© Chris Ulber

Spaghetti Ronda als Jugend-Hochtour

Unsere Jugend-Hochtour begann mit einer perfekten Akklimatisationstour auf das 4.150 Meter hohe Breithorn. Der Gipfel war ein gelungener Einstieg in die Woche und machte direkt Lust auf die kommenden Tage. Leider zog sich ein kleines Déjà-vu durch die Tour, denn Konrad war etwas angeschlagen und konnte die Tour nicht ganz unbeschwert genießen.

Am nächsten Tag wollten wir Luca am Flughafen in Mailand abholen. Das klang eigentlich nach einer einfachen Aufgabe, entwickelte sich aber schnell zu einer ziemlich lustigen Geschichte: Während wir am Ankunftsbereich nach Luca suchten, wartete der am Abflugbereich auf uns. Nach einiger Verwirrung und mehreren Nachrichten fanden wir uns schließlich doch noch.

Bevor es ernst wurde, gönnten wir uns am dritten Tag noch etwas Erholung und verbrachten einige Zeit an einem Fluss, in dem wir baden gingen. Anschließend fuhren wir zum Sportklettern.

Am vierten Tag begann der eigentliche Hüttenaufstieg zur Mantova-Hütte. Obwohl die Hütte ursprünglich bis Oktober komplett ausgebucht war, hatten wir das Glück, doch noch einen Schlafplatz zu bekommen. Sie war zwar nicht die schönste Hütte, in der wir je übernachtet hatten, aber wir waren einfach froh, überhaupt dort unterzukommen. Nach einer kurzen Pause stiegen wir noch weiter auf den Gletscher, um uns das Gelände anzusehen und uns noch besser an die Höhe zu gewöhnen. Außerdem nutzten wir die Gelegenheit, die Spaltenbergung intensiv zu üben. Das gab uns zusätzliche Sicherheit für die kommenden Tage.

Für den fünften Tag hatten wir uns eigentlich viel vorgenommen. Unser Plan war, zur Margherita-Hütte aufzusteigen und anschließend die Spaghetti-Runde zu machen. Doch das Wetter spielte leider nicht mit. Dichter Nebel und starker Wind machten eine sichere Durchführung unmöglich. Deshalb passten wir unsere Pläne an und bestiegen stattdessen nur die Vincent-Pyramide. Trotz der geänderten Pläne war die Tour ein schönes Erlebnis. 

Auch wenn nicht alles nach Plan verlief und wir wegen des Wetters umdenken mussten, war die Woche insgesamt eine unvergessliches Erlebnis. Wir konnten wertvolle Erfahrungen im Hochgebirge sammeln, unsere Fähigkeiten vertiefen und gemeinsam viele besondere Momente erleben – von lustigen Missverständnissen am Flughafen bis hin zu beeindruckendes Gipfeln und Gletschern.

Bericht: Hans Schönemann    Fotos: Chris Ulber