© Chris Ulber

Klettern in den Dolomiten - Jugendfahrt

Am 3. Juli ging es endlich los, 17 Uhr starteten wir mit unseren Campern Richtung Süden. Der erste Stopp war eine spontane Badepause im Main – bei dem warmen Wetter genau richtig. Am Abend kehrten wir in Franken in einem Biergarten ein und ließen uns Schäufele und Schälripple schmecken, bevor die Fahrt weiter Richtung Dolomiten ging.

Am nächsten Vormittag kamen wir zum ersten Mal bei Kufstein an den Fels. Nach dem Klettern machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Sterzing am Wildbach, bevor es abends weiter zum Passo di Falzarego ging. Die Entscheidung, dort zu übernachten, war goldrichtig: Am nächsten Morgen konnten wir beim Frühstück direkt vom Camper aus unsere nächsten Projekte anschauen! Der Platz war zwar windig, dafür hatten wir einen tollen Ausblick – nicht zuletzt auch, weil an diesem Tag ein Radrennen für Nullverkehr auf der Passstraße sorgte.

Der Tag am Kleinen Falzeregoturm war einer der Tage, an denen besonders viel los war: Von einfachen Passagen bis zu ausgesetzten Stellen hoch über dem Tal war alles dabei, und die gewaltigen Felswände direkt neben den Routen waren jedes Mal beeindruckend. Nach einem langen und anstrengenden Tag ließen wir den Abend gemütlich im Camper ausklingen. 

Am neuen Tag stand mal etwas anderes auf dem Programm: Zeltplatz. Nach den vorangegangenen Tagen war das eine willkommene Abwechslung. Zeit, sich auszuruhen, die Ausrüstung zu sortieren, den kleinen Getrudeturm zu besteigen und den Abend entspannter ausklingen zu lassen.

Ein Highlight: wir kletterten eine anspruchsvolle Route auf die Punta Alpini - sieben Seillängen, 200 Höhenmeter, Schwierigkeit IV mit einem direkten Einstieg im V. Grad. Veranschlagte Kletterzeit: rund 2,5 bis 3 Stunden. Nach den technischen Passagen der Vortage war das noch einmal eine echte Herausforderung, die sich am Ende aber gelohnt hat.

Die nächste Herausforderung mitten in der beeindruckenden Bergwelt der Dolomiten: die Fünf-Finger-Türme, die sehr beeindruckende Sport und Mehrseillängen-Routen bieten. Nach so vielen Tagen draußen war die Zeit inzwischen wie im Flug vergangen.

Am 11. Juli hieß es dann leider schon Abschied nehmen. Bevor wir die Heimfahrt antraten, gab es noch eine spontane Badeeinheit. Danach wurden die letzten Sachen verstaut, und wir machten uns auf den Rückweg. Bereits am Nachmittag überquerten wir wieder die deutsche Grenze.

Damit ging eine abwechslungsreiche Woche zu Ende. Neben den Klettertouren an der Pyramide des Col dei Bòs und der Punta Aigui waren es vor allem die vielen kleinen Momente, die die Fahrt ausgemacht haben: die Badepause im Main, das gemeinsame Essen im Biergarten, die Nächte im Camper mit Blick auf die Projekte des nächsten Tages, der Zeltplatz-Tag zum Durchatmen und natürlich das Zusammenwachsen der Gruppe. Diese Mischung aus sportlicher Herausforderung, Natur und gemeinsamer Zeit hat die “Dolomitenfahrt 2026” zu einem besonderen Erlebnis gemacht.

Bericht: Konrad Pappe          Fotos: Chris Ulber