© Jan Pilz

Skitour Vorarlberg

Nach einem frühen Start (5:30 Uhr!) in Erfurt und einer schneereichen Fahrt durch das Tiroler Lechtal inkl. Schneekettennutzung erreichten gegen frühen Nachmittag neun Skiverrückte die kleine Ortschaft Warth am Arlberg. Nachdem sich alle ihr Material besorgt und ihre Zimmer bezogen hatten, ging es nach einer kurzen Lagebesprechung (viel Neuschnee, wenig Sicht und Lawinenwarnstufe 4) auf eine kurze Eingehtour durch das Skigebiet. Da dies für zwei Mitfahrerinnen die erste Skitour werden sollte, konnten die ersten Rückfragen zur Nutzung des Equipments geklärt und die Tiefe des Neuschnees gemessen werden. Nach einem ausgiebigen Abendbrot im Dorfcafé von Warth (Danke Silke für die frühzeitige Reservierung) wurden die Pläne für den nächsten Tag zurechtgelegt…

Der morgendliche Blick aus dem Fenster versprach weitere 30 cm nächtlichen Neuschnee bei weiterhin hoher Lawinengefahr und schlechter Sicht, was die Routenplanung im Wesentlichen auf eine kleine Runde im Skigebiet eindampfte. Nachdem alle ihre Mitbringsel zum Frühstückstisch beigesteuert haben und ausgiebig gefrühstückt wurde, machte sich der Tross auf den Weg zur Punschhütte mit verdienter Einkehr. Nachdem sich das Wetter weiterhin von seiner schneereichen Seite zeigte, nutzen Chris und Thomas den Nachmittag für eine Powder-Session mit dem Snowboard, während die beiden Neulinge Ilka und Nadine unter Anweisung der erfahren Tourengeher Silke, Holger und Jan den Tiefschnee für die Lawinensuche nutzten. Die verbliebenen Mitfahrerinnen (Beate und Susi) nutzten den Nachmittag für einen frühe Abfahrt. Anschließend ging es in die hauseigene Sauna und danach zur Stärkung ins Restaurant Wolfsegg am Ortsrand von Warth.

Am dritten Tag lachte die Sonne vom strahlend blauen Himmel! Darauf hatten alle gewartet und die Motivation am Morgen ist spürbar höher als die Tage davor. Auf Grund der weiterhin hohen Lawinengefahr entscheidet die Gruppe aber, im Skigebiet zu bleiben und dort eine längere Tour zu unternehmen. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Skibus startet unsere Tour diesmal am Jägeralp-Express (1580 m ü. NN) und folgt den Pisten bis zum Saloberkopf (2041 m ü. NN) von wo aus wir nach wiederholtem auf- und abfellen bis zur Dorfbahn in Warth abfahren konnten. Der verbleibende Nachmittag wurde unterschiedlich genutzt: Einige nutzten den Tiefschnee, um ihre Fahrkünste zu verbessern, während ein paar Mitglieder der Gruppe die Sonne auf der Terrasse der Punschhütte genossen oder ein paar extra Höhenmeter durch einen erneuten Aufstieg sammelten. Ausklingen ließen wir den Abend beim gemeinsamen Essen im benachbarten Tiroler Hof.

Der Abreisetag zeigte sich erneut wolkenverhangen mit Neuschnee, sodass der Abschied nicht zu schwerfiel. Nachdem Frühstück verabschiedeten sich alle und machten sich auf den problemlosen Rückweg nach Erfurt.

Bericht und Fotos: Jan Pilz