© Bodo Wolf

Paddeln auf der Wupper

Die Wupper rief. Die Fortsetzung der Befahrung von 2024 stand für das erste Mai-Wochenende an. Zwei Etappen bis zum Rhein waren angedacht. Aber: Die Bürokratie machte 2 Scheine notwendig: Einer fürs zu durchfahrende Naturschutzgebiet. Den übernahm unser Wuppertaler Freund Arndt, der im Vorfeld extra für unsere Tour einen Lehrgang mit Zertifikat als Boots-Natur-Führer oder so ähnlich gemacht hat. Großen Dank dafür! Auf den 2. Schein zur gebührenpflichtigen Durchfahrt durch Leverkusen haben wir dankend verzichtet. Wir haben das Ziel etwas vorverlegt.

Wir 8 Thüringer trafen uns am Vorabend in unserer Unterkunft, einem idyllisch an der Wupper liegenden historischen Selbstversorger-Schieferhäuschen. Am nächsten Morgen kamen dann noch 6 befreundete Paddler aus dem Bergischen Land zum Startort. Der Wasserstand entsprach (Gott sei´s gedankt) den strengen NRW-Natur-Vorschriften und ab gings auf den bewegten Fluss mit flotter Strömung, vielen Kurven und etlichen Schwällen durch die bergischen Wälder. Gekentert wurde auch einmal. Highlight war die Müngstner Brücke, ein industriehistorisches Baudenkmal und gleichzeitig die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Hier wurde ausgiebig pausiert. Am Ende der 1. Etappe stand unser Schieferhüttchen, wo abends schön gegrillt wurde. Am nächsten Tag gings dann weiter bis Leverkusen. Hier spielte abends RB-Leipzig in der Bay-Arena. Karten haben wir trotz hartnäckiger Versuche keine mehr gekriegt. Aber der Besuch einer Szenekneipe mit Live-Übertragung wird auch im Gedächtnis bleiben.

Am nächsten Tag ließen einige von uns es sich nicht nehmen, die letzten 8 km mit Auto an die Mündung der Wupper in den Rhein zu fahren, um die Tour zu vollenden.

Text: Lutz Schneegaß         Fotos: Bodo Wolf, Lutz Schneegaß