© Carmen Steinbrück

Wandern um Oberpreilipp

Ausgangspunkt der Tour für "Rund um Oberpreilipp" war für 14 Teilnehmer die Gaststätte "Gondelstation" in Rudolstadt-Volkstedt. 

Bei bestem Wanderwetter besuchten wir zunächst die Schiller-Gedenkstätte. Ein Erinnerungsort an den großen Dichter, der 1788 in Rudolstadt seine Liebe zu Thüringen und seine spätere Frau Charlotte von Lengefeld fand. 

In der Buntsandstein-Formation der "Rudolstädter Riviera" lässt sich eine bergbauliche Hinterlassenschaft aus dem 19. Jahrhundert entdecken, die "14-Säulen-Höhle". Frei zugänglich, kann man diese 160 Quadratmeter große Höhle mit Stirnlampe erkunden. Hier wurde feinkörniger Sand abgebaut. Mit Soda versetzt, diente dieser Sand als Grundlage für die Herstellung von Scheuersand.

Über Wiesen und Felder der lieblichen Landschaft um Rudolstadt führte uns der Weg zum kleinen Dorf Oberpreilipp und nach steilem Anstieg auf die "Preilipper Kuppe". Der Anstieg ist schweißtreibend, die Aussicht über das Saaletal und die Höhenzüge des Thüringer Schiefergebirges aber alle Mühe wert. Wohlverdient war daher ein ausgiebiges Picknick mit Pizza und sächsischem Eierkuchen.

Der folgende Weg ist einfach. Nach 2 Kilometern erreicht man den "Kulm". Der auf 500m Höhe gelegene Aussichtspunkt bietet Einkehrmöglichkeit und einen historischen Aussichtsturm mit weitem Blick über Saalfeld und Unterwellenborn. Ältere Besucher kennen noch den Spruch " Max braucht Wasser " – aus dem Winter 1948/49, als das Stahlwerk "Maxhütte" Kühlwasser für den Hochofen brauchte und Jugendliche halfen..

Dem herrlichen Wetter geschuldet, saßen wir uns fest bei Radler und Johannisbeer-Schorle. Schnell bewältigt war der letzte Abschnitt der Wanderung. Über den Höhenzug " Kame " hinunter zum Dorf Oberpreilipp, leichten Hügeln und dem Blick zur " Heidecksburg ", dem Sitz der "Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten", erreichten wir den Ausgangspunkt an den Ufern der Saale.

Die Fülle an Sehenswürdigkeiten auf dieser Tour, die liebliche Landschaft und die gute Stimmung in der Wandergruppe machten den Tag für mich als Wanderleiter zu einem Erlebnis, das lange nachhallt.

Bericht: Michael Rüffer                     Fotos Carmen Steinbrück, Heiko Müller, Sven Möller, Holger Holzheu, Michael Klimas, Petra Postel