© Liliana Sendler-Kortenkamp

Auf dem TOP-Wanderweg Creuzburg

Am letzten Aprilsonntag startete unsere rund 6,7 km lange Rundwanderung am Wanderparkplatz Werrabrücke in Creuzburg bei bestem Frühlingswetter mit strahlendem Sonnenschein. Nach einer kurzen Einführung von Wanderleiterin Kerstin Wiesner und schon nach wenigen Schritten hinein ins Werratal war klar: das wird ein Tag zum Genießen!

Zunächst führte uns der Weg entlang von Pferdekoppeln durch ein idyllisches Tal, begleitet von einer guten Stimmung und vielen kleinen Entdeckungen am Wegesrand.

Die erste Station war der Naturwagen, eine kleine, engagierte Umweltstation. Hier gab es interessante Einblicke in das Naturschutzgebiet, die Beweidung durch Ziegen, heimische Orchideen und die Lebensgewohnheiten von Fledermäusen.

Anschließend ging es stetig bergauf zu den Ebenauer Köpfen, markanten Muschelkalkfelsen über dem Werratal. Oben angekommen wurden wir mit einem weiten Panoramablick über das Tal belohnt. Auf der Kuppe setzten wir unsere Wanderung über den Kranichsflug bis zum „Wisch“ fort – dem Hausberg von Creuzburg. Dort nutzten wir den liebevoll angelegten Platz für ein gemeinsames Picknick in der Sonne, inklusive einer besonderen Überraschung von Wanderleiterin Kerstin Wiesner: regionaler Ziegenkäse aus der ortsansässigen Käserei.

Der Abstieg führte durch abwechslungsreiche Wiesenlandschaften mit blühenden Orchideen und grasenden Schafen, die gelassen die Hänge pflegten. Ein kultureller Kontrast erwartete uns in der efeubewachsenen Gottesackerkirche. Die dort beherbergte Ausstellung zum Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal bot spannende Einblicke in die Region und ergänzte den Naturteil der Wanderung.

Kurz darauf erreichten wir die Burg Creuzburg. Im Innenhof bot sich Zeit für eine kurze Besichtigung der 1170 errichteten romanischen Burganlage mit einer Töpferei und gab der Tour einen historischen Abschluss mit besonderem Charakter. Zum Ende der Tour führte der Weg noch zur spätgotischen Liboriuskapelle an der historischen Werrabrücke, bevor wir den Tag individuell ausklingen ließen: u.a. bei Kaffee und Eis im Gut Wilhelmsglücksbrunn, umgeben von blühenden Bäumen und frühlingshaftem Ambiente.

Diese abwechslungsreiche Rundtour mit ihren 6,7 km erschien zunächst kurz auf der Karte, war aber reich an Eindrücken. Sie verband Naturerlebnis, Geschichte und Wissen über die Region auf eindrucksvolle Weise. Kurz gesagt, es war eine rundum gelungene Wanderung, die definitiv Lust gemacht hat, wiederzukommen.

Bericht: Liliana Sendler-Kortenkamp         Fotos: Liliana Sendler-Kortenkamp und Kerstin Wiesner