige Tour wieder im strahlenden Sonnenschein. Von der Hütte ging es zunächst hinauf zum Passo Limo und vorbei am Lagio di Limo, im Slalom um diverse Kühe herum. Am Ende des Weges wartete ein steiler Abhang, an dem das Rad nur geschoben oder getragen werden konnte. Der untere Teil war dann aber doch fahrbar und mit vielen Umsetzern und Drops versehen. Schließlich gelangten wir nach St. Kassian und entlang eines Berghangs weiter nach St. Martin. Hier hatte Axel einen Transport organisiert, der uns die nächsten 500hm ersparen sollte. Engelbert, der Taxifahrer, brachte uns und unsere Bikes über viele Serpentinen hinauf bis zur Würzjoch. Von hier noch einen kleinen Weg hinab, Balancieren über einen Baumstamm, über eine grüne Wiese und den hügeligen Höhenweg entlang, folgten wir bis zum Hotel The Vista. Hier angekommen trafen sich fast alle später noch zur Entspannung in der Sauna. Dieser Tag endet mit 52km und 840hm auf dem Tacho.

 

Am letzte Tag führte uns der Weg noch einmal hinauf zur Bergstation Plose und einen schmalen Trail entlang. Auch hier musste an einigen Stellen das Rad geschoben werden. Der Weg ging entlang des Hanges bis zur Ochsenalm. Hier war der letzte Stopp vor der sensationellen Abfahrt nach Brixen. Über Trails, Wirtschaftswege und Asphaltstraßen ging es kontinuierlich bergab bis wir schließlich nach Brixen einfuhren und diese Tagesetappe nach 47km und 590hm mit einer leckeren Pizza abschlossen.

Somit endet für uns die „Giro Ladinia“ nach gesamt 264km und 6.480hm bei herrlichsten Sommerwetter.

 

Robert Fischer

[1] Head, Axel. „Giro Ladinia“, emotionSPORTS, Bad Heilbrunn, 2018

Mitglieder „Self- Service“

Mitgliederdaten online ändern
Kurzbeschreibung:
Mitglieder können sich einmalig unter Angabe der Mitgliedsnummer, den letzten 4 Stellen der IBAN sowie einer E-Mail-Adresse registrieren.
An diese angegebene E-Mailadresse wird daraufhin eine E-Mail mit einem Bestätigungslink gesendet.
Hier muss das Mitglied ein persönliches Passwort vergeben. Anschließend wird die Registrierung nochmals per E-Mail bestätigt.
Zukünftig kann sich dann das Mitglied mit diesen Zugangsdaten anmelden und folgende Änderungen online vornehmen:
-Adresse
-Bankdaten
-Beruf (freiwillige Angabe)
-Telefon incl. Einwilligung zur Nutzung (Ja/Nein)
-E-Mail incl. Einwilligung zur Nutzung (Ja/Nein)
-Panoramabezug (gedruckt/digital/kein Bezug
Achtung:
-Bei Familienmitgliedschaften wird eine geänderte Adresse und Bankdaten auf alle Familienmitglieder übertragen!
-Änderungen in einer Familienmitgliedschaft können nur vom A- oder B-Mitglied durchgeführt werden.
-Alle Datenänderungen, die zur Auflösung von Familienmitgliedschaften bzw. zu Austritten aus diesen führen, können nicht online durchgeführt werden.
-Keine Echtzeitübertragung möglich! Alle Datenänderungen erscheinen bei nochmaligem Aufruf von „Mein.Alpenverein“ erst dann, wenn diese von der Sektion verarbeitet wurden. Das Einspielen der Daten kann u. U. 1 Woche dauern.

Hier geht’s zur Registrierung und zum Portal: Mein.Alpenverein

Mein Alpenverein

 

Flucht in die Nordwände – Jugendfahrt in die Franken

Grandioses Wetter war angekündigt für unsere diesjährige sommerliche Jugendfahrt … ein bisschen zu grandioses Wetter vielleicht … manche meinten, es wäre heiß. So wurde jedes Fleckchen Sonne zuerst argwöhnisch beäugt und daraufhin im großen Bogen umgangen. Aber wann hielt uns schon so etwas wie Hitze vom Klettern ab?

Aber erstmal muss man irgendwie ins Fränkische kommen. Und hier zeigte sich gleich das erste und zum Glück einzige Problem der Reise. Das reservierte Mietauto war nirgends aufzutreiben und auch sonst konnte kein anderes aufgetrieben werden. Doch zum Glück wurde uns das Auto der Familie Schulz zur Verfügung gestellt. Ich nutzte diese Verspätung effektiv, indem ich mal wieder extrem verschlief und somit kaum etwas von dem morgendlichen Chaos mitbekam. Nach einer entspannten Fahrt in einem gut gefülltem Auto und dem gar nicht so großen Großeinkauf kamen wir (Henrike, Gustaf, Pascal, Simone, Jakob und ich) mittags auf dem Zeltplatz in Morschreuth an. Nach den überlebenswichtigen Zwängen, ein Tarp als Sonnenschutz aufzubauen und zu essen, ging es auch gleich an die Felsen – natürlich an eine schattige Nordwand. An der oberen Schlossbergwand und dem Schlossbergzwilling wurde teilweise das Abbauen aufgefrischt und die berühmte fränkische Kletterei an den zahlreichen Löchern ausprobiert.

Auch die nächsten Tage waren von der Wärme und der daraus resultierenden Flucht in den Schatten gekennzeichnet. Sobald unsere Zelte im Laufe des Morgens von der sengenden Sonne erreicht wurden ging es an die Felsen. Dort wurden ausführlich die besten Bäume für die Hängematten gesucht, das Vertrauen in kleine Löcher und abgespeckte Tritte getestet und dann überrascht festgestellt, dass das im Endeffekt doch hielt. In der Nachmittagshitze wichen wir schließlich in ein Freibad aus und beendeten die langen Tage mit Yoga, Lagerfeuer und Stockbrot.

Am letzten Tag hielten wir noch mal an der Klinge bei Kleinziegenfeld. Dort bestaunten und versuchten wir uns an tollen Linien, wie „Saus und Braus“ und „Basic Instinct“. Zum Abschluss legten wir noch einen kurzen Badestopp am darunterliegenden Bach ein und fuhren erschöpft zurück nach Erfurt zurück.

 

Hans

 

Reisebericht Hainich-Werra-Radtour vom 12.05.2018

Unser Treffpunkt war der Campingplatz in Weberstedt um 9Uhr.

Treffpunkt war der Campingplatz in Weberstedt

Nachdem alle am Treffpunkt angekommen sind, wurden noch die Räder gerichtet.

Dann ging es zum Tor am Hainich in den Wald über einen Trail und am Düsteröder Teich vorbei und weiter in Richtung Graula. Dort haben wir den ersten Anstieg geschafft. Über einen weitern Trail ging es an Bärlauchfelder vorbei. Danach sind wir Richtung Bischhofrode gefahren und mussten unterwegs einen Plattfuß reparieren. Die Jungs haben das recht schnell hinbekommen. Nun konnte es weiter durch Bischhofrode nach Lauterbach bis nach Mihla gehen. Von Mihla sind wir weiter an der Werra entlang bis nach Treffurt gefahren. Dort haben wir uns im Hotel Waldblick gestärkt und die tolle Aussicht genossen. Nun ging es weiter der Werra entlang bis nach Heldra.

Von dort ging es wieder Richtung Hainich über den Adolfweg. Dabei kamen wir an den schönen Dörfern Wendehausen und Diedorf vorbei. Über die alte Bahnlinie sind wir nach Heyerode zum Einkehrschwung gefahren um uns für die letzte Etappe zu stärken.

Über einen weiteren Trail sind wir auf den Rennstieg vorbei an Bärlauchfeldern Richtung Betteleiche gefahren. Von dort kamen wir an der eisernen Hand vorbei, die als Wegweiser fungiert.

Die letzte Etappe geht bergab und weiter bis zum Campingplatz.

Annett

Traditionelles MTB-Waldschul-Wochenende

Für manch einen ist es schon ein fester Termin in der Jahresplanung geworden: Die Fahrt zur Waldschule am ersten Augustwochenende. Da versammeln sich die Mountainbiker des Vereins und radeln gemeinsam die ca. 60 km von Erfurt zur Hütte.

In diesem Jahr zwangen uns die hohen Temperaturen jedoch förmlich in den klimatisierten Zug, der uns die Strecke bis nach Ilmenau deutlich erleichterte. Der Rest des Weges führte uns glücklicherweise durch schattige Wälder und über Allzunah zu unserem Ziel. Dort erwarteten uns gekühlte Getränke und eine erfrischendes Bad im Breitenbrunner Teich. Der Grill blieb leider wegen der extremen Trockenheit aus, stattdessen wurde gemeinsam geschnippelt, gekocht und schließlich gespeist….

Wie immer gab es am Samstag eine Tour. Wir folgten dem Rennsteig in Richtung Osten bis zur Trinius Baude, denn dort erwartete uns die Herausforderung des Tages. Nein, damit sind nicht die leckeren Bratkartoffeln gemeint, die wir zum Mittag verspeisten. Vielmehr radelten wir ehrfürchtig, jeder so wie er konnte und wollte, den  dortigen Trail hinauf. Dabei schauten wir genau welche Steine, Wurzeln und Absätze den Weg säumen, welche beim Herunterfahren zu meistern sein sollten. Nach ein paar Trage- und Schiebepassagen machten wir „oben“ kehrt, stimmten uns noch mal kurz auf den anspruchsvollen Trail ein und ab ging es hinunter, über „Stock und Stein“ zurück zu Baude. Ein paar Hartgesottene von uns wiederholten den Spaß gleich noch einmal und starteten dann etwas verspätet in die Mittagspause.

Am Nachmittag rollten wir erst einmal gemütlich hinunter nach Schönbrunn. Wie zu erwarten war, folgte daraufhin der nächste Anstieg. Auf dem Weg hinauf zur Talsperre wurden wir beinahe Geburtshelfer von zwei Lämmchen, die am Wegesrand das Licht der Welt erblickten. Beeindruckt von diesem Ereignis setzten wir unseren Weg fort und folgten den stetig steigenden Forstwegen vorbei an der Talsperre bis hinauf nach Frauenwald. Es setze Regen ein und ein Gewitter zog auf. Unter Bäumen suchten wir etwas Schutz, dennoch bleiben wir nicht trocken aber diese Dusche tat nach vielen heißen Tagen auch irgendwie gut. Ein Apfelstrudel und Heikes selbstgebackener Kirschkuchen lockten uns dann auf direktem Weg zurück zur Hütte.
Kaffee und Kuchen, Baden im Teich, Schnippeln und Kochen und eine gemütlicher Abend unterm Sternenhimmel ließen diesen wunderschönen Tag ausklingen.

Sonntag wurde nach dem Frühstück erst mal „klar Schiff“ gemacht, bevor wir die Heimreise antraten. Über Öhrenstock und Langenwiesen verließen wir den Thüringer Wald und der Ilmradweg führte uns erst einmal zum Gasthof nach Niederwillingen. Nach einer Rast im Biergarten radelten wir schließlich  zurück nach Erfurt.

Wie immer ein tolles Wochenende und eine perfekte Organisation durch Andreas und Ines. Besten Dank dafür!

 

Susanne Hoffman

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