© Frank Spangenberg

Wandern zwischen Vessertal und Adlersberg

Wanderführer Ralf Vogel hatte für das obere Vessertal schönstes Sommerwetter bestellt: Sonne, Foto-Wolken und einen leichten Wind.
Vom Wanderparkplatz beim Feuerwehrhaus in Vesser ging es leicht, aber stetig bergan bis zum ehemals schönen Gasthof Stutenhaus, nunmehr geschlossen, vermutlich wegen Personalmangels. Dafür erfreute uns die nach einem kurzen steilen Aufstieg erreichte Baude auf dem Adlersberg mit zünftigem Angebot und netten Wirtsleuten. Die mit einem modernen Anbau erweiterte Finnhütte bietet Biere, Kaffee, Würstchen und leckeren Kuchen.  Es sind reichlich überdachte Freisitze vorhanden und Thüringerwald-untypisch ist täglich außer Montag geöffnet! 
Der kurze Zwischenstopp in der morgens noch leeren Baude hat Ralfs Zeitplan nicht wesentlich beeinflusst, die danach folgenden Waldwege Richtung Salzberg schon…
Beiderseits des Weges lockten üppig bestückte Himbeerbüsche, so dass sich die 8 Wanderer starke Gruppe in Kürze auf 1 km Länge ausgedehnt hatte. 

Über die Wegscheide ging es dann zum Aussichtspunkt am Hang des Salzberges oberhalb des alten Skilifts Suhl-Goldlauter. Wir genossen an der verwaisten Liftbaude bei schönster Fernsicht über Suhl und Richtung Rennsteig unser mitgebrachtes Picknick-Buffett. Der auffrischende Wind kündigte hier in der offenen West-Lage schon den für abends angesagten Wetterwechsel an, ehe wir auf sanft absteigenden Wegen wieder tief in den stillen Hochwald eintauchten. Begleitet von Vogelgezwitscher und dem Rauschen des hier noch gesunden Waldes stiegen wir auf steilem Pfad zur Vesser-Quelle ab. 
Nach Besichtigung des durch die “Zehn Teiche“ munter plätschernden Bächleins ging es dann am Bachlauf der oberen Vesser entlang Richtung Dorf. 
Der sich hier dem Blick öffnende weite Wiesengrund gehört sicher zu den schönsten Orten die der Thüringer Wald zu bieten hat!

 

In Vesser angekommen, marschierten wir eiligen Schrittes den Berg zur Festwiese empor um noch ein Stück vom vielgerühmten Schwarzebeer-Kuchen zu ergattern. 
Aber leider: von den 70 (!) Blechkuchen waren eine halbe Stunde nach Eröffnung des Schwarzebeerfestes nur noch Krümel auf den weiß gedeckten Tischen zurückgeblieben.
Das hat den schönen Tag nicht mehr beeinträchtigen können, zumal der Biertrubel um die Blaskapelle ohnehin im krassen Gegensatz zu unserer herrlichen Wanderung durch den stillen Bergwald stand. 
Fazit: ein wunderschöner Tag, welcher uns Erfurt-Alpin-Neulingen Lust auf Mehr machte!

 

Bericht: Frank Spangenberg                 Fotos: Frank Spangenberg, Carmen Steinbrück, Kristin Vogel