© Michale Klimas

Ski-LL in Oberwiesenthal II

Wanderleiter Micha Klimas hatte alles gut geplant und vorbereitet, nur das Wetter sorgt für Rätsel. Wir bleiben optimistisch und packten die Langlaufski ein. „Wir“, das sind Micha, Beate, Chris, Tina, Jens, Angela, Sabine, Tom, Chirin und Micha der Zweite.

Unser Quartier in Oberwiesenthal ist die sanierte Hütte „Waldeck“ (Matratzenlager) neben dem neuen Hotel „Basislager“ (980 m ü. NN ).

Freitag, 16.01.2026: Oberwiesenthal erwartet uns mit Nebel, wenig Schnee und vereisten Wegen. Chris lässt sich nicht beirren: Während die anderen eine Winterwanderung unternehmen, leitet er den 4-er „Loipen-Erkundungstrupp“. Auf der tschechischen Seite werden wir fündig. Sogar die Sonne lässt sich blicken! Westlich von Bozi Dar geht es auf Teilabschnitten der „Jens-Weißflog-Tour“ und des „Christkindelweges“ („Jeziskova Cesta“) bis zum „Tellerhäuser“. Beim Wegweiser „Janounkova Cesta“ (932 m ü. NN) haben wir einen super Blick auf den Fichtelberg und den Keilberg. Wenige Kilometer davon entfernt sind wir in der gastfreundlichen Baude „Futterplatz“ („Knielecuv“) derart von der Krautsuppe im Brotlaib und dem Heidelbeerkuchen begeistert, dass wir für den nächsten Tag einen Besuch mit der ganzen Gruppe ankündigen.

Unser Auftrag ist erfüllt, wir fahren aus dem sonnigen Bozi Dar zurück ins noch immer nebelgraue Oberwiesenthal. Abendessen gibt es im urigen „Prijot12“. Die Zeit bis zur Nachtruhe verkürzen wir dann in unserem „Hochlager“ mit Kartenspiel, kulinarisch begleitet von verschiedenen Christstollen-Varianten, Nüssen, Äpfeln, Schokolade, Glühwein..…  

Samstag, 17.01.2026: Der Weg über den Hof zum modernen Sanitärbereich macht munter: Es ist grau, kalt und windig. Aber das Frühstück im „Basislager“ sorgt für sonnige Stimmung. Sogar einen frischen „Ingwershot“ bieten Natascha und ihr freundliches Team an.

Heute sind die Langlauf-Bedingungen rund um Bozi Dar noch einen Zacken anspruchsvoller als gestern und dennoch wird es eine richtig gute Tour. Zurück im „Basislager“ ist die Sauna schon geheizt und so geht´s nahtlos vom Minus- in den Plusbereich.

Das Abendessen hat Micha im „Basislager“ bestellt. Eine super Entscheidung! Danach gestalten wir den Abend so wie gestern und vermuten, dass die heute veränderte Sitzordnung irgendwas mit den Gewinnchancen beim Kartenspiel zu tun hat.

Sonntag, 18.01.2026: Der angekündigte „böhmische Wind“ fegt stürmisch und kalt über die Oberwiesenthaler Höhen. Der eisige Wind hat den kunstvollen Schwibbogen vorm Hotel und die Bäume mit noch mehr Eiskristallen überzogen. Nach dem Frühstück im „Basislager“ entscheiden wir uns für Michas Wandervorschlag zur Waldgaststätte „Siebensäure“ am Hochmoor und den Rückweg über den „Schwarzen Teich“. Grödel und Skistöcke sind auf den zunächst stark vereisten Wegen nützlich. Die Waldgaststätte „Siebensäure“ bietet eine angenehme Pause, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Insgesamt dürften es etwa 14 km Wanderstrecke gewesen sein: Schön und auf Grund der vereisten Wege durchaus anspruchsvoll.

Auf der Rückfahrt von Oberwiesenthal legen wir noch einen Zwischenstopp bei Jens in Elterlein ein, wo es erzgebirgischen Christstollen, Kaffee und Tee gibt. Ein schöner Abschluss eines rundum gelungenen Wochenendes! Danke an Micha für die perfekte Organisation und an alle in der Gruppe für die super Stimmung!

Text: Chirin Grimm              Fotos: Chirin Grimm und Michael Klimas